Davis Cup Wettanbieter 2026: Wer die besten Quoten liefert und worauf es bei der Lizenz ankommt

Updated Oktober 2026
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Der Davis Cup 2026 läuft vom 5. Februar bis 29. November, das Final 8 steht noch aus. Acht Nationen sind qualifiziert. Wer in Deutschland auf diese Spiele wetten will, findet hier zehn Anbieter mit einer Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Der Beitrag erläutert, was diese hinsichtlich Tennisangebot, Quotenhöhe und Bonusaktionen auszeichnet und welche Live-Wetten auf Tennis überhaupt erlaubt sind.

Ein Sandplatz mit frisch gezogenen Linien in der Nachmittagssonne, Netz und Ballkorb am Rand, keine Menschen.
Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026.

*Datenstand: 17. Oktober 2026; geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 2. Oktober 2026).*

Spielerschutz: Was bei jedem Anbieter gleich gilt

Die Schutzregeln des Glücksspielstaatsvertrags greifen unabhängig vom Anbieter. Wer bei einem lizenzierten Wettanbieter ein Konto eröffnet, bewegt sich innerhalb eines Rahmens, den der Gesetzgeber für alle gleich zugeschnitten hat.

Einzahlungslimit. Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter hinweg. Die Limitdatei LUGAS verhindert, dass dieser Betrag durch Parallelkonten umgangen wird. Ein Anbieter darf eine höhere Grenze nur festlegen, wenn er die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Spielers nachprüfbar belegt hat, nicht durch eine Selbsterklärung. Die Erhöhung wird frühestens nach sieben Tagen wirksam, die Senkung sofort.

OASIS und Panikbutton. OASIS ist die bundesweite Sperrdatei. Sie wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst eine 24-Stunden-Sperre aus, sofort, ohne Rückfrage.

Verifizierung. Ein Konto darf vor vollständiger Verifikation höchstens 72 Stunden genutzt werden, mit einem Einzahlungslimit von 100 €. Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich. Die Regeln verlangen ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz. Anonyme Zahlungsmittel, darunter Kryptowährungen und nicht registrierte Prepaid-Lösungen, sind ausgeschlossen.

Parallelverbot. Gleichzeitiges Spielen bei mehreren Anbietern ist untersagt. Die Aktivitätsdatei LUGAS erkennt, wenn ein Konto parallel aktiv ist.

Wettsteuer. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf den um die Steuer selbst reduzierten Einsatz, effektiv rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Ob und wie ein Anbieter sie an die Wettenden weitergibt, entscheidet er selbst. Bei Winamax bewirbt der Footer „0 % Wettsteuer“, bei anderen Anbietern wird sie vom Bruttogewinn abgezogen.

Diese Regeln gelten nur für Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Dort gibt es keine deutsche Aufsicht, kein Beschwerdeverfahren und keine Spielersperre, die etwas bewirkt.

Ein Tennisschläger lehnt an einer Bank neben einer Sporttasche, im Hintergrund ein leerer Platz.
Rekordsieger des Davis Cup sind die Vereinigten Staaten mit 32 Siegen vor Australien mit 28 Siegen (davon vier als Australasien).

Davis Cup: Turnierformat und Spielplan

Der Davis Cup ist der Mannschaftswettbewerb im Herren-Tennis, ausgetragen vom Weltverband ITF. Die erste Begegnung fand 1900 zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien in Boston statt. Rekordsieger sind die USA mit 32 Titeln, gefolgt von Australien mit 28 (vier davon als Australasien). Am Davis Cup 2025 hatten sich 161 Nationen angemeldet, 157 spielten tatsächlich. Italien verteidigte den Titel im Finale in Bologna gegen Spanien mit 2:0.

Spielformat. Eine Begegnung im Qualifikations- und Gruppenformat wird an zwei Tagen ausgetragen, mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel. Alle Partien gehen über zwei Gewinnsätze (Best of Three). Sobald eine Mannschaft drei Siege hat, entfallen die restlichen Spiele. Im Finalturnier werden pro Begegnung nur noch drei Partien gespielt: zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel.

Kalender 2026. Die 114. Ausgabe begann am 5. Februar mit der 1. Qualifikationsrunde, die bis zum 8. Februar lief. Die 2. Qualifikationsrunde folgte vom 18. bis 20. September 2026. Die Endrunde, das Final 8, steht am Ende des Turnierjahres. Qualifiziert sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien. Italien tritt als Titelverteidiger und Gastgeber an.

Was Quoten aussagen. Eine Wette auf das Länderduell zielt auf den Ausgang der Begegnung, also den 3:0, 3:1 oder 3:2-Erfolg einer Mannschaft. Bei Wettanbietern, die Einzelpartien anbieten, sind die Quoten für die ersten Einzel oft schon Tage vor der Begegnung verfügbar. Die Quoten für Doppel und für die späteren Einzel entstehen erst, wenn feststeht, welche Spieler tatsächlich antreten. Bei Länderduellen mit klarem Kräfteverhältnis ist die Quote auf den Favoriten niedrig; das ist der Preis für die hohe Eintrittswahrscheinlichkeit.

Anbietervergleich: Zehn lizenzierte Wettanbieter im Überblick

Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis, geordnet nach ihrer Erstgenehmigung. Die Spalte „Inhaber“ nennt die Gesellschaft, die auf der GGL-Whitelist als Betreiberin der jeweiligen Domain geführt wird. „Erlaubnis seit“ gibt das Datum der ersten Sportwetten-Erlaubnis an; eine Folgeerlaubnis aktualisiert das laufende Verfahren, ändert aber nichts an der Erstgenehmigung.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Inhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Tipwin Tipwin Limited 09.10.2020
bwin bwin (Deutschland) Limited, Gzira (Malta) 09.10.2020
bet-at-home Bet-at-home Internet Limited 02.11.2020
ODDSET ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Tipico Tipico Co. Limited 09.10.2020
888sport 888 Germany Limited 30.06.2021
Betway Betway Limited 09.03.2021
Betano Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
LeoVegas LVSports Limited 21.10.2024

Was die Tabelle zeigt. Bis auf LeoVegas (Erstgenehmigung Oktober 2024) tragen alle Anbieter ihre Erstgenehmigung aus dem Zeitraum Oktober 2020 bis Juni 2021. Die Folgeerlaubnisse datieren durchgehend auf Dezember 2022, was den Erlaubnisturnus nach § 4c Abs. 1 GlüStV (fünf Jahre) widerspiegelt. Die Tabelle trifft keine Aussage zu Tennis-Tiefe, Quoten oder Live-Angebot. Diese Merkmale sind in den Einzelbewertungen unten zu finden.

Die Anbieter im Einzelnen

Jeder Anbieter wird nach demselben Raster beurteilt: Lizenzstatus, Tennisangebot, Quotenlage, Live-Funktionen und Bonusbedingungen. Das abschließende Urteil fällt die Seite, nicht der Anbieter.

Tipwin

Lizenz. Tipwin Limited steht mit der Domain Tipwin auf der Whitelist, Erstgenehmigung vom 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022, aktualisiert am 9. Januar 2024. Tipwin ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes, die Partnerschaft läuft bis Ende 2026.

Tennis und Davis Cup. Tipwin deckt Tennis als Standardmarkt ab. Davis-Cup-Begegnungen erscheinen im Programm, sobald die Spielpaarungen feststehen. Wie tief das Wettprogramm einzelne Matches aufschlüsselt, ist aus der Ferne nicht zu beurteilen, da der Anbieter keine öffentliche Vorschau pflegt. Ein Blick in das eigene Wettprogramm vor Spielbeginn zeigt, welche Einzelpartien und Doppel quotiert sind.

Bonus und Bedingungen. Die Willkommensaktion ist ein klassischer Einzahlungsbonus. Die genauen Konditionen (Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist) stehen in den AGB des Anbieters und sollten vor der Inanspruchnahme gelesen werden.

Urteil. Solider Anbieter mit früher Genehmigung und erkennbarem Engagement im deutschen Sport. Für Davis-C-Wetten ohne besondere Vorteile gegenüber der Konkurrenz.

bwin

Lizenz. bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, ist Inhaberin der Domain bwin. Erstgenehmigung 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022.

Tennis und Davis Cup. bwin gehört zu den Anbietern mit breitem Tennisangebot. Davis-Cup-Spiele werden als Einzelmärkte und als Ländervergleich angeboten. Die Quoten erscheinen früh, oft schon am Vorabend der Begegnung.

Live-Wetten. bwin bietet Live-Wetten auf Tennis an, beschränkt auf die nach GlüStV erlaubten Komponenten (nächstes Set, ggf. Spielstand). Wetten auf den nächsten Punkt sind in Deutschland nicht zulässig, das gilt anbieterübergreifend.

Urteil. Etablierter Anbieter mit großer Auswahl. Wer Wert auf ein vollständiges Tennisprogramm legt, findet hier in der Regel eine breite Abdeckung.

bet-at-home

Lizenz. Bet-at-home Internet Limited. Erstgenehmigung 2. November 2020, Folgeerlaubnis 22. Dezember 2022. Zusätzlich Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit 28. Dezember 2022.

Tennis und Davis Cup. bet-at-home führt Tenniswetten im Standardprogramm. Davis-Cup-Begegnungen sind verfügbar, wenn auch nicht immer mit der Tiefe, die Spezialanbieter erreichen.

Urteil. Funktionaler Anbieter, der das Pflichtprogramm abdeckt. Für Davis-Cup-Wetten ausreichend, wenn auch nicht herausragend.

888sport

Lizenz. 888 Germany Limited. Erstgenehmigung 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis 15. Dezember 2022. Die Muttergesellschaft 888 Holdings PLC hat ihren Sitz in Gibraltar und ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert.

Tennis und Davis Cup. 888sport bietet Tennis im Hauptprogramm. Die Abdeckung internationaler Mannschaftswettbewerbe wie des Davis Cup hängt davon ab, wie der Anbieter die Saison 2026 prioriisiert.

Urteil. International aufgestellter Anbieter, dessen Sportwetten-Sparte in Deutschland erst seit 2021 am Markt ist. Für Davis-Cup-Wetten brauchbar.

Betano

Lizenz. Betkick Sportsbetting Limited. Erstgenehmigung 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis 16. Dezember 2022.

Tennis und Davis Cup. Die Betano-App bewirbt im Apple App Store einen Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von Tennis-Grand-Slams. Davis-Cup-Begegnungen fallen in den Tennis-Bereich, sofern sie im Live-Programm enthalten sind.

Live-Streaming. Betano streamt Tennis-Grand-Slams, was die Verfügbarkeit für Davis-Cup-Streams nicht garantiert. Die App-Beschreibung nennt Grand-Slam-Turniere explizit, nicht den Davis Cup.

Urteil. Anbieter mit starker technischer Plattform. Die Streaming-Zusagen beziehen sich primär auf Grand-Slams, für den Davis Cup ist die Verfügbarkeit im Einzelfall zu prüfen.

ODDSET

Lizenz. ODDSET Sportwetten GmbH. Die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt. Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle (Saale).

Tennis und Davis Cup. ODDSET ist die Sportwetten-Marke der staatlichen Lotteriegesellschaften und im stationären Vertrieb stark. Online ist das Angebot funktional, aber nicht so breit wie bei spezialisierten Online-Anbietern.

Urteil. Solide Wahl für Spieler, die einen staatlich konzessionierten Anbieter mit langer Marktpräsenz suchen. Die Online-Tiefe bei internationalen Tennis-Turnieren ist gegenüber reinen Online-Anbietern eingeschränkt.

NEO.bet

Lizenz. Greenvest Betting Limited. Erstgenehmigung 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 22. Dezember 2022.

Tennis und Davis Cup. NEO.bet führt Tennis im Programm, die Tiefe bei Davis-Cup-Begegnungen ist aus der Distanz schwer einzuschätzen.

Urteil. Kleinerer Anbieter mit voller Lizenz. Wer mit NEO.bet zufrieden ist, kann dort auch Davis-Cup-Wetten platzieren, muss aber mit einer geringeren Marktbreite rechnen.

Betway

Lizenz. Betway Limited. Erstgenehmigung 9. März 2021, Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022.

Tennis und Davis Cup. Betway ist international für sein Tennisangebot bekannt. Die deutsche Plattform deckt Grand-Slam-Turniere und ATP-Events ab; der Davis Cup gehört in den Bereich der ITF-Turniere, der bei vielen Anbietern weniger Tiefe hat.

Cash Out und Bet Builder. Die Betway-App beschreibt einen Cash-Out-Mechanismus mit grünem Symbol unter „Meine Wetten“, der den gesamten Betrag oder einen Teil auszahlt. Zusätzlich gibt es einen Wettkonfigurator für Fußballspiele (Konfigurator+), der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Ein vergleichbares Werkzeug für Tennis ist in der App-Beschreibung nicht erwähnt.

Urteil. Starker Anbieter für Tennis insgesamt, aber die Bet-Builder-Funktion ist primär auf Fußball ausgerichtet. Für reine Ländervergleiche ausreichend, für kombinierte Spielwetten weniger geeignet.

Tipico

Lizenz. Tipico Co. Limited. Erstgenehmigung 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 9. Dezember 2022.

Tennis und Davis Cup. Tipico ist einer der bekanntesten deutschen Sportwettenanbieter. Tennis gehört zum Standardprogramm, Davis-Cup-Spiele sind quotiert. Die App bewirbt Cashout und Live-Wetten, wobei die Live-Komponenten auf Tennis nach den GGL-Regeln auf den nächsten Satz oder das Spielergebnis beschränkt bleiben.

Hintergrund. Ein Verfahren vor dem Bundesgerichtshof (Az. I ZR 90/23) betrifft die Frage, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der EuGH-Generalanwalt hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten. Das Verfahren betrifft den Zeitraum vor der aktuellen Lizenzierung und ändert nichts am aktuellen Status von Tipico.

Urteil. Marktführer in Deutschland mit vollständiger Lizenz. Für Davis-Cup-Wetten eine sichere Wahl, wobei die Live-Tiefe durch die GGL-Regeln für Tennis begrenzt ist.

LeoVegas

Lizenz. LVSports Limited. Erstgenehmigung 21. Oktober 2024, zusätzlich Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit 27. Februar 2023.

Tennis und Davis Cup. LeoVegas ist primär als Casino-Anbieter bekannt, die Sportwetten-Sparte ist jünger und schmaler aufgestellt. Davis-Cup-Begegnungen können verfügbar sein, die Tiefe ist aber nicht mit den spezialisierten Sportwetten-Anbietern vergleichbar.

Urteil. Funktional, aber nicht erste Wahl für Davis-Cup-Wetten. Wer ein bestehendes LeoVegas-Konto hat, kann dort auch Tennis wetten, sollte aber die Marktbreite prüfen.

Live-Wetten auf Tennis: Was erlaubt ist und was nicht

Der Glücksspielstaatsvertrag regelt Live-Wetten in § 21 Abs. 4. Während eines laufenden Sportereignisses sind nur Wetten auf das Endergebnis oder auf Komponenten erlaubt, die in dieser Sportart selten eintreten. Für Tennis bedeutet das: Wetten auf den nächsten Satz sind erlaubt, Wetten auf den nächsten Punkt nicht. Der Grund: Punkte sind in Tennis so häufig, dass eine Wette darauf manipulationsanfällig wäre.

Praktische Folge. Ein Anbieter, der „Live-Wetten auf jeden Ballwechsel“ bewirbt, überschreitet diese Grenze. Bei lizenzierten Anbietern tauchen im Live-Center während eines Davis-Cup-Spiels typischerweise Märkte auf das nächste Set, auf den Spielstand nach Sätzen und auf den Gesamtsieger auf. Märkte auf den nächsten Aufschlag, den nächsten Punkt oder den nächsten Einstand fehlen. Das ist kein technisches Defizit, sondern die Folge der regulatorischen Vorgabe.

Was angeboten wird. Märkte auf das Endergebnis (Sieg der Mannschaft, Sieg des Spielers), auf den genauen Spielstand (2:0, 2:1) und auf die Handicap-Variante (Spieler A gewinnt mit −1,5 Sätzen). Kombiwetten auf mehrere Davis-Cup-Begegnungen sind möglich, sofern alle Komponenten im Wettprogramm enthalten sind.

Quotenschlüssel: Was die Marge über den Markt verrät

Die Quote eines Buchmachers ist mehr als eine Zahl, sie ist ein Hinweis auf die Marge, die der Anbieter auf diesem Markt nimmt. Der Quotenschlüssel (auch Auszahlungsquote genannt) ist die Auszahlungsquote: 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ). Die Marge ist 100 % minus den Quotenschlüssel.

Beispielrechnung. Ein Länderduell wird mit den Quoten 1,90 (Heimsieg) und 1,90 (Auswärtssieg) angeboten. Der Quotenschlüssel beträgt 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95. Die Marge liegt bei 5 %. Das heißt: Von jedem Euro, der auf dieses Länderduell gesetzt wird, behält der Anbieter im Durchschnitt 5 Cent.

Was die Marge verrät. Eine Marge von 5 % auf einem Zwei-Wege-Markt ist im internationalen Vergleich niedrig. Bei Hauptmärkten großer Sportwettenanbieter liegt die Marge typischerweise zwischen 4 % und 7 %. Bei exotischen Märkten oder Live-Wetten steigt sie schnell auf 8–10 % und mehr. Ein Vergleich der Marge zwischen Anbietern ist nur sinnvoll, wenn dieselbe Begegnung, derselbe Markt und derselbe Zeitpunkt verglichen werden. Die Marge eines Tennis-Marktes sagt nichts über die Marge eines Fußball-Marktes beim selben Anbieter.

Wettsteuer und Marge. Die Sportwettensteuer von 5,3 % auf den um die Steuer reduzierten Einsatz (≈ 5,03 % des Bruttoeinsatzes) wird vom Veranstalter geschuldet. Ob und wie der Anbieter sie an die Quote anpasst, variiert. Winamax bewirbt „0 % Wettsteuer“, was bedeutet, dass der Anbieter die Steuer selbst trägt und die Quote brutto anbietet. Andere Anbieter ziehen die Steuer vom Gewinn ab oder reduzieren die Quote. Ein direkter Quotenvergleich zwischen Anbietern mit unterschiedlichem Steuerumgang ist irreführend, wenn der Steueranteil nicht herausgerechnet wird.

Bonus und Umsatzbedingungen: Worauf es ankommt

Ein Bonus ist kein Geschenk, sondern ein Umsatzgeschäft. Wer einen Einzahlungsbonus annimmt, verpflichtet sich, einen bestimmten Betrag zu setzen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Die entscheidenden Größen sind Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist.

Umsatzfaktor. Die meisten Sportwetten-Boni verlangen, dass der Bonusbetrag (oder Bonus plus Einzahlung) ein bestimmtes Vielfaches umgesetzt wird, typischerweise zwischen 3× und 10×. Bei einem 100-€-Bonus mit 5× Umsatz müssen 500 € an Wetten platziert werden, bevor der Bonusbetrag und die daraus erzielten Gewinne ausgezahlt werden.

Mindestquote. Nicht jede zählt. Viele Anbieter schließen Wetten unter einer bestimmten Quote (oft 1,50 oder 2,00) vom Umsatz aus. Der Grund: Systemwetten auf klare Favoriten mit Quote 1,05 würden den Umsatz schnell erfüllen, ohne dass der Anbieter ein echtes Risiko trägt. Die Mindestquote sorgt dafür, dass der Umsatz mit Wetten verbunden ist, die einen realen Risikoanteil haben.

Frist. Die Umsatzbedingungen müssen innerhalb eines bestimmten Zeitraums erfüllt werden, oft 30 oder 90 Tage. Nach Fristablauf verfällt der Bonus samt der damit erzielten Gewinne.

Was das für Davis-Cup-Wetten bedeutet. Die Bedingungen unterscheiden nicht nach Sportart, sondern nach Wetttyp. Einzelwetten auf den Ausgang eines Länderduells zählen in der Regel zum Umsatz, wenn die Quote die Mindestquote erfüllt. Kombiwetten zählen, wenn die Gesamtquote über der Mindestquote liegt. Wetten auf Märkte, die der Anbieter vom Umsatz ausschließt (manchmal Handicap-Märkte oder Live-Wetten), tragen nicht bei.

Vergleich statt Versprechen. Der Vergleich der Bonushöhe allein sagt wenig. Ein 100-€-Bonus mit 10× Umsatz und Mindestquote 2,00 ist für einen Spieler, der 1.000 € bei Quote 1,50 setzt, wertlos, wenn nur Einzelwetten zählen und die Quote unter 2,00 liegt. Die Frage ist nicht „Wie viel Bonus?“, sondern „Welcher Umsatz, welche Quote, welche Frist?“.

Rechtslage: Lizenz, Whitelist und die Folgen fehlender Erlaubnis

In Deutschland dürfen Sportwetten nur von Anbietern mit Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder veranstaltet oder vermittelt werden (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Die Erlaubnis wird nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV erteilt. Die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 ist die einzige verlässliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter eine gültige Erlaubnis hat. Eine .de-Domain allein beweist nichts; eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Gültigkeit.

Eine Waage aus Messing und ein geschlossener Ordner ohne Beschriftung stehen neben einer Tischlampe auf einem Schreibtisch.
Als Anbieter von bwin führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Whitelist-Stand 2. Oktober 2026. Die Liste umfasst 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Anbieter. Alle gelisteten Domains sind .de-Domains. Die Whitelist enthält nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum. Eine Erstgenehmigung läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre, wird aber durch Folgeerlaubnisse verlängert.

Was die Erlaubnis bedeutet. Ein lizenzierter Anbieter ist an OASIS (Spielersperrsystem) und LUGAS (Limitdatei und Aktivitätsdatei) angeschlossen. Er muss Einzahlungslimits durchsetzen, die Verifizierung nach § 6a durchführen und die Wettsteuer abführen. Er unterliegt der Aufsicht der GGL und kann mit Bußgeldern belegt werden. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7).

Was bei fehlender Erlaubnis passiert. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis betreiben in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel. Die GGL kann Untersagungsverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzblockaden anordnen (§ 9 GlüStV). Strafrechtlich droht dem Veranstalter nach § 284 StGB eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe, dem Werbenden bis zu einem Jahr. Die Teilnahme von Spielern ist nach § 285 StGB eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe geahndet werden kann; Verfolgungen einzelner Spieler sind in der Praxis selten. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt.

Zivilrechtliche Folgen. Mehrere deutsche Gerichte haben Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Die Frage, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit solcher Verträge entgegensteht, wurde vom Bundesgerichtshof am 25. Juli 2024 dem EuGH vorgelegt (Az. I ZR 90/23). Der Generalanwalt hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich, dass Spieler ihre Einsätze zurückfordern können. Eine Garantie für den Einzelfall ist das nicht, der Ausgang des Verfahrens bleibt abzuwarten.

Faire Gegenüberstellung. Offshore-Anbieter werben mit höheren Limits, schnelleren Auszahlungen und einem breiteren Live-Programm. Der Preis dafür ist fehlender Spielerschutz: keine OASIS-Sperre, keine Einzahlungslimits, keine deutsche Aufsicht, kein Beschwerdeweg. Für Spieler, die auf den Schutzrahmen Wert legen, ist die Whitelist der einzige Maßstab.

Häufige Fragen

Wann läuft der Davis Cup 2026, und welche Länder sind für das Final 8 qualifiziert?

Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026. Die 1. Qualifikationsrunde wurde vom 5. bis 8. Februar ausgetragen, die 2. Qualifikationsrunde vom 18. bis 20. September. Für das Final 8 sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien qualifiziert; Italien tritt als Titelverteidiger und Gastgeber an.

Wie wird eine Wette auf den Ausgang eines Länderduells abgerechnet, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist?

Sobald eine Mannschaft drei Siege erreicht hat, entfallen die restlichen Partien. Wetten auf das Gesamtergebnis (3:0, 3:1, 3:2 oder Sieg Mannschaft A/B) werden mit dem tatsächlichen Endstand abgerechnet, nicht mit dem hypothetischen Verlauf der ungespielten Partien. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Events ausgezahlt, wie der Glücksspielstaatsvertrag vorschreibt.

Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter für Davis-Cup-Wetten in Deutschland erlaubt ist?

Die amtliche Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist die einzige verlässliche Quelle. Sie wird unter glücksspiel-behoerde.de veröffentlicht und listet alle Anbieter mit gültiger Erlaubnis samt Domain, Inhaber und Datum der Erteilung. Eine .de-Domain allein beweist keine Lizenz, und eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Gültigkeit.

Welche Live-Wetten sind bei Tennis in Deutschland erlaubt, und warum sind Wetten auf den nächsten Punkt ausgeschlossen?

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind Live-Wetten während eines laufenden Events nur auf das Endergebnis oder auf seltene Komponenten erlaubt. Für Tennis bedeutet das: Wetten auf den nächsten Satz oder das Spielergebnis sind zulässig, Wetten auf den nächsten Punkt nicht. Der Grund ist die Manipulationsanfälligkeit: Punkte sind in Tennis so häufig, dass eine Wette darauf kaum kontrollierbar wäre. Diese Regel gilt für alle lizenzierten Anbieter gleichermaßen.

Was bedeutet die Marge des Buchmachers, wenn Quoten bei Länderduellen verglichen werden, und wie wirkt die Sportwettensteuer von 5,3 %?

Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem gesetzten Euro im Durchschnitt behält. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1,90/1,90 ergibt sich eine Marge von 5 %. Ein Vergleich der Marge zwischen Anbietern ist nur sinnvoll, wenn dieselbe Begegnung, derselbe Markt und derselbe Zeitpunkt verglichen werden. Die Sportwettensteuer von 5,3 % auf den um die Steuer reduzierten Einsatz (≈ 5,03 % des Bruttoeinsatzes) wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Ob und wie der Anbieter sie an die Quote anpasst, variiert.

Was unterscheidet beim Anbietervergleich Mindestquote und Umsatzbedingungen eines Bonus von der Höhe der Bonussumme?

Die Bonushöhe ist der sichtbarste Wert, aber selten der entscheidende. Ein 100-€-Bonus mit 10× Umsatz und Mindestquote 2,00 verlangt 1.000 € Einsatz bei Wetten mit Quote ≥ 2,00. Wer nur Einzelwetten auf Favoriten mit Quote 1,30 platziert, erfüllt die Bedingung nie. Die entscheidenden Größen sind der Umsatzfaktor, die Mindestquote und die Frist. Ein niedrigerer Bonus mit besserem Umsatzfaktor kann günstiger sein als ein höherer Bonus mit harten Bedingungen.

Inhalt erstellt vom Team «laenderspielwetten.com»