Biathlon-Wetten online: was erlaubt ist, was es kostet und wer es anbietet
Aktualisiert am 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 02.10.2026).
Wer im Winter auf Biathlon wetten will, trifft in Deutschland auf einen eng zugeschnittenen Markt: Eine kleine Zahl von Anbietern besitzt die Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, viele weitere locken auf eigene Faust. Wer ohne diese Erlaubnis spielt, hat keinen Zugriff auf OASIS oder das LUGAS-Einzahlungslimit, und die zivilrechtliche Rückforderung ist eine offene Frage vor dem Europäischen Gerichtshof. Wer mit Erlaubnis spielt, zahlt dafür mit einer 5,3-prozentigen Wettsteuer, einer Obergrenze von 1.000 € pro Monat und einem verkleinerten Livewettenmenü. Biathlon-Wetten bieten für jeden Spieltyp einen eigenen Zugang: von der simplen Siegerwette auf die Favoritin bis zum komplexen Wettkonfigurator.

Der zweite Blickwinkel gehört den Quoten. Jede Wettquote enthält eine Marge des Anbieters, und jede Wette auf eine Biathletin, einen Staffelwechsel oder die Zahl der Fehlschüsse läuft über dieselbe Mechanik. Wer versteht, wie aus drei Quoten ein Markt und aus vielen Märkten ein Buchmacher wird, liest Angebote kühner und fällt weniger auf das Marketing herein, das „risikofrei“ oder „beste Quote“ dazuschreibt. Genau dort setzt der Text an.
Was den deutschen Markt für Biathlon-Wetten prägt
Biathlon ist ein Randsport im Wettkalender. Fußball, Tennis und Basketball tragen einen Großteil des Volumens, und Biathlon ist die Wintersportart, in der die Wettquote der Siegerin eines Rennens vom Weltcup-Fahrplan abhängt, nicht vom Bundesliga-Spieltag. Die Folge: Wenige Anbieter listen alle Disziplinen und Runden, die IBU-Vorjahresergebnisse sind nicht überall verfügbar, und die Livewetten konzentrieren sich auf Rennen mit kurzen Schießpausen. Wer im Januar oder Februar einen Tipp abgeben will, sollte das Wettprogramm einen Tag vor dem Rennen prüfen. Wer im Sommer sucht, sucht womöglich vergebens.

Das passt zur Realität einer Sportart, die ohne nennenswerte deutsche Klubstruktur auskommt. Der Biathlon-Weltverband IBU organisiert seit 1993/94 eigene Weltcup-Runden, die Spitzenathletinnen und -athleten treten für Nationalverbände an, und die Wettbasis sind die Ergebnisse der UIPMB-Ära davor und der IBU-Saisonbücher seit 1994/95. Die deutschen Sender übertragen die Rennen live, was die Wetten für heimische Zuschauer überhaupt erst zu einem vertrauten Gegenstand macht.
Drei Eigenheiten bestimmen den Biathlon-Wettmarkt überproportional stark: das Schießen, das Wetter und die Tagesform. Das Schießen entscheidet mehr Rennen als das Skaten, der Wind am Schießstand entscheidet mehr Schießeinlagen als das Training, und eine Erkältung in der Woche vor dem Rennen kann eine Woche Vorbereitung zunichtemachen. Die Quoten der Buchmacher spiegeln das, indem sie auf die Favoriten mit niedrigen Quoten, das Mittelfeld mit mittleren und die Außenseiterinnen mit hohen Quoten reagieren.
Schießen und Rennformat als Grundlage der Quote
Das Regelwerk legt vier Faktoren fest, die jede Ableitung einer Quote berühren: die Distanz zum Schießstand, die Größe der Trefferfläche, die Strafrunde pro Fehlschuss und die Wertung im Weltcup. Aus diesen vier Faktoren entsteht der Grund, warum eine Wette auf den Sieger eines Sprints anders kalkuliert ist als eine Wette auf den Sieger eines Massenstarts.

Die Schießstände stehen 50 Meter vom Schützen entfernt, das Liegendschießen trifft auf eine Scheibe mit einem Durchmesser von 4,5 cm, das Stehendschießen auf eine Scheibe mit 11,5 cm. Im Sprint, in der Verfolgung, im Massenstart und in der Staffel kostet jeder Fehlschuss eine Strafrunde von 150 m. In der Single-Mixed-Staffel sind es 75 m, im Einzelrennen wird pro Fehlschuss eine Strafminute aufaddiert. Wer auf das Podium tippt, muss also den Schießstand miteinpreisen, nicht nur die Skilege. Wer auf eine fehlschussreiche Läuferin setzt, sollte sich ansehen, wie sie bei ihren letzten Schießeinlagen stand.
Seit der Saison 2022/23 gibt es für den Sieg in einem Einzelrennen 90 Weltcup-Punkte. Von 2008/09 bis 2021/22 waren es 60. Die Erhöhung verschiebt die Aussagekraft von Vorjahresranglisten und damit die Aussagekraft der statistischen Werte, die Buchmacher in ihre Modelle einspeisen. Eine Quote auf den Gesamtweltcupsieg 2026/27 baut auf jüngeren Ergebnissen auf als eine auf einen Podiumsplatz bei den Weltmeisterschaften in Oslo. Läuferinnen, die in der ersten IBU-Generation nach 1993/94 in den Weltcup kamen, fallen beim Modell mit niedrigerer Punktwertung heraus.
Weltcup-Disziplinen und ihr Wettangebot
Der Weltcup trägt sieben Disziplinen: Einzel, Sprint, Verfolgung, Massenstart, Staffel, Mixed-Staffel und Single-Mixed-Staffel. Jede Disziplin hat einen eigenen Markt, und nicht jeder Buchmacher öffnet jeden Markt über die ganze Saison. Die Königsdisziplin für Wettende ist der Sprint: kurze Distanz, klare Favoritenlage, vergleichsweise kurze Zeit zwischen Start und Zieleinlauf, oft eine Schießeinlage im Stehen, die das Rennen entscheidet. Die Verfolgung nimmt das Ergebnis des Sprints mit und verteilt die Quoten entsprechend.
Der Massenstart ist für Außenseiterwetten attraktiv: 30 Athletinnen starten gemeinsam, ein Fehlschuss beim letzten Schießen kostet eine Strafrunde von 150 m und verschiebt das Klassement. Die Einzelwettdisziplin verlangt vom Buchmacher eine sehr genaue Schätzung: Vier Schießeinlagen, fünf Strafminuten potenziell, 20 km bei den Männern, 15 km bei den Frauen. Staffel- und Mixed-Staffel-Wetten werden oft als Siegerquote, gelegentlich mit Handicap, angeboten. Die Single-Mixed-Staffel mit drei Zusatzschuss und 75-m-Strafrunde pro Fehlschuss ist die jüngste Disziplin und beim Wettvolumen kleiner.
Rekordwerte, die Buchmacher kennen
Die deutschen Buchmacher haben für jeden Athleten eine Datei mit Vorjahresergebnissen, Schießstatistik und Weltcup-Punkten. Drei Werte tauchen quer durch alle Modelle auf: die Gesamtweltcup-Punkte über die letzten drei Saisons, die Trefferquote am Schießstand und die durchschnittliche Platzierung bei den letzten zehn Rennen auf der gleichen Loipe. Diese Werte fließen in eine Quote ein, deren Marge sich am Quotenformat der anderen Buchmacher orientiert. Wer einen Tipp abgeben will, hat mit diesen drei Werten denselben Anfang wie der Buchmacher. Den Rest machen die Aktualität der Verletzungen und das Wetter.
Rechtliche Lage: GGL-Erlaubnis und ihre Folgen
In Deutschland ist die Rechtslage für Sportwetten einfach zu beschreiben und schwer zu beachten. Erlaubt ist eine Wette nur, wenn der Veranstalter eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder besitzt. Die Erlaubnis steht auf der Whitelist der Behörde, die amtlich als „Übersicht der erlaubten Glücksspielanbieter“ geführt wird und seit dem 1. Juli 2021 unter dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 in Kraft ist. Eine Wette auf Bpremium.de, Tipico.de oder einem anderen Whitelist-Domain ist erlaubt; eine Wette auf einer Domaingo, deren Betreiber in Curaçao lizenziert ist, ist es nicht.
Die Behörde sitzt in Halle (Saale) und führt 30 Einträge in ihrer Whitelist, davon 27 mit einer Sportwetten-Erlaubnis. Eine Erlaubnis läuft nach dem Glücksspielstaatsvertrag fünf Jahre, was die Whitelist als Ausstellungsdatum, nicht als Ablaufdatum führt. Eine .de-Domäne allein beweist nichts: 30 erlaubte und eine unbekannte Zahl nicht erlaubter Anbieter tragen eine .de-Domäne. Wer sicher gehen will, prüft die Domäne auf der Whitelist.
Was beim Anbieter ohne Erlaubnis passiert
Die Behörde hat am 17. September 2026 vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt und parallel einen Vollzugsangriff auf nicht erlaubte Anbieter in Milliardenhöhe begrüßt. Die Warnung steht in einem Beschluss, der den Vollzug gegen nicht zugelassene Anbieter verdeutlicht. Wer dort spielt, ist nicht strafbar – § 285 StGB sieht für die Teilnahme bis zu sechs Monate Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe vor, doch wird in der Praxis niemand verfolgt –, aber er hat kein OASIS, kein LUGAS-Limit, keine Insolvenzsicherung und im Konfliktfall keinen deutschen Rechtsweg gegen einen Anbieter im Ausland.
Die zivilrechtliche Lage ist offen. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verlust aus Wetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) es für grundsätzlich möglich gehalten, dass Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden können – Ausnahme: Eine Behörde hat zugesichert, die Erlaubnispflicht vorerst nicht durchzusetzen. Bis der EuGH entscheidet, ist die Erstattung eine offene Frage, kein Versprechen.
Wer in Deutschland eine Lizenz hat und wer nicht
Die Sportwetten-Erlaubnis für die hier besprochenen zehn Buchmacher ist im Forschungsbeleg festgehalten. Bet365.de wird über die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta geführt; die Whitelist der GGL weist die Erlaubnis seit dem 2. Oktober 2026 nach. Tiptorro.de, die App hinter Tipico, läuft über die Torro Tec Limited, Malta; die App-Beschreibung im App Store spricht von einem „behördlich zugelassenen Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder“. Betway.de wird von der Betway Limited getragen, die App-Beschreibung nennt den Cash-Out unter „Meine Wetten“ und einen Konfigurator+ für Fußballspiele. Vbet.de gehört der SCGO Limited mit Sitz in Portomaso, St. Julian’s, Malta; die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023.
Tipico.de läuft über die Tipico Co. Limited, DAZN Bet über die DZBT Operations Limited in Zebbug, Malta, mit Erlaubnis seit dem 22. August 2023. Leovegas.de wird über die LVSports Limited geführt, deren Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21. Oktober 2024 besteht. Tipwin.de gehört der Tipwin Limited, die seit dem 9. Oktober 2020 eine Erlaubnis hat und ihre Partnerschaft mit dem Deutschen Basketball Bund bis Ende 2026 verlängert hat – ein Hinweis auf Sport-Sponsoring, nicht auf eine Biathlon-Partnerschaft. Sportwetten.de läuft über die NetX Betting Limited in Birkirkara, Malta. Wettarena.de wird über die I.B.C. Sportsbetting Limited in Sliema, Malta angeboten, deren Allgemeine Geschäftsbedingungen das im Hilfecenter angeben.
Wettsteuer: 5,3 Prozent – und an welcher Basis
Die Wettsteuer ist eine deutsche Besonderheit. Sie steht in §§ 16–25 RennwLottG und beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Wettsteuer selbst“ (§§ 17, 18). Praktisch bedeutet das: Wer 100 € einzahlt, sind 5,03 € Steuer und 94,97 € Wetteinsatz. Wer „5,3 % vom Einsatz“ liest, liest eine Zahl, die sich auf den Einsatz abzüglich der Steuer bezieht (rund 5 % des eingezahlten Betrags) – ein Wert, den viele Buchmacher als vereinfachte Angabe in ihren Fußnoten führen.
Die Steuer schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende (§ 19). Ob und wie der Buchmacher sie an die Kundschaft weitergibt, entscheidet der Buchmacher selbst. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Gewinn ab, manche verrechnen sie im Quote-Aufschlag, manche schlucken sie und werben mit „0 % Wettsteuer“. Was die Steuer für den eigenen Tipp bedeutet, hängt also vom Anbieter ab, nicht vom Markt oder von der Quote.
Das hat zwei Konsequenzen: Wer eine 2,10-Quote bei einem Anbieter sieht, der die Steuer vom Gewinn abzieht, bekommt weniger ausgezahlt als bei einem Anbieter, der sie schluckt; und wer die Anbieter nach „bester Quote“ sortiert, sollte die Steuerbasis mit sortieren, sonst vergleicht man Äpfel mit Birnen. Wer die Erstattung erwartet, sollte die AGB des Anbieters vor der Anmeldung prüfen – beim deutschen Gesetzesrahmen ist die Erstattung nicht ausgeschlossen, aber die Höhe hängt vom Anbieter ab.
Werbung, Sponsoring und die 5,3 %
Werbung für Sportwetten ist in Deutschland nur Anbietern mit Erlaubnis erlaubt (§ 5 Abs. 7). Für Sportwetten gelten weniger strenge Werbezeiten als für Slots und Online-Casino – das Werbeverbot von 06:00 bis 21:00 Uhr trifft Sportwetten nicht. Was verboten bleibt: Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Ereignisses auf demselben Kanal, Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären und Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).
Bonushöhen, Mindestquoten und Umsatzbedingungen kommen aus den AGB des Anbieters. Der Glücksspielstaatsvertrag schreibt keine Obergrenze und keinen Mindestumsatz für Sportwetten-Boni vor. Wer einen Bonus annimmt, ein Freiwett-Angebot einlöst oder eine Quotensteigerung mitnimmt, schließt einen Vertrag mit dem Anbieter – der Anbieter bestimmt die Regeln, der Staat überwacht die Lizenz.
Spielerschutz: OASIS, LUGAS und das 1.000-€-Limit
Wer in Deutschland auf Biathlon wettet, betritt ein Schutzsystem, das vier Mechaniken kombiniert: das Mindestalter, das Einzahlungslimit, die Sperrdatei OASIS und den Panikbutton. Jede Mechanik adressiert ein anderes Risiko, und jede kostet den Wettenden eine kleine Einschränkung.
Wer mitmachen darf
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3). Ein Anbieter muss jeden Kunden bei der Registrierung und beim Login durch das OASIS-System prüfen und den Zugang sofort sperren, wenn ein Sperreintrag vorliegt. Drei Monate Mindestsperrdauer bei Selbstausschluss mit Fristangabe, ein Jahr ohne Fristangabe – danach kann die Sperre mit einer Wartefrist aufgehoben werden. Offshore-Anbieter sind an OASIS nicht angeschlossen, sie haben keine deutsche Sperrdatei und keine Sperrverpflichtung. Wer dort spielt, kann sich nicht ausschließen lassen, und wer ausgeschlossen ist, ist dort nicht zu sehen.
Ein Konto, eine Verifizierung, 1.000 € im Monat
Ein Anbieter darf pro Person nur ein Konto führen (§ 6a). Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter für höchstens 72 Stunden spielen lassen, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlung. Danach verlangt das Geldwäschegesetz die Identitätsprüfung, und die Auszahlungen werden freigeschaltet.
Das Einzahlungslimit ist nach § 6c Abs. 1 mit 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg vorgegeben. Die Limitdatei heißt LUGAS und wird zentral geführt. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Kunden ein höheres Limit setzen – bis zu 10.000 €, in Sonderfällen bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Kundinnen –, aber nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit; eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Herabsetzung gilt sofort, eine Anhebung frühestens nach sieben Tagen.
Panikbutton, Parallelwette und Parallelverbot
Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst sofort eine 24-Stunden-Sperre aus. Sie wird über die Anbieter-Website oder die App aktiviert und gilt sofort, ohne Rückfrage. Danach greift die OASIS-Sperre, falls eine vorliegt; andernfalls kann die Sperre über die Anbieter-Hotline oder das Sperrsystem verlängert werden.
Das Parallelwettverbot (§ 6h) verhindert, dass ein Kunde zur selben Zeit bei mehreren lizenzierten Anbietern dieselbe Wette oder sich gegenseitig ausschließende Wetten platziert. Die Aktivitätsdatei in LUGAS prüft das zentral. Wer dies versucht, läuft in eine Meldung und in eine Sperre, die mehrere Anbieter gleichzeitig betreffen kann.
Zahlungen: eigenes Konto, kein anonymer Zahlweg
Nur Zahlungsmittel, die auf ein Konto lauten, das im eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut geführt wird, dürfen für Einzahlungen verwendet werden (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Produkte – sind ausgeschlossen. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist eine Sache seiner AGB; der Rahmen aber ist deutsch und eng: Kreditkarte, Banküberweisung, Sofort, PayPal, giropay und ähnliche.
Das Guthaben der Spielenden liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird der Restbetrag innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7). Eine Auszahlungsgebühr bei regulären Methoden darf ein lizenzierter Anbieter in der Praxis nicht erheben, sofern das Konto wie üblich geschlossen wird.
Wettarten und Quoten: Was eine Biathlon-Wette trägt
Wer bei einem lizenzierten Anbieter auf Biathlon wettet, bekommt eine Reihe von Wettmärkten angezeigt: Sieger, Podium, Top-Ten, Geschlechtervergleich, Head-to-Head zweier Athletinnen, Sieger einer Nation, Sieger einer Staffel. Die Mechanik hinter jeder Quote ist gleich: drei oder mehr Ausgänge, jeder mit einer Quote versehen, die Summe der Kehrwerte bestimmt den Auszahlungsschlüssel, und 100 minus Auszahlungsschlüssel ist die Marge.
Siegerwette, Podiumswette, Top-Platzierungen
Die Siegerwette ist die einfachste Form: Wer gewinnt das Rennen? Die Quote liegt je nach Favoritenlage zwischen 1,10 und 30,00. Die Favoritenquote enthält die größte Marge, weil viele Tipps auf Favoriten gehen und der Buchmacher dort am einfachsten verdient. Eine Außenseiterwette hat nominell die höchste Quote, aber die Marge ist konstant.
Die Podiumswette schließt die ersten drei Plätze ein. Die Quote ist niedriger als bei der Siegerwette, weil die Trefferchance höher ist. Wettende, die auf Formkonstanz setzen, nehmen die Podiumswette; Wettende, die auf einen Tagesform-Sprung setzen, bleiben bei der Siegerquote.
Top-10- und Top-20-Wetten lohnen sich für Tipps auf Mittelfeldläuferinnen mit konstanter Platzierung. Wer ein bestimmtes Saisonprofil erwartet – gleichmäßig zwischen 6. und 14. Platz –, ist mit Top-10-Wetten besser bedient als mit Siegerwetten. Buchmacher staffeln die Quoten entsprechend dem Mittelfeld-Risiko.
Head-to-Head und Nationen-Wetten
Head-to-Head-Wetten vergleichen zwei Athletinnen in einem Rennen: Wer kommt weiter vorne ins Ziel? Die Quote liegt nahe 1,80 bis 2,20, weil der Ausgang nahe 50:50 ist. Die Marge ist kleiner als bei der Siegerwette, weil das Modell nur zwei Ausgänge hat, aber die beiden Ausgänge sind im Modell nie gleichwertig, also liegt die wahre Quote bei 1,70 bis 2,40 je nach Kräfteverhältnis. Wer zwei Läuferinnen identifiziert hat, die nahe beieinander liegen, kann hier eine sinnvolle Wette finden.
Nationen-Wetten sind im Staffelformat beliebt: Wer gewinnt die Männer-Staffel? Die Quote ist ähnlich wie beim Sieger eines Renngeschehens, aber der Buchmacher hat 20 Ausgänge statt 60. Die Marge ist tendenziell kleiner. Wer seine Lieblingsnation identifiziert hat, kann hier einen Wert finden.
Handicap und Kombiwetten
Handicap-Wetten gleichen Kräfteunterschiede aus: Eine Läuferin bekommt eine virtuelle Zeitgutschrift, die andere muss sie aufholen. Im Biathlon ist das ungewöhnlich, weil die Rennstruktur kurz und der Ausgang binär ist. Die meisten Buchmacher bieten keine Handicap-Wetten auf Sprint oder Massenstart an.
Kombinationswetten multiplizieren die Quoten. Aus drei Quoten wird ein Produkt. Wer drei Auswahlen mit Quote 2,00, 1,80 und 2,40 kombiniert, bekommt eine Gesamtquote von 8,64. Die Marge ist die Multiplikation der Margen – eine Kombi von drei Märkten mit je 5 % Marge hat effektiv etwa 14 % Marge, weil sich die Margen multiplikativ zusammensetzen. Kombiwetten sind die Lieblingswette vieler Anbieter im Marketing, weil die hohe Gesamtquote das Risiko verschleiert.
Quoten und Margen im Biathlon konkret
Eine angenommene Wette mit zwei Ausgängen zu je 1,90 illustriert die Mechanik. Der Auszahlungsschlüssel berechnet sich als 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ 1,053 = 94,96 %. Die Marge liegt bei etwa 5 %. Bei drei Ausgängen (Siegerquote, Podium, Außenseiter) zu 1,30, 2,00 und 8,00 ergibt 1 ÷ (1/1,30 + 1/2,00 + 1/8,00) = 1 ÷ 1,395 = 71,68 %, die Marge bei rund 28 %. Das ist eine Bandbreite: Zwei-Wege-Märkte liegen im Schnitt bei etwa 5 % Marge, Märkte mit vielen Ausgängen können 25 % und mehr erreichen.
Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher im Mittel pro Euro Einsatz behält. Wer auf Dauer wettet, verliert im Mittel die Marge. Wer eine einzelne Wette platziert, kann trotz Marge gewinnen – die Marge ist ein statistisches Mittel, keine Garantie. Wer wissen will, wie sein Anbieter im Vergleich liegt, vergleicht die Margen identisch strukturierter Märkte, nicht die nominalen Quoten.
Im Biathlon ist die Margenstruktur interessant, weil die Favoritenquote sehr tief liegt (1,10 bis 1,30 für die Top-Drei), die Mittelfeldquote mittel (3,00 bis 8,00) und die Außenseiterquote hoch (15,00 und mehr). Bücher mit vielen Favoritenerfolgen haben ihre Marge fast vollständig im Favoritenmarkt; Bücher mit Überraschungen holen die Marge über die Außenseiterquoten herein. Die Mittelwerts-Marge ist die relevante Größe.
Livewetten im Biathlon
Livewetten sind während eines Rennens möglich – das Schießen am Schießstand ist ein prägnanter Moment –, aber die Livewettmärkte unterliegen der § 21 Abs. 4-Regel. Eine Livewette auf den nächsten Fehlschuss, die nächste Strafrunde oder den nächsten Schießdurchgang gehört nicht zu den erlaubten Märkten. Erlaubt sind Siegerwetten und – je nach Anbieter – Wetten auf das Podium während des Rennens.
Cash-Out ist ein operatormerkmal, kein gesetzliches Merkmal. Ein Buchmacher kann Cash-Out anbieten, ein anderer nicht; beides ist mit dem deutschen Recht vereinbar. Die Betway-App zeigt Cash-Out mit einem grünen Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert wird angezeigt, eine Teilauszahlung ist möglich. Tipico bewirbt „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein, Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Die Funktionalität variiert also von Anbieter zu Anbieter.
Wie viel ein Tipp im Schnitt kostet
Wer 10 € auf eine Quote von 1,90 setzt und gewinnt, bekommt 19 € ausgezahlt, davon 10 € Einsatz zurück und 9 € Gewinn. Das ist die Standardrechnung: Auszahlung = Einsatz × Quote, Gewinn = Auszahlung − Einsatz. Bei einer Quote von 8,00 auf einen Außenseiter bekommt man 80 € ausgezahlt.
Diese Rechnung setzt voraus, dass die Wettsteuer bereits im Quote-Aufschlag enthalten ist oder dass der Anbieter sie schluckt. Zieht der Anbieter die Steuer direkt vom Gewinn ab, sind es statt 9 € Gewinn nur 9 € − 5,3 % = 8,52 € Gewinn, und statt 80 € Auszahlung sind es nur 79,50 €. Der Unterschied ist klein in Prozent, aber er addiert sich bei vielen Wetten.
Wer wissen will, was eine Wette wirklich kostet, rechnet die Marge des Marktes mal den eigenen Umsatz. Wer 1.000 € im Jahr setzt und in Märkten mit durchschnittlich 6 % Marge spielt, verliert statistisch 60 € – ohne die Wettsteuer, ohne den Bonusumsatz, ohne den persönlichen Buchverlust durch Pech. Die 60 € sind das, was die Marge kostet, nicht der persönliche Verlust. Wer 100 € im Monat setzt, verliert statistisch 6 € im Monat – im Mittel über das Jahr. Große Beträge setzen heißt, sich auf den statistischen Verlust einlassen.
Sportarten und Turniere: Was den Biathlon-Wettkalender füllt
Der Biathlon-Kalender ist eng getaktet. Der Weltcup läuft von November bis März, die Weltmeisterschaft im Februar, die Olympischen Spiele alle vier Jahre mit Biathlon im Programm. Im Sommer ist das Wettprogramm dünn, im Winter ist es dicht. Wer im Juni tippt, hat wenige Märkte; wer im Januar tippt, hat jede Woche neue Wetten.
Weltcup 2026/27 und der Saisonstart
Der IBU-Weltcup 2026/27 beginnt traditionell Ende November in Östersund oder im finnischen Kontiolahti. Die Eröffnungswoche trägt Sprint und Einzel, später folgen Verfolgung und Massenstart. Der Massenstart ist die Königsdisziplin der TV-Übertragung – ARD und ZDF übertragen am Samstag und Sonntag live. Wer im deutschen Fernsehen Biathlon schaut, sieht den Massenstart.
Die Saison endet im März mit dem Gesamtweltcup-Finale. Dort werden die „großen Kristallkugeln“ vergeben – an die Gesamtsiegerin und den Gesamtsieger nach Weltcup-Punkten. Rekordsieger sind bei den Männern Martin Fourcade (7) und bei den Frauen Magdalena Forsberg (6). Für die laufende Saison sind das die historischen Marken, nicht die zu erwartenden Sieger.
Weltmeisterschaften und ihre Rolle
Die ersten Biathlon-Weltmeisterschaften der Männer fanden 1958 in Saalfelden, Österreich, statt, die der Frauen 1984, seit 1989 werden sie gemeinsam ausgetragen. Die WM ist alle zwei Jahre, in geraden Jahren, parallel zur Wintersaison. 2024 fanden sie in Nové Město statt, 2025 in Lenzerheide, 2026 in Oslo – die Ansetzungen gibt der IBU-Kalender vor. Die Weltmeisterschaft ist ein eigenständiger Wettanlass, nicht Teil des Weltcups. Wer eine Wette auf WM-Medaillen platziert, wettet auf einen separaten Markt.
Olympia und der Vier-Jahres-Rhythmus
Biathlon gehört seit 1960 zum olympischen Programm, das erste Männer-Rennen war das 20-km-Einzel. Frauen traten erstmals 1992 in Albertville olympisch an. Olympia ist alle vier Jahre; 2026 in Mailand-Cortina, 2030 in den französischen Alpen. Die olympischen Rennen tragen Weltcup-Punkte in der jeweiligen Saison und werden als separate Märkte angeboten.
Der Vier-Jahres-Rhythmus verzerrt die Datengrundlage: Eine Athletin, die alle vier Jahre bei Olympia ist, hat weniger Olympia-Ergebnisse als Weltcup-Ergebnisse. Wer die Quote für den olympischen Sprint liest, vergleicht eine kleine Stichprobe.
Nations Cup, Mixed-Formate und die IBU
Die IBU organisiert neben dem Weltcup einen Mixed-Weltcup und einen Nations Cup. Die Staffelformate – Männer, Frauen, Mixed, Single-Mixed – sind eigene Märkte, oft mit kleinerem Volumen, aber höherer Quote, weil die Buchmacher weniger Daten über die Staffelkonstellationen haben. Wer eine Überraschung in einer Mixed-Staffel sucht, kann hier fündig werden.
Wettbasis und externe Daten
Die Wettbasis eines Anbieters ist die Summe der Daten, die er zur Quotenberechnung verwendet: Vorjahresergebnisse, Schießstatistik, Weltcup-Punkte, Wettervorhersage, Startliste. Wettangebote ohne solide Wettbasis – etwa ein Buchmacher mit dünnem Biathlon-Programm – haben höhere Margen, weil sie auf weniger Wissen setzen. Wer ein Angebot vergleicht, achtet auf die Tiefe der Märkte und auf die Quote der Top-Drei, nicht nur auf die Anzahl der Disziplinen.
Die Top-10 der lizenzierten Biathlon-Anbieter
Die folgende Tabelle ordnet zehn Anbieter nach der Erlaubnis der GGL. Die Auswahl folgt der Reihenfolge der Whitelist und nicht einer Wertung – Wertungen kommen in der einzelnen Besprechung. Alle zehn Anbieter sind im Forschungsbeleg erfasst.
| Anbieter | Whitelist-Status | Erlaubnisinhaber | Sportwetten seit |
|---|---|---|---|
| bpremium | Erlaubt | Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Erlaubt | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| Betway | Erlaubt | Betway Limited | 09.03.2021 |
| VBet | Erlaubt | SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Tipico | Erlaubt | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| DAZN Bet | Erlaubt | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| LeoVegas | Erlaubt | LVSports Limited | 21.10.2024 |
| Tipwin | Erlaubt | Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| Sportwetten.de | Erlaubt | NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| Wettarena | Erlaubt | I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020 |
Die Tabelle zeigt die lizenzierten Marken zum Stichtag 02.10.2026. Eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; die Whitelist führt das Ausstellungsdatum, nicht das Enddatum. Wer die Erlaubnis prüfen will, geht auf die Whitelist der GGL und vergleicht die Domäne mit der URL, an der die Anmeldung erfolgt. Nur die in der Whitelist genannte Domäne darf Sportwetten annehmen.
bpremium: bewährter Marktbegleiter mit britischer Lizenztradition
Bpremium.de wird über die Ladbrokes (Deutschland) Limited betrieben, die in Malta unter der Registernummer C92799 geführt ist und ihren Sitz in Gzira hat. Die Marke steht seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022 auf der Whitelist. bpremium ist die deutsche Ausprägung einer internationalen Buchmachertradition und richtet sich an Wettende, die das britische Quotenniveau gewohnt sind.
Das Wettprogramm ist breit, mit Fußball, Tennis und Wintersport als Kern; Biathlon ist als Wintersportart im Programm, nicht als Schwerpunkt. Die Quoten liegen auf einem Niveau, das bei Fußball als wettbewerbsfähig gilt, bei Biathlon weniger dokumentiert ist. Wer Biathlon wettet, sollte das Tagesangebot prüfen, nicht das Markenversprechen.
Für den deutschen Markt ist bpremium eine seriöse Adresse mit langer Whitelist-Geschichte. Wer eine Wettbasis ohnehin überwiegend aus britischen Quoten kennt, findet hier sein vertrautes Format.
Tiptorro: die Tipico-App unter eigenem Namen
Tiptorro.de ist die direkte Marke hinter der Tipico-App; im App Store wird die Tiptorro-App von der Torro Tec Limited (Malta) angeboten, die sich als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder“ beschreibt. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Tiptorro ist die Plattform hinter dem mobilen Wettschein, Tipico ist der Markenname für viele Kunden.
Das Programm ist ähnlich wie Tipico: Fußball, Tennis, Basketball und Wintersport, Biathlon als Teil des Wintersportangebots. Tiptorro lebt vom mobilen Zugang und vom Cash-Out, der in der App sofort sichtbar ist.
Wer eine mobile-first Biathlon-Wette sucht und die Tipico-Welt kennt, ist mit Tiptorro gut bedient.
Betway: internationaler Anbieter mit Cash-Out-Komfort
Betway.de wird von der Betway Limited betrieben und ist seit dem 9. März 2021 auf der Whitelist, mit einer Folgeerlaubnis am 23. Dezember 2022. Die App-Beschreibung im App Store nennt den Cash-Out unter „Meine Wetten“: Das grüne Symbol erscheint, der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Zusätzlich gibt es einen Konfigurator+ für Fußballspiele – Fußball lastig, nicht Biathlon-lastig.
Biathlon ist im Programm, aber nicht in der Breite von Fußball. Livewetten und Cash-Out stehen zur Verfügung, so dass der Wettschein dynamisch bleibt. Für Wettende, die Cash-Out schätzen, ist Betway eine brauchbare Anlaufstelle.
Betway richtet sich stärker an Kunden, die den britisch-internationalen Stil kennen. Biathlon-Wettende finden das Angebot solide, aber nicht vertieft.
VBet: osteuropäische Wurzeln mit GGL-Erlaubnis seit 2023
Vbet.de wird von der SCGO Limited mit Sitz in Portomaso, St. Julian’s, Malta, betrieben. Die GGL-Erlaubnis für Sportwetten besteht seit dem 5. Dezember 2023 – die jüngere Erlaubnis im Set. Der Hintergrund der Marke liegt in Osteuropa; in Deutschland tritt VBet als Nischenanbieter auf.
Das Wettprogramm ist breit, mit Schwerpunkt auf Fußball, Tennis, Basketball und E-Sport. Biathlon ist verfügbar, die Quoten sind üblich, aber nicht ausgewiesen margenstark. VBet bietet Livewetten und Cash-Out, aber keine eigene Streaming-Plattform für Biathlon.
Für Biathlon-Wettende ist VBet eine zweite Adresse, nicht die erste. Wer ohnehin VBet nutzt, weil er aus Osteuropa kommt oder dort schon Kunde war, hat eine lizenzierte Anlaufstelle in Deutschland.
Tipico: der deutsche Marktführer mit Cash-Out als Aushängeschild
Tipico.de ist die bekannteste deutsche Marke. Die App wird im App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten; die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022. Tipico bewirbt „Tipico Cashout“ als „Kontrolle über den Wettschein“ und Live-Wetten auch während eines Fußballspiels.
Das Wettprogramm ist breit, Biathlon ist enthalten. Die Quoten liegen im deutschen Marktdurchschnitt. Tipico ist die Marke, die der durchschnittliche deutsche Biathlon-Wettende zuerst kennt, weil sie die Werbung in der Bundesliga-Pause trägt. Wer keine Marke kennt, wählt Tipico.
Für Biathlon-spezifische Tiefe muss man aber zu anderen Anbietern schauen. Tipico ist ein guter Allrounder, kein vertiefter Biathlon-Spezialist.
DAZN Bet: Streaming-Anbieter mit Wettangebot
Daznbet.de wird von der DZBT Operations Limited in Zebbug, Malta, betrieben. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 22. August 2023. DAZN ist vor allem als Streaming-Anbieter bekannt; das Wettangebot ist jünger und kleiner als das von Tipico, hat aber den Vorteil, dass Biathlon-Live-Streams bei DAZN laufen und die Wette im selben Konto liegt.
Biathlon ist im Programm, aber nicht in der Tiefe von Tipico. Die Quoten sind wettbewerbsfähig, das Cash-Out ist verfügbar. Wer ohnehin DAZN streamt, hat eine logische Anlaufstelle für die Wette.
Für reine Biathlon-Wetten ohne DAZN-Abo ist DAZN Bet eine Option, nicht ein Muss.
LeoVegas: Casino-Wurzeln mit neuer Sportwetten-Erlaubnis
Leovegas.de wird von der LVSports Limited betrieben. Die Whitelist führt die Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21. Oktober 2024 – die jüngste Erlaubnis im Set; für virtuelle Automatenspiele besteht die Erlaubnis seit dem 27. Februar 2023. LeoVegas ist primär ein Casino-Anbieter mit schwedischen Wurzeln; das Sportwettprogramm ist eine Ergänzung, keine Kernkompetenz.
Biathlon ist im Programm, aber nicht das Hauptfeld. Die Quoten folgen dem Markt, das Cash-Out ist verfügbar. Wer aus dem Casino-Bereich kommt und Sportwetten beiläufig mitnehmen will, findet bei LeoVegas eine lizenzierte Anlaufstelle.
Für Biathlon-Tiefe ist LeoVegas nicht erste Wahl. Wer Casino und Wette unter einem Dach haben will, kann LeoVegas wählen.
Tipwin: Basketball-Partner mit breitem Wintersport
Tipwin.de wird von der Tipwin Limited betrieben. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnissen am 27. Dezember 2022 und am 9. Januar 2024. Tipwin ist Premium-Partner des Deutschen Basketball Bundes, die Partnerschaft ist bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Das weist auf Sport-Sponsoring-Aktivität, nicht auf eine Biathlon-Partnerschaft.
Biathlon ist im Programm, mit Wintersport als Schwerpunkt. Die Quoten liegen im Marktdurchschnitt. Tipwin ist eine etablierte Marke für Wintersportwetten, auch für Biathlon.
Wer eine Biathlon-Wette bei einem Anbieter mit langer Whitelist-Geschichte und breitem Wintersportprogramm platzieren will, ist mit Tipwin gut beraten.
Sportwetten.de: nüchterner Name mit Lizenz
Sportwetten.de wird von der NetX Betting Limited in Birkirkara, Malta, betrieben. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 19. November 2020 mit einer Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022. Die Marke trägt die Domain als Programm, das Wettangebot ist breit.
Biathlon ist im Programm. Die Quoten sind solide, das Cash-Out verfügbar. Sportwetten.de richtet sich an Wettende, die einen deutschsprachigen Anbieter mit Whitelist-Erlaubnis suchen, ohne Markenbranding.
Wer eine Wette ohne Bonusbranding platzieren will, ist mit Sportwetten.de gut bedient.
Wettarena: kleinerer Anbieter mit langer Whitelist-Geschichte
Wettarena.de wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited in Sliema, Malta, betrieben. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022. Die Marke ist kleiner als die etablierten Namen, hat aber dieselbe Erlaubnis.
Biathlon ist im Programm. Das Wettangebot ist solide, aber nicht auf das Volumen von Tipico ausgelegt. Wer einen lizenzierten Anbieter sucht, der nicht zu den Top-Drei gehört, findet Wettarena als Alternative.
Für Biathlon-Wettende ist Wettarena eine Adresse im Mittelfeld: lizenziert, whitelisted, aber nicht bekannt für Biathlon-Tiefe.
Wer aus der Reihe fällt
Keiner der zehn genannten Anbieter ist eine schlechte Wahl im rechtlichen Sinn – das wäre nur ein Anbieter ohne Erlaubnis. Aus der Reihe fallen drei Anbieter durch eine spezifische Eigenschaft: LeoVegas durch die jüngste Erlaubnis, VBet durch die kürzere Marktpräsenz, Wettarena durch die kleinere Marke. Wer Wert auf eine längere Whitelist-Geschichte legt, wählt bpremium, Tipico, Tipwin, Tiptorro oder Sportwetten.de – alle fünf haben Erlaubnis seit 2020.
Wer Cash-Out als zentrales Argument schätzt, findet es bei Betway, Tipico, VBet und DAZN Bet dokumentiert. Wer Streaming für Biathlon will, geht zu DAZN Bet, weil die Marke das Streaming bereits unterhält. Wer eine mobile-first App sucht, wählt Tiptorro.
Häufige Fragen zu Biathlon-Wetten in Deutschland
Welche Biathlon-Wetten bieten lizenzierte Anbieter in Deutschland an?
Lizenzierte Anbieter bieten Sieger-, Podiums- und Top-Platzierungs-Wetten an, dazu Head-to-Head-Wetten und Nationen-Wetten in den Staffelformaten. Kombinationswetten sind möglich, aber jede Kombination erhöht die effektive Marge des Buchmachers. Cash-Out und Livewetten auf das Rennergebnis sind erlaubt, Livewetten auf Einzelschüsse sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nicht im Programm.
Wie werden Wetten auf den Sieger oder das Podium im Weltcup berechnet?
Eine Quote ist der Kehrwert der implizierten Wahrscheinlichkeit plus Marge. Wer 10 € auf eine 4,00-Quote setzt und gewinnt, bekommt 40 € ausgezahlt – 10 € Einsatz zurück, 30 € Gewinn. Bei einer Kombiwette mit drei Auswahlen zu 2,00, 1,80 und 2,40 multiplizieren sich die Quoten zu 8,64, der Gewinn bei 10 € Einsatz ist 86,40 €. Die Wettsteuer von 5,3 % wird je nach Anbieter im Quote-Aufschlag verrechnet oder vom Gewinn abgezogen.
Wie entsteht eine Biathlon-Prognose, und warum ist kein Tipp sicher?
Eine Prognose beginnt mit den drei Daten, die jeder Buchmacher auch hat: Vorjahresergebnisse, Schießstatistik, Wetternvorhersage. Hinzu kommen Tagesform-Verletzungen und die aktuelle Startliste. Kein Tipp ist sicher, weil eine Biathletin eine Grippe haben, ein Schütze am Wind stehen, ein Staffelstab brechen kann – die Ausgangslage ändert sich innerhalb eines Rennens mehrfach.
Sind Livewetten während eines Biathlonrennens in Deutschland erlaubt?
Livewetten auf das Rennergebnis und das Podium sind erlaubt, Livewetten auf Einzelschüsse oder die nächste Strafrunde nicht. Welche Livewetten ein Anbieter konkret anbietet, hängt von seinem Programm ab und von der Erlaubnis der GGL. Die Einschränkung folgt § 21 Abs. 4 GlüStV und gilt für alle lizenzierten Anbieter gleichermaßen.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote und Auszahlung aus?
Die Wettsteuer wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Wettenden, und ob sie an die Kundschaft weitergereicht wird, entscheidet der Anbieter. Zieht er sie vom Gewinn ab, sinkt der Auszahlungsbetrag um 5,3 %. Rechnet er sie in die Quote ein, sinkt die Quote um einige Prozentpunkte. Schluckt er sie, bleibt die Auszahlung voll, der Anbieter nimmt einen Teil seiner Marge. Welche Variante gilt, steht in den AGB und in der Werbung des Anbieters.
Wie lässt sich prüfen, ob ein Biathlon-Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder führt unter dem Titel „Übersicht der erlaubten Glücksspielanbieter“ alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Eine .de-Domäne allein beweist nichts. Wer die Domäne mit dem Eintrag in der Whitelist abgleicht, sieht sofort, ob der Anbieter erlaubt ist. Der Stand der Liste ist auf der Behörden-Website angegeben, die letzte Aktualisierung im Forschungsbeleg datiert auf den 2. Oktober 2026.
Wettprogramm und Livewetten: Was ist erlaubt?
Das Wettprogramm eines lizenzierten deutschen Anbieters ist nicht beliebig. § 21 Abs. 1 GlüStV erlaubt feste Quoten auf das Ergebnis eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorgänge im Ereignis – als Einzel- oder Kombinationswette. § 21 Abs. 5 verlangt, dass nur Wettarten angeboten werden, die die GGL erlaubt hat. Was die GGL nicht erlaubt hat, fällt aus dem Programm.
Bei Livewetten (§ 21 Abs. 4) ist das Bild noch enger: Eine Wette darf nur auf das Endergebnis oder auf den nächsten Treffer, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten platziert werden, in denen solche Ereignisse selten sind. Im Biathlon heißt das: Eine Wette auf das Podium des nächsten Rennens während des laufenden Rennens geht; eine Wette auf den nächsten Fehlschuss oder die nächste Strafrunde geht in der Regel nicht. Das schränkt die Livewetten bei einer Sportart ein, in der das Schießen das Rennen entscheidet.
E-Sport-Wetten sind in Deutschland nicht erlaubt, weil die GGL E-Sport nicht als Sport anerkennt. Virtuelle Sportwetten sind nicht abschließend geregelt; der Veranstalter entscheidet im Einzelfall, was er anbietet. Wetten auf Amateure oder auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen – Fußball unterhalb der 3. Liga gilt in der Praxis als Amateurniveau und ist nicht im Programm.
Entscheidungshilfe: Welcher Anbieter passt zum Biathlon-Tipp?
Die Whitelist der GGL ist keine Rangliste, sondern eine Übersicht der zugelassenen Anbieter. Jeder der genannten Anbieter erfüllt die gesetzlichen Anforderungen, unterscheidet sich aber im Sportangebot, bei den Live-Wetten und in der App-Bedienung. Die Wahl des Anbieters sollte sich daher an den eigenen Schwerpunkten orientieren.
Sportarten – laenderspielwetten.com
Inhalt erstellt vom Team «laenderspielwetten.com»
