Freiwette bei Wettanbietern in Deutschland: Wer Gratiswetten vergibt und was sie taugen

Updated Oktober 2026
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Eine Freiwette sieht auf den ersten Blick nach geschenktem Geld aus. Wer eine 10-€-Wette ohne eigenen Einsatz platziert und zu Quote 2,50 gewinnt, erhält 25 € ausgezahlt, nicht 35 €, denn der Einsatz der Freebet zählt nicht mit. Genau diese eine Eigenheit — Gewinn ohne Einsatzrückgabe — entscheidet darüber, was eine Freiwette wert ist, und entscheidet auch darüber, ob ein „bis zu 100 €“-Versprechen bei Buchmacher A dasselbe ist wie bei Buchmacher B. Wer das versteht, liest jede Werbung um die Gratiswette anders.

Ein Geschenkband liegt neben einem Fußball auf einem Holzboden, gedämpftes Licht fällt von einem Fenster herein.
Bet365 bewirbt für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“; Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht.

Dieser Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026.

Was eine Freiwette ist und warum der Einsatz nicht mitgezahlt wird

Eine Freiwette ist ein Wettguthaben, das ein Anbieter dem Wettkonto gutschreibt, oft nach einer Registrierung, einer ersten Einzahlung oder einer bestimmten Aktion. Sie wird wie eine echte Wette platziert, nur dass das Geld nicht aus der eigenen Tasche kommt. Das unterscheidet sie von einem klassischen Bonusgeld, das dem Konto als Betraghtbares Guthaben zugebucht wird und in der Regel vor einer Auszahlung mehrfach umgesetzt werden muss.

Ein Tischkicker in einem leeren Raum, die Spielfiguren in Reihe, Tageslicht fällt durch ein großes Fenster.
Das Willkommensangebot von Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets.

Die entscheidende Eigenheit der Freiwette steht in den Bedingungen jedes Anbieters und folgt aus der Mechanik des Marktes: Wer 10 € als Freebet zu Quote 2,50 setzt, gewinnt bei einem Treffer 25 €. Die Quote 2,50 bedeutet nämlich, dass ein bezahlter Einsatz von 10 € insgesamt 25 € zurückgeben würde. Bei der Freebet entfällt aber die Rückzahlung des Einsatzes, weil der Einsatz von Anfang an nicht dem Wettenden gehört. Was bleibt, ist 15 € Gewinn, nicht 25. Wer das übersieht, liest jede Werbung mit falscher Brille.

Diese Bauweise erklärt auch, warum eine Freebet in der Statistik nur dann einen Wert hat, wenn die Quote hoch genug ist, um den fehlenden Einsatzrückgabewert zu kompensieren. Bei Quote 1,10, also einer fast sicheren Wette, gewinnt die Freebet 1 €, bei Quote 5,00 sind es 40 €. Genau hier liegt das Missverständnis der meisten Werbeaussagen: Es kommt nicht auf den Nominalwert der Freebet an, sondern auf das Verhältnis aus Quote und Marktrisiko.

Der Vollständigkeit halber: Eine Gratiswette kann unterschiedlich ausgestaltet sein. Manche Anbieter schreiben sie als reines Wett-Guthaben ohne jede Umsatzbedingung gut, andere koppeln sie an eine erste Einzahlung, einen Mindesteinsatz oder eine Frist. Bei Winamax etwa werden die Freebets nach der Verdopplung der ersten Einzahlung ohne eigene Umsatzbedingungen ausgegeben — was die Einzahlung selbst betrifft, muss sie einmal zur Auszahlung umgesetzt werden, mit einer Obergrenze von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Das ist eine vergleichsweise leichte Bedingung; andere Anbieter verlangen das Fünf- bis Siebenfache des Bonusbetrags, ehe ausgezahlt werden darf.

Verantwortungsvolles Spielen: Was eine Freiwette nicht ändern darf

Auch eine Freiwette ändert nichts an den drei Schutzregeln, die für jeden Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis gelten. Sie steht im Glücksspielstaatsvertrag 2021, sie wird von der GGL überwacht, und sie gilt unabhängig davon, ob der Einsatz aus eigener Tasche kommt oder als Gutschrift auf dem Wettkonto landet.

Erstens die Altersgrenze. Wer bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis wettet, muss volljährig sein. Die Anbieter prüfen das im Rahmen der Kontoverifizierung, in der Regel über eine Online-Ausweisprüfung. Wer sich vor der Verifizierung anmeldet, darf maximal 72 Stunden lang spielen, mit einer Einzahlungsgrenze von 100 € und ohne Auszahlung.

Zweitens das Einzahlungslimit. Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar addiert über alle Anbieter hinweg, an denen eine Person registriert ist. Diese Summe wird nicht vom einzelnen Anbieter verwaltet, sondern über die zentrale Limitdatei LUGAS, in die jeder Anbieter seine Einzahlungen einträgt. Eine Erhöhung des Limits auf bis zu 10.000 € ist möglich, aber nur, wenn der Anbieter anhand objektiver Unterlagen — Einkommensnachweis, Vermögensnachweis — die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit prüft. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Freebet ist kein Anlass, die eigene Einzahlungsgrenze heraufzusetzen, und sie ist erst recht kein Grund, eine zweite Einzahlung zu leisten, nur um eine weitere Gratiswette zu erhalten.

Drittens das Sperrsystem OASIS. Wer sich bei einem deutschen Anbieter anmeldet oder einloggt, wird automatisch gegen die Sperrdatei abgeglichen. Wer dort eingetragen ist, wird abgewiesen. Die Selbstsperre beträgt, wenn der Spieler selbst eine Frist nennt, mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr. Zusätzlich gibt es den sogenannten Panikbutton, der eine sofortige 24-Stunden-Sperre auslöst, wenn der Spieler sie selbst auslöst. Diese Regeln greifen nur bei Anbietern, die an OASIS und LUGAS angeschlossen sind. Anbieter ohne deutsche Erlaubns, gleich ob aus Curaçao, Anjouan oder Malta, sind an dieses System nicht angeschlossen — was bei einer Gratistwette aus solchen Quellen den Weg zu einer Sperre oder einer zentralen Einzahlungsbegrenzung versperrt.

Ein Wort zu den Folgen, falls jemand versucht ist, eine Gratiswette zu nutzen, um ein Verlustkonto auszugleichen: Das funktioniert nicht. Eine Freebet ist ein einmaliges Guthaben, das mit einem festgelegten Markt und einer Frist verbunden ist. Wer mit ihr spielt, um verlorene Einsätze wiedergutzumachen, ersetzt am Ende ein Verlustkonto durch ein zweites, denn die Freebet muss ja platziert werden, und ein Verlust ist auch da möglich.

Freiwetten und Bonusangebote: Was die Werbung verschweigt

Die Werbung spricht von „bis zu 100 €“ oder „100 % Bonus“, die Bedingungen sprechen von Umsatzfaktoren, Mindestquoten, Fristen und Obergrenzen. Wer beide vergleicht, sieht den wahren Wert eines Angebots.

Ein Beispiel macht das Muster deutlich. Bet365 wirbt auf seiner Webseite mit „bis zu 100 € in Wett-Credits“. Diese Wett-Credits werden freigegeben, wenn der Spieler Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung platziert hat — das heißt, die Freebet ist nicht sofort verfügbar, sondern wird nach einem bestimmten Spielvolumen gutgeschrieben. Außerdem enthält der Gewinn aus den Wett-Credits den Einsatz nicht. Aus einer Wetta aus Wett-Credits zu Quote 2,00 werden also 100 € Gewinn, nicht 200 €.

Winamax geht einen anderen Weg: Das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets. Hier zählt nur die Einzahlung selbst — sie muss einmal umgesetzt werden, Obergrenze 100 €, Mindestquote 1,05. Die Freebets selbst unterliegen keinen Umsatzbedingungen. Das ist im deutschen Markt eher die Ausnahme.

Tipwin arbeitet wieder anders. Hier gibt es einen klassischen 100-%-Bonus bis 100 €, und der Bonus plus Einzahlung müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten umgesetzt werden, mit maximal 100 € Einsatz pro Wettschein und nur bei Wetten ab Quote 1,80. Das ist keine Freiwette im engeren Sinn, sondern ein Einzahlungsbonus mit strengen Bedingungen.

MERKUR BETS wiederum koppelte 2024 die Freebet an eine qualifizierende Wette: Wer die erste Kombiwette verliert, bekommt den Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet — allerdings nur, wenn vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Das ist die typische Form einer „Risk-Free“-Wette, die in Wahrheit kein echtes Risiko-Free ist, denn der Einsatz kommt nur als Freebet zurück, und die Freebet unterliegt wieder eigenen Bedingungen — bei MERKUR BETS etwa kein Cashout und keine Verwendung in Wetten mit Quotenboost.

Bet-at-home hat im Sommer 2026 eine andere Form genutzt: eine Gratiswette über 10 € auf den Sieger der FIFA WM 2026, gültig für Neukunden mit Wohnsitz in Deutschland, die sich über einen Promotion-Link registrierten. Die Wette musste bis zum 28.06.2026 um 18:00 Uhr platziert werden, und Gewinne daraus unterlagen keinen Umsatzbedingungen. Das ist eine klassische anlassbezogene Gratiswette, deren Wert sich am konkreten Event bemisst, nicht am Bonusvolumen.

Sportwetten.de wiederum bietet keinen Freebet-, sondern einen klassischen Einzahlungsbonus: 100 % der ersten Einzahlung, maximal 100 €, gutgeschrieben nach einer Einzahlung von mindestens 10 €. Die Freebet-Mechanik fehlt hier, was den Anbieter für alle uninteressant macht, die genau nach einer Gratiswette suchen.

Wettstar geht einen Mittelweg: 20 € Freebet nach Anmeldung plus 100 % Einzahlungsbonus bis 20 €, beide Boni sind nicht auszahlbar, der Bonus muss vor Auszahlung fünfmal eingesetzt werden, und zwar innerhalb von 60 Tagen. Das ergibt insgesamt bis zu 40 € Bonus, davon aber 40 € Freebet plus 20 € Bonusgeld — und das Bonusgeld muss umgesetzt werden, die Freebet nicht.

bpremium setzt wiederum hohe Hürden: Bonusgewinne aus Sportwetten können erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung bei Dezimalquoten ab 1,7 ausgezahlt werden. Das ist kein klassisches Freebet-Angebot, sondern ein Umsatzbonus, der in Verbindung mit einer Freebet stehen kann.

Was diese Beispiele zeigen: Die Frage „Was bekomme ich?“ hat bei einer Freewet mehrere Antworten, je nach Anbieter. Wer nur das Werbeversprechen liest, bekommt den schlechtesten Überblick.

Wie viel eine Freiwette wert ist: Eine Rechnung mit zwei Annahmen

Eine Freiwette hat einen statistischen Wert, der sich aus zwei Größen zusammensetzt: dem Betrag der Freebet und der Quote, zu der sie eingesetzt wird. Wer 10 € als Freebet zu Quote 2,00 setzt, gewinnt mit 50 % Wahrscheinlichkeit 10 € und verliert mit 50 % Wahrscheinlichkeit die 10 €. Der Erwartungswert, also der statistische Mittelwert vieler solcher Wetten, liegt bei 0 €, weil Gewinn und Verlust sich genau ausgleichen.

Bei höheren Quoten verschiebt sich das Bild. Wer 10 € als Freebet zu Quote 3,00 setzt, gewinnt mit etwa 33 % Wahrscheinlichkeit 20 € und verliert mit etwa 67 % die 10 €. Der Erwartungswert sinkt auf etwa —0,10 €, weil die Freebet zwar häufiger verliert, aber bei einem Gewinn nicht den Einsatz zurückgibt. Bei noch höheren Quoten wird das Bild ungünstiger.

Umgekehrt wird der Freebet-Wert besser, wenn die Freebet bei niedrigen Quoten eingesetzt wird. Bei Quote 1,50 und einem Markt mit 80 % Wahrscheinlichkeit auf die eine, 20 % auf die andere Seite liegt der statistische Wert der Freebet positiver, weil die Freebet bei einem Gewinn 5 € zurückgibt, und das mit hoher Wahrscheinlichkeit. Das gilt aber nur, wenn der Markt fair ist, also wenn die Summe der Kehrwerte der Quoten ungefähr 1 ergibt — was bei einem Buchmacher nie der Fall ist, weil der Anbieter eine Marge einbaut.

Eine Beispielrechnung mit einem angenommenen Zwei-Wege-Markt zu Quote 1,90 auf jede Seite, was eine Auszahlungsquote von 95,0 % und eine Marge von 5,0 % bedeutet: Wer 10 € als Freebet auf eine der beiden Seiten setzt, gewinnt bei einem Treffer 9 € (10 × (1,90 − 1)). Die Wahrscheinlichkeit, dass die gewählte Seite gewinnt, liegt statistisch bei etwa 52,6 % (1,90 spiegelt 52,6 % wider, eingerechnet Marge). Der Erwartungswert der Freebet liegt bei etwa 1,85 € — das ist der statistische Wert, nicht der garantierte Gewinn. Wer die Freebet zu niedrigeren Quoten wie 1,50 einsetzt, gewinnt 5 € bei einem Treffer, aber die Trefferwahrscheinlichkeit liegt ebenfalls bei etwa 63 % eingerechnet Marge, was den Erwartungswert auf etwa 1,58 € drückt. Bei höheren Quoten wie 3,00 steigt der potenzielle Gewinn auf 20 €, die Trefferwahrscheinlichkeit sinkt auf etwa 31 %, was den Erwartungswert auf etwa 0,85 € reduziert. Diese Rechnung zeigt das Muster, nicht eine Garantie: Sie gilt unter den angenommenen Quoten und Margen und berücksichtigt nicht, dass jeder Markt anders marginiert ist und jede Wette ein echtes Ergebnis hat, das vom statistischen Mittel abweichen kann.

Wer den Wert einer Freebet einschätzen will, muss also immer drei Größen kennen: den Betrag der Freebet, die Quote, zu der sie eingesetzt werden soll, und die Marge des Marktes. Eine Freebet auf einem engen Markt mit niedriger Marge ist mehr wert als dieselbe Freebet auf einem Markt mit hoher Marge, weil die Freebet nur den Gewinn, nicht den Einsatz zurückgibt.

Die zehn Wettanbieter im Vergleich: Wer steht auf der Liste und was bietet er?

Die folgende Übersicht zeigt, welche Anbieter auf der Whitelist der GGL mit einer Sportwetten-Erlaubnis stehen und seit wann. Die Liste ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV die einzige amtliche Quelle für eine gültige Erlaubnis zum Anbieten von Sportwetten in Deutschland. Die Erlaubnis wird jeweils für eine Domain ausgesprochen, nicht für eine Marke allgemein.

Anbieter Whitelist-Status Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Betway Whitelist GGL, Sportwetten Betway Limited 09.03.2021
Bet3000 Whitelist GGL, Sportwetten I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
MERKUR BETS Whitelist GGL, Sportwetten Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
Tipico Whitelist GGL, Sportwetten Tipico Co. Limited 09.10.2020
Tipwin Whitelist GGL, Sportwetten Tipwin Limited 09.10.2020
DAZN Bet Whitelist GGL, Sportwetten DZBT Operations Limited 22.08.2023
Betano Whitelist GGL, Sportwetten Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
VBet Whitelist GGL, Sportwetten SCGO Limited 05.12.2023
Sportwetten.de Whitelist GGL, Sportwetten NetX Betting Limited 19.11.2020
bet365 Whitelist GGL, Sportwetten Hillside (Europe) ENC 09.10.2020

Was die Liste zeigt und was nicht: Sie zeigt, dass diese zehn Anbieter im Oktober 2026 eine gültige deutsche Sportwetten-Erlaubnis hatten. Sie zeigt weder, ob und in welcher Höhe ein Anbieter aktuell eine Freiwette anbietet, noch ob das Angebot an Bedingungen gekoppelt ist, die für den Leser sinnvoll sind. Eine Whitelist-Erlaubnis ist eine notwendige, keine hinreichende Bedingung für ein gutes Freebet-Angebot.

Die Anbieter einzeln: Was die Freiwette bei jedem taugt

Betway: Bonusstruktur ohne klassische Freebet

Betway wirbt nicht mit einer klassischen Freiwette im engeren Sinn. Die Whitelist-Erlaubnis besteht seit dem 09.03.2021, eine Folgeerlaubnis seit dem 23.12.2022, beide ausgestellt auf die Domain mit dem deutschen Kürzel. Was Betway bei Sportwetten anbietet, sind Boni, die an Einzahlungen gekoppelt sind. Eine Besonderheit ist die Trennung zwischen Willkommens-Freiwette und Einzahlungsbonus: Wer mit Skrill einzahlt, qualifiziert sich nur für die Willkommens-Freiwette, nicht für den Einzahlungsbonus. Skrill-Auszahlungen sind gebührenfrei und werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden freigegeben, die Mindesteinzahlung per Skrill liegt bei 5 €, die Mindestauszahlung bei 10 €.

Das verändert die Rechnung für jemanden, der eine Freebet sucht: Bei Betway ist die Freebet an eine bestimmte Einzahlungsmethode gebunden, nicht an alle Methoden. Wer mit Kreditkarte oder Banküberweisung einzahlt, bekommt möglicherweise ein anderes Angebot als jemand, der Skrill benutzt. Wer Trustly nutzt, kann erst nach Erfüllung der Bonusbedingungen auszahlen, und Trustly-Zahlungen sind nur auf das eigene Bankkonto möglich.

Für wen das taugt: Für jemanden, der ohnehin Skrill nutzt oder das Wallet willkommen ist etablieren will, und für wen die 24-Stunden-Auszahlung einen Mehrwert gegenüber langsameren Methoden darstellt. Wer eine einfache, unkomplizierte Freebet ohne Zahlungsmethoden-Restriktion sucht, ist bei einem anderen Anbieter besser aufgehoben.

Bet3000: Junge Erlaubnis, schmales Bonusprofil

Bet3000 hat die deutsche Sportwetten-Erlaubnis erst seit dem 22.04.2026, was den Anbieter zu einem der jüngsten auf der Whitelist macht. Der Erlaubnisinhaber ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Zu den Bonusbedingungen und insbesondere zu aktuellen Freiwetten ist auf der Anbieter-Website wenig öffentlich dokumentiert, was eine vergleichende Bewertung erschwert. Was bleibt, ist die Tatsache der Erlaubnis selbst, die den Anbieter überhaupt erst vergleichsfähig macht.

Für wen das taugt: Für jemanden, der einen Anbieter mit deutscher Erlaubnis und kurzer Historie auf dem deutschen Markt sucht. Wer eine klar dokumentierte Freebet mit offensichtlichen Bedingungen braucht, sollte die Angebotsseite des Anbieters prüfen, bevor er sich registriert.

MERKUR BETS: Freebet an Verlust gekoppelt

MERKUR BETS bot 2024 eine Freebet über 25 € ab einer Ersteinzahlung von 1 €. Wer die erste qualifizierende Kombiwette verliert, bekommt den Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet, sofern vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Die Freebet selbst unterliegt eigenen Regeln: Sie muss innerhalb von 3 Tagen unter „Meine Boni“ aktiviert werden und verfällt, wenn sie nicht innerhalb von 7 Tagen nach Erhalt genutzt wird; sie gilt nur für Einzel- oder Kombinationswetten, System- und Mehrwegwetten sind nicht zulässig; bei einer mit Freebet platzierten Wette ist kein Cashout möglich; bei einem Gewinn wird der Gewinn abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt; die Freebet gilt nicht für Wetten mit Quotenboost.

Das ist eine sehr spezifische Mechanik, die das Wort „Freebet“ mitnichten so meint, wie es im Wortsinn klingt. Die Freebet kommt nur zustande, wenn ein Verlust eintritt, und sie kommt nur zustande, wenn die JokerBet-Option vor der Wette aktiviert wurde. Wer ohne diese Option spielt, bekommt im Verlustfall keine Erstattung.

Zusätzlich gibt es den MERKUR BETS CLUB, der für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote von mindestens 4,00 bei einem Wocheneinsatz von mindestens 25 € am Montag der Folgewoche eine Freebet über 5 € ausschüttet. Die Aktion lief 2025 vom 09.06.2025 bis 14.07.2025 und ist damit kein dauerhaftes Angebot.

Für wen das taugt: Für jemanden, der mit kleineren Einsätzen spielt, Kombiwetten mag und das Risiko einer Erstverlust-Erstattung sucht. Wer eine unkomplizierte Freebet ohne Wenn-und-Abernehmen erwartet, ist mit dem Willkommensangebot falsch beraten.

Tipico: Klassische Sportwette ohne Freebet-Schwerpunkt

Tipico ist einer der ältesten Anbieter auf der Whitelist, die Erlaubnis besteht seit dem 09.10.2020, eine Folgeerlaubnis seit dem 09.12.2022. Der Erlaubnisinhaber ist die Tipico Co. Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, gegründet 2004. Tipico ist im deutschen Markt stark präsent, bietet aber keinen klassischen Freebet-Willkommensbonus im engeren Sinn, sondern einen Einzahlungsbonus, dessen Bedingungen in den Nutzungsbedingungen stehen.

Tipico ist zentral in einem laufenden Rechtsstreit, der für die Branche Bedeutung hat: Ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück, weil Tipico zu diesem Zeitpunkt keine deutsche Erlaubnis hatte. Der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25.07.2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit solcher Verträge entgegensteht. Die Schlussanträge des EuGH-Generalanwalts Nicholas Emiliou vom 19.03.2026 in der Rechtssache C-530/24 halten es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Für wen das taugt: Für jemanden, der einen großen, etablierten Anbieter mit deutscher Erlaubnis sucht und keine klassische Freewet erwartet. Die laufende Rechtsentwicklung rund um Tipico und die Frage der Rückzahlungspflicht bei Wetten ohne Lizenz betrifft alle Anbieter, nicht nur Tipico, und ist auch für Leser relevant, die bei anderen Anbietern spielen.

Tipwin: Hoher Umsatzfaktor, klassische Bedingungen

Tipwin bietet einen 100-%-Willkommensbonus bis 100 €, dessen Mechanik eher an einen Einzahlungsbonus als an eine Freewet erinnert. Einzahlung und Bonus müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten umgesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 werden angerechnet. Wer vor der Verifizierung einzahlt, kann den Bonus erst mit der nächsten Einzahlung beanspruchen — das heißt, die Freewet ist an die vollständige Kontoverifizierung gebunden. Auszahlungen sind erst nach Erfüllung der Umsatzbedingungen möglich, wenn bei einer weiteren Einzahlung noch ein Restguthaben von mehr als 1 € auf dem Konto liegt.

Für wen das taugt: Für jemanden, der hohe Umsatzanforderungen akzeptiert und mit Quoten ab 1,80 spielt. Wer kleine Einsätze und schnelle Auszahlungen sucht, ist mit der siebenfachen Umsatzanforderung schlecht bedient.

DAZN Bet: Cashout-Regel schließt Freebet-Wetten aus

DAZN Bet hat die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 22.08.2023, Erlaubnisinhaber ist die DZBT Operations Limited. Was Cashout betrifft, schließt DAZN Bet ihn für Wetten aus, die als Freewet platziert wurden. Wer also eine Freebet nutzt, kann sie nicht vorzeitig beenden — und wer mit Freewetten spielt, muss das Ereignis durchstehen. Das gilt nicht nur für DAZN Bet, sondern auch für andere Anbieter: Winamax schließt Cashout für mit Freebets platzierte Wetten aus, MERKUR BETS ebenso, Sportingbet ebenso, Interwetten ebenso. Wer also plant, eine Freebet vorzeitig zu beenden, sollte die Regeln genau lesen.

Für wen das taugt: Für jemanden, der Livewetten ohne Freebet-Einsatz spielt und Cashout ohnehin nicht nutzt. Wer eine Freebet mit Cashout kombinieren will, hat bei DAZN Bet keine Möglichkeit.

Betano: Solide Whitelist, schmales Freebet-Profil

Betano hat die Whitelist-Erlaubnis seit dem 19.02.2021, eine Folgeerlaubnis seit dem 16.12.2022, Erlaubnisinhaber ist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Wie bei Bet3000 ist das öffentlich dokumentierte Freebet-Angebot eher schmal, was eine vergleichende Bewertung erschwert.

Für wen das taugt: Für jemanden, der einen Anbieter mit langer deutscher Erlaubnis-Tradition sucht und das konkrete Angebot auf der Anbieter-Website prüft. Wer eine offensichtliche Freebet mit klar dokumentierten Bedingungen braucht, sollte vor der Registrierung die Bonusbedingungen lesen.

VBet: Livewetten-Stärke, Freebet-Nische

VBet hat die Whitelist-Erlaubnis seit dem 05.12.2023, Erlaubnisinhaber ist die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. VBet ist im deutschen Markt vor allem als Livewetten-Anbieter bekannt. Die Frage, ob VBet aktuell eine Freiwette im engeren Sinn anbietet, ist auf der Website nicht offensichtlich dokumentiert. Was bleibt, ist die Tatsache der Whitelist-Erlaubnis.

Für wen das taugt: Für jemanden, der Livewetten schätzt und auf eine etablierte Plattform setzt. Wer eine klassische Freebet sucht, sollte das aktuelle Angebot prüfen.

Sportwetten.de: Einzahlungsbonus, keine Freebet

Sportwetten.de bietet 100 % der ersten Einzahlung bis 100 €, ab einer Mindesteinzahlung von 10 €. Das ist ein klassischer Einzahlungsbonus, kein Freebet, und die Bedingungen sind in den Nutzungsbedingungen dokumentiert. Wer genau nach einer Freebet sucht, ist hier nicht an der richtigen Stelle.

Für wen das taugt: Für jemanden, der mit einer kleineren Einzahlung einen klassischen Einzahlungsbonus mitnehmen will und keine Freebet sucht.

bet365: Große Wett-Credits, komplexe Freischaltung

Bet365 ist der Anbieter mit der größten medialen Präsenz, was Freiwetten angeht. Die Werbung auf der Webseite des Anbieters spricht von „bis zu 100 € in Wett-Credits“. Diese Wett-Credits werden freigegeben, wenn der Spieler Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung platziert hat, und die Gewinne aus den Wett-Credits enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht. Das ist die typische Freebet-Mechanik: Freischaltung durch Spielvolumen, Gewinn ohne Einsatzrückzahlung.

Bet365 bietet zusätzlich einen Boost für den Wetten-Konfigurator bei 3 oder mehr Auswahlen und kombinierten Quoten von 2,00 oder höher sowie einen Gewinn-Boost für Kombiwetten, dessen Prozentsatz von der Zahl der Auswahlen abhängt. Die Funktionen „Einwechslung+“ — eine Spielerwette läuft bei einer Auswechslung weiter — und „Wette teilen“ sind im Hilfezentrum beschrieben. Was diese Funktionen mit der Freebet zu tun haben: Sie sind ergänzende Features, die unabhängig von der Freebet gelten.

Für wen das taugt: Für jemanden, der eine große Marke mit vielen Funktionen sucht und bereit ist, vor der Freebet-Schaltung ein gewisses Spielvolumen zu erzeugen. Wer eine sofortige Freebet ohne Umsatzbedingungen erwartet, ist mit dem Angebot falsch beraten, weil die Wett-Credits erst nach Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben werden.

Die Rechtslage: Warum die Whitelist zählt

In Deutschland dürfen nur Anbieter mit deutscher Erlaubnis Sportwetten anbieten. Diese Erlaubnis wird von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) ausgestellt und gilt nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet. Die Erlaubnis wird pro Domain ausgesprochen, nicht pro Marke, und sie steht auf der Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Die Whitelist ist die einzige amtliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter eine gültige Erlaubnis hat.

Ein Fußballplatz am Abend aus der Vogelperspektive, Flutlichtmasten ausgeschaltet, die Rasenlinien deutlich sichtbar.
Auf der Whitelist der GGL steht bet365 mit der Hillside (Europe) ENC, Sitz Ta’Xbiex, Malta; Stand der Liste: 2. Oktober 2026.

Die Whitelist hatte zum Stichtag 02.10.2026 insgesamt 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis — zwei davon auch für Pferdewetten — und drei Inhaber reiner Pferdewetten-Erlaubnisse. Jede Domain auf der Liste ist eine .de-Domain. Eine .de-Domain allein beweist allerdings nichts: Auch Anbieter ohne deutsche Erlaubnis können eine .de-Domain registrieren.

Die Erlaubnis wird nach § 4c Abs. 1 GlüStV für fünf Jahre ausgestellt. Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, nicht das Datum des Endes. Wer nach dem Ende der Erlaubnis spielt, spielt bei einem Anbieter ohne gültige Erlaubnis.

Die GGL hat am 17.09.2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Solche Anbieter fallen nicht unter den Glücksspielstaatsvertrag, und sie sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen.

Was darf in Deutschland gewettet werden? Festquotenwetten auf das Ergebnis eines Ereignisses oder eines Teils davon, sowie auf Vorkommnisse in ihm, als Einzel- oder Kombinationswette (§ 21 Abs. 1). Nur Wetttypen, die die GGL freigegeben hat (§ 21 Abs. 5). Live-Wetten (§ 21 Abs. 4) sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubt — nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja; nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball nein. Verboten sind Ereignisse mit hauptsächlich Minderjährigen oder Amateuren (GGL-Praxis: Fußball unterhalb der 3. Liga zählt als Amateur), manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Esports: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf Esports nicht möglich sind, weil Esports nicht als Sport anerkannt ist — eine lizenzierte Esports-Wette gibt es in Deutschland nicht. Virtuelle Sportarten: noch nicht etabliert. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Es gibt keine gesetzliche Einsatzobergrenze pro Wette.

Was die Werbung betrifft: Nur Erlaubnisinhaber dürfen für Glücksspiel werben (§ 5 Abs. 7). Das Werbeverbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung auf diesem Sender, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus deckelt: Beträge, Umsatz und Mindestquoten kommen aus den Nutzungsbedingungen jedes Anbieters.

Was die Spielersperre angeht: Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3). Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung darf der Anbieter maximal 72 Stunden Spiel mit einer Einzahlungsgrenze von 100 € und ohne Auszahlungen erlauben. Einzahlungslimit (§ 6c Abs. 1): 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS Limitdatei. Eine Erhöhung ist nur mit objektiver Dokumentation möglich. Herabsetzung gilt sofort, Heraufsetzung nach 7 Tagen. Parallelspiel ist verboten (§ 6h, Aktivitätsdatei). OASIS (§§ 8, 8a) ist die zentrale Sperrdatei. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Webseiten sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen.

Was die Zahlungen betrifft (§ 6b Abs. 4): nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielers bei einer Institution nach dem Geldwäschegesetz. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt — das schließt Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus lizenzierten deutschen Wetten aus. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen Sache und steht in seinen Bedingungen. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthabieter innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Was die Steuer betrifft: Die Sportwettensteuer, §§ 16-25 RennwLottG, beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), also rund 5,03 % des eingesetzten Betrags (5,3 / 105,3). Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler (§ 19). Ob und wie sie an den Spieler weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter — nie pauschal „5,3 % vom Einsatz“ schreiben, sondern nur, was der Anbieter in seinen Bedingungen dazu sagt. Die Steuer fällt auch bei unlizenzierten Anbietern an; gezahlte Steuer ist kein Erlaubnis-Nachweis. Gewinne privater Spieler: nicht abschließend geregelt — nur allgemeine Information, im Zweifel Steuerberater fragen.

Was Offshore-Anbieter betrifft: Wer in Deutschland Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Relevanz. Strafrechtlich: Veranstalten (§ 284 StGB) bis zu zwei Jahre oder Geldstrafe, Werben bis zu ein Jahr; Teilnahme (§ 285 StGB) bis zu sechs Monate oder Geldstrafe; Strafverfolgung einzelner Spieler ist nicht etabliert — weder Entwarnung noch Dramatisierung. Die GGL setzt Verbotsverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzsperren durch (§ 9). Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt; die Frage ging vom BGH zum EuGH, der Generalfall wird sie wahrscheinlich beantworten. Kein Leser kann sich darauf verlassen, dass auch sein Fall so ausgeht.

Was die GGL über Werbung, Bonus und Freebet sagt

Die GGL schweigt zu Bonusbedingungen. Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für den Betrag einer Freiwette, keine Pflicht-Umsatzanforderung, keine Mindestquote. Jeder Anbieter legt selbst fest, wie viel Freewet er vergibt, unter welchen Bedingungen und mit welcher Frist. Der Glücksspielstaatsvertrag setzt nur den Rahmen für Werbung: Werbung darf nicht in manipulativer Form erfolgen, Werbung mit aktiven Sportlern ist verboten, Affiliate-Vergütung darf nicht nach Einzahlung, Umsatz oder Einsatz erfolgen. Mehr nicht.

Was bedeutet das für den Leser? Eine Freebet, die im Werbeversprechen mit „bis zu 100 €“ beworben wird, kann in den Bedingungen so gestaltet sein, dass sie nur unter einigem Spielpreis erreichbar ist. Wer eine Freebet annimmt, ohne die Bedingungen zu lesen, läuft Gefahr, am Ende eine Enttäuschung zu erleben.

Worauf der Leser bei einer Freiwette achten sollte

Drei Punkte entscheiden, ob eine Freebet den Aufwand wert ist.

Erstens der Zeitrahmen. Viele Frebiettes sind an eine Frist gebunden. Bei MERKUR BETS muss die Freebet innerhalb von 3 Tagen aktiviert und innerhalb von 7 Tagen genutzt werden, sonst verfällt sie. Bei anderen Anbietern ist die Frist großzügiger oder kürzer. Wer die Frist verpasst, verliert die Freebet.

Zweitens die Mindestquote. Einige Anbieter verlangen eine Mindestquote, damit die Freebet überhaupt gewertet wird. Bei Tipwin sind es Quoten ab 1,80. Bei Winamax muss die Einzahlung selbst einmal mit einer Mindestquote von 1,05 umgesetzt werden, damit ausgezahlt werden kann. Wer eine Freebet bei einer Quote unterhalb der Mindestquote platziert, läuft Gefahr, dass der Gewinn nicht als gültig gewertet wird.

Drittens die Märkte. Live-Wetten mit Quotenboost, Systemwetten, Mehrwegwetten — viele Anbieter schließen bestimmte Märkte von der Freebet-Nutzung aus. MERKUR BETS schließt System- und Mehrwegwetten aus und erlaubt die Freebet nicht für Wetten mit Quotenboost. Winamax schließt Cashout für mit Freebets platzierte Wetten aus. Wer auf den falschen Markt setzt, kann die Freebet verlieren.

Viertens die Verifizierung. Bei Tipwin etwa wird der Bonus erst nach vollständiger Verifizierung gutgeschrieben; wer vor der Verifizierung einzahlt, bekommt den Bonus erst mit der nächsten Einzahlung. Das verzögert die Freebet um einen Schritt.

Fünftens die Auszahlung. Bei vielen Anbietern ist eine Auszahlung erst nach Erfüllung der Umsatzbedingungen möglich. Wer die Bedingungen nicht erfüllt, kann nicht auszahlen.

Häufige Fragen

Was bedeutet Freiwette bei Sportwetten?

Eine Freiwette ist ein Wettguthaben, das der Anbieter dem Konto gutschreibt, oft nach Registrierung, erster Einzahlung oder einer bestimmten Aktion. Sie wird wie eine echte Wette platziert, nur dass das Geld nicht aus eigener Taske kommt. Bei einem Gewinn wird nur der Gewinn ausgezahlt, der Einsatz der Freebet wird nicht zurückgegeben.

Wird der Einsatz einer Freiwette zusammen mit dem Gewinn ausgezahlt?

Nein. Bei einer Freiwette wird der Einsatz nicht zurückgegeben. Wer 10 € als Freebet zu Quote 2,50 setzt, gewinnt 25 € und nicht 35 €. Wer das übersieht, bewertet jede Werbung mit falschen Zahlen und überschätzt den Wert der Freebet.

Woran ist erkennbar, ob eine Freiwette ohne Einzahlung an Bedingungen wie Mindestquote oder Frist geknüpft ist?

Die Bedingungen stehen in den Nutzungsbedingungen des Anbieters, meist unter „Bonusbedingungen“, „AGB“ oder „Promotions“. Wer eine Freebet ohne Einzahlung annimmt, sollte vor der Platzierung der Wette den Abschnitt lesen, in dem Mindestquote, Frist und zulässige Märkte genannt werden. Das sind die drei Stellen, an denen eine Freebet vom Werbeversprechen abweicht.

Wie lässt sich auf der GGL-Whitelist prüfen, ob ein Anbieter eine Freiwette rechtmäßig anbieten darf?

Die Whitelist ist auf der Website der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder öffentlich zugänglich. Sie zeigt für jeden Anbieter die Domain, den Erlaubnisinhaber und das Datum der Erteilung. Wer auf der Liste steht, hat eine gültige deutsche Sportwetten-Erlaubnis. Wer nicht auf der Liste steht, hat keine. Eine .de-Domain allein beweist nichts.

Wie wirken sich Mindestquote und Umsatzbedingungen auf den Wert einer Freiwette aus?

Eine hohe Mindestquote schränkt die Märkte ein, auf denen die Freebet platziert werden kann, und zwingt den Spieler, riskantere Wetten einzugehen. Eine Umsatzbedingung verlangt, dass ein bestimmter Betrag vor einer Auszahlung umgesetzt wird. Beide Bedingungen verringern den Wert der Freebet, weil sie die Handlungsfreiheit einschränken und einen Teil des statistischen Wertes durch die geforderte Marge des Marktes aufgezehrt wird. Wer den wahren Wert einer Freebet berechnen will, muss beide Bedingungen einbeziehen.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Freiwette bei einer Quote von 2,50, wenn der Einsatz nicht mitgezahlt wird?

Wer 10 € als Freebet zu Quote 2,50 setzt, gewinnt bei einem Treffer 15 €, nicht 25 €. Der Einsatz der Freebet wird nicht zurückgegeben, weil er nicht dem Wettenden gehört. Bei einer Quote von 2,50 bedeutet das: Einsatz × (Quote − 1) = Gewinn. Bei 10 € Freebet und Quote 2,50 sind das 10 × (2,50 − 1) = 15 €.

Inhalt erstellt vom Team «laenderspielwetten.com»