Serie A Wetten in Deutschland: Anbieter, Märkte und Regeln

Updated Oktober 2026
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Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund eine Tribüne und Flutlichtmasten in der Abenddämmerung.
Seit der Saison 2004/05 spielen 20 Vereine in der Serie A, jeder bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel.

Die italienische Serie A ist für Wettfreunde in Deutschland auf den ersten Blick ein vertrautes Bild: eine Liga mit zwanzig Vereinen, vierzig Spieltagen, vielen Traditionsklubs und einem festen Rhythmus von Ende August bis Ende Mai. Auf den zweiten Blick ist sie ein anderes Thema. Wer in Deutschland auf Juventus, Inter oder Atalanta setzen will, ist auf den nationalen Rechtsrahmen angewiesen – und der bestimmt, welche Anbieter überhaupt auftauchen dürfen, welche Märkte sie live anbieten und wie viel Geld pro Monat überhaupt fließen darf. In diesem Artikel werden das Ligaformat, die Regeln des deutschen Marktes, die Wettmärkte und ihre Mechanik sowie die Strategie hinter einer Prognose erläutert. Zudem werden zehn lizenzierte Anbieter vorgestellt, die in Deutschland offiziell Sportwetten auf die Serie A vermitteln.

Spielplan und Ligastruktur der Serie A: Woraus eine Wettsaison besteht

Die Serie A spielt seit der Saison 2004/05 mit zwanzig Vereinen. Davor waren es achtzehn. Jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel, also gegen jeden anderen Verein einmal zu Hause und einmal auswärts. Die Saison beginnt Ende August und endet Ende Mai, eingebettet in eine Winterpause rund um die Jahreswende, die je nach Kalender knapp drei Wochen dauert. Aufsteigen in die Serie A dürfen die beiden Erstplatzierten der Serie B sowie der Sieger der Play-offs zwischen den Dritt- bis Sechstplatzierten. Absteigen müssen die letzten drei Vereine der Abschlusstabelle.

Die zurückliegende Saison 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026. Italienischer Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten. Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez von Inter Mailand mit 17 Treffern. Abgestiegen sind US Cremonese (34 Punkte), Hellas Verona (21 Punkte) und Pisa SC (18 Punkte). Diese drei Zahlen – 87, 17, 18 – beschreiben den Wettbewerb präziser als jede Marketingaussage: ein Titelkampf auf Spitzenniveau, eine Torausbeute, die nicht einmal einen Treffer pro Spiel ergibt, und ein Tabellenende, in dem eine Mannschaft kaum zwei Punkte pro Spiel holte.

Drei Zahlen ordnen die Liga in die europäische Spitze ein. Juventus Turin führt die Rekordliste mit 36 Titeln an, gefolgt von Inter Mailand mit 21 und dem AC Mailand mit 19. Punktgleichheit wird über den direkten Vergleich entschieden; Entscheidungsspiele, früher ein Markenzeichen der Serie A, werden seit der Saison 2005/06 nicht mehr ausgetragen. Für Wettfreunde heißt das: wer auf einen Meister oder einen Champions-League-Platz setzt, sollte den direkten Vergleich als möglichen Tiebreaker kennen – und nicht auf ein Entscheidungsspiel spekulieren.

Die Liga wird von der Lega Nazionale Professionisti Serie A, kurz Lega Calcio, organisiert, einer Untereinheit des italienischen Fußballverbands FIGC. Die erste italienische Meisterschaft wurde 1898 ausgetragen, der erste Titel ging an den CFC Genua. Den Namen „Serie A“ trägt die Liga seit der Reform von 1946. Für eine Wette heißt das: die Historie ist da, das Format ist seit über zwanzig Jahren stabil, und Langzeitwetten auf Meister oder Abstieg lassen sich an einer klaren Ligalogik festmachen.

Grundlagen der Wettmärkte: Einzelwette, Kombiwette, Langzeitwette, Torschützenwette

Wer auf die Serie A wettet, hat vier große Markttypen zur Auswahl. Sie unterscheiden sich in der Mechanik, im Risiko und in der Frage, worauf das Geld am Ende tatsächlich steht.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handschriftlichen Skizzen liegt neben einem Bleistift auf einem Holztisch, daneben eine Tasse Kaffee.
Die Serie A 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026; Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten.

Die Einzelwette ist die einfachste Form. Man wählt ein Ereignis – Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg, ein bestimmtes Handicap, eine Über-/Unter-Wette – und setzt einen Betrag auf die Quote, die der Wettanbieter für genau diesen Ausgang anbietet. Gewinnt die Wette, erhält man den Einsatz multipliziert mit der Quote zurück, und der Einsatz selbst ist Teil der Auszahlung. Verliert die Wette, ist der Einsatz weg. Die Auszahlung berechnet sich nach der Formel:

Auszahlung = Einsatz × Quote

Reingewinn = Einsatz × (Quote − 1)

Bei einer Quote von 2,10 und einem Einsatz von 100 € ergibt das eine Auszahlung von 210 € und einen Reingewinn von 110 €.

Die Kombiwette, im Deutschen auch Kombinationswette, verknüpft mehrere Einzelwetten zu einem Schein. Erst wenn alle ausgewählten Tipps eintreffen, wird ausgezahlt. Die Quoten der einzelnen Beine werden multipliziert: Eine 2,10 mit einer 1,85 und einer 3,40 ergibt eine Kombiquote von rund 13,21. Setzt man 10 €, bekommt man im Erfolgsfall 132,10 € ausgezahlt. Das klingt verlockend, hat aber einen Haken: Die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei Beine eintreffen, ist deutlich niedriger als die eines einzelnen Beins, auch wenn die Quoten das nicht 1:1 widerspiegeln. Eine Kombiwette ist eine Wette auf die Korrelation mehrerer Unsicherheiten, nicht auf eine.

Die Langzeitwette steht über den gesamten Saisonverlauf. Man wettet auf den Meister, einen Champions-League-Platz, den Torschützenkönig oder einen Abstieg – Wochen oder Monate vor der Entscheidung. Die Quoten sind am Anfang der Saison am höchsten, weil das Feld noch offen ist, und sinken mit fortschreitender Saison, je nachdem wie sich die Tabellenlage entwickelt. Wer auf Inter Mailand als Meister setzt, nachdem der Klub im Herbst sechs Punkte Vorsprung hat, bekommt deutlich weniger als im August, als der Kader noch auf dem Papier stand. Langzeitwetten lohnen sich für Wettfreunde, die eine ganze Saison verfolgen und Geduld mitbringen.

Die Torschützenwette ist ein Sonderfall. Man wettet darauf, dass ein bestimmter Spieler in einem Spiel, an einem Spieltag oder in der gesamten Saison eine bestimmte Anzahl Tore erzielt. Eine einzelne Torschützenwette auf ein Spiel funktioniert wie eine Einzelwette. Eine Saisonwette auf den Torschützenkönig ist eine Langzeitwette mit allen Eigenheiten dieser Kategorie: späte Auszahlung, hohe Volatilität, eine Quote, die sich mit jedem Spieltag verändert.

Die Quote selbst ist mehr als eine Zahl. Sie ist der Preis, den der Anbieter für ein bestimmtes Ergebnis zahlt, und sie enthält zwei Dinge: die Wahrscheinlichkeit, die der Buchmacher dem Ergebnis zumisst, und seinen eigenen Anteil, die Marge. Die Marge ist das, was am Ende auf der Strecke bleibt, wenn alle Quoten eines Marktes zusammengerechnet werden.

Wie die Marge einer 1X2-Wette berechnet wird

Der Quotenschlüssel – die Auszahlungsquote – ist die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Die Marge ist 100 % minus der Auszahlungsquote.

Für eine illustrative 1X2-Wette auf ein fiktives Serie-A-Spiel mit den Quoten 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden und 3,60 für Auswärtssieg:

Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) ≈ 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) ≈ 1 ÷ 1,0481 ≈ 95,4 %

Marge ≈ 4,6 %

In Worten: Von jedem Euro, der auf diesen Markt gesetzt wird, fließen rund 95 Cent zurück an die Wettenden, der Rest – etwa 4,6 Cent – bleibt beim Anbieter. Das ist ein solider Wert, wie er für einen gut konkurrierten Markt typisch ist. Bei Auszahlungsquoten unter 90 % wird es eng, dann kassiert der Buchmacher mehr als jeden zehnten Euro.

Die Marge ist ein Vergleichsmaß zwischen Anbietern, nicht zwischen Wetten. Ein Anbieter, der auf einem Markt 94 % auszahlt, ist auf einem anderen Markt mit 89 % unterwegs, und umgekehrt. Wer die Marge vergleichen will, vergleicht sie auf demselben Markt und demselben Spiel. Wer nur die Spitzenquote nimmt, ohne die übrigen Quoten zu prüfen, sieht einen Teil des Bildes.

Rechtslage in Deutschland: Was die Whitelist regelt und was sie nicht regelt

In Deutschland darf Sportwetten nur anbieten, wer eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) besitzt. Die Erlaubnis steht im Glücksspielstaatsvertrag 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Die Behörde hat ihren Sitz in Halle (Saale), und sie führt eine öffentliche Liste, die sogenannte Whitelist.

Eine Balkenwaage aus Messing steht neben einem hölzernen Richterhammer auf einem dunklen Pult, im Hintergrund ein unscharfes Bücherregal.
Die Whitelist der GGL führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Whitelist ist der einzige Test, an dem sich ein Anbieter messen lassen muss. Sie enthält die Domain, den Erlaubnisinhaber und das Datum der Erteilung. Die Whitelist führt nach dem Stand vom 2. Oktober 2026 insgesamt 30 Einträge – 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei weitere nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – aber eine .de-Domain allein beweist gar nichts, denn die Endung ist keine Lizenz. Die erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; die Whitelist zeigt aber nur das Datum der Erteilung, nicht das Ende.

Was die Whitelist nicht regelt: Sie sagt nichts darüber, wie gut die Quoten sind, wie schnell ausgezahlt wird oder wie der Bonus aussieht. Sie ist eine Erlaubnis, keine Bewertung.

Was in Deutschland erlaubt ist – und was nicht

Das deutsche Recht unterscheidet zwischen der Wette vor dem Spiel und der Livewette. Vor dem Spiel sind Einzel- und Kombiwetten auf das Ergebnis, auf Sportereignisse und auf Vorfälle im Spiel erlaubt – etwa Tore, Karten, Elfmeter. Die Livewette, also die Wette während eines laufenden Spiels, ist nach § 21 Abs. 4 GlüStV auf das Endergebnis und auf wenige, klar definierte Ereignisse beschränkt: das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis, vergleichbare Komponenten in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor in einem laufenden Serie-A-Spiel ist also erlaubt. Der nächste Punkt im Tennis, der nächste Korb im Basketball, der nächste Einwurf im Fußball sind es nicht. Die Logik dahinter: Livewetten auf viele kleine Ereignisse lassen sich kaum manipulationsfrei überwachen.

Was überhaupt nicht erlaubt ist: Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind – in der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport und ist damit nicht wettbar. Auch Wetten, die manipulationsanfällig sind, Wetten auf Regelverstöße und Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind ausgeschlossen. Esports ist nach GGL-Position kein Sport, Wetten auf Esports sind in Deutschland lizenzrechtlich nicht möglich. Über virtuelle Sportwetten schweigt die Whitelist, also schweigt dieser Text mit.

Die Wettsteuer

Die Sportwettensteuer ist eine eigene Sache. Sie steht in §§ 16 bis 25 RennwLottG und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“, also effektiv rund 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 / 105,3). Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler. Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Kunden weitergibt, ist seine Sache. Manche Anbieter ziehen sie direkt von der Quote ab, andere ziehen sie vom Gewinn ab, wieder andere tragen sie selbst. „5,3 % vom Einsatz“ wäre eine falsche Verkürzung. Wer genau wissen will, was die Steuer für ihn bedeutet, muss in den AGB des jeweiligen Anbieters nachlesen.

Offshore, GGL und Verbraucherschutz

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis, gleich ob mit Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta, dürfen in Deutschland keine Sportwetten vermitteln. Das ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor Angeboten wie Platincasino gewarnt und auf einen Schlag gegen illegale Anbieter im Milliardenvolumen verwiesen. Strafrechtlich kann das Veranstalten solcher Angebote nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, die Werbung dafür nach § 284 mit bis zu einem Jahr. Ob Spieler, die bei einem nicht lizenzierten Anbieter gewettet haben, ihr Geld zurückverlangen können, ist eine offene Frage. Der Bundesgerichtshof hat sie am 25. Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt (Az. I ZR 90/23); in dem Verfahren fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) grundsätzlich für möglich gehalten, dass Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verpflichtet werden – mit einer Ausnahme, wenn die Behörden zugesichert haben, die Erlaubnispflicht vorübergehend nicht durchzusetzen. Ein Urteil steht aus. Niemand sollte sich auf eine Erstattung verlassen.

Was den Unterschied konkret macht: Ein Anbieter auf der Whitelist ist an OASIS angeschlossen, das bundesweite Spielersperrsystem, und an LUGAS, die Limit- und Aktivitätsdatei, die das monatliche Einzahlungslimit durchsetzt. Offshore-Anbieter sind an beides nicht angeschlossen. Wer dort spielt, hat im Konfliktfall keine deutsche Aufsichtsbehörde im Rücken.

Verantwortungsvolles Wetten: Limits, Sperren und was der Anbieter vorschreiben muss

Die deutsche Regulierung setzt beim Spielerschutz an, bevor der erste Euro gesetzt wird. Drei Mechanismen verdienen Beachtung: das Einzahlungslimit, die Verifikation und die Sperrsysteme.

Das monatliche Einzahlungslimit beträgt nach § 6c Abs. 1 GlüStV 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter hinweg, an die der Spieler ein Konto hat. Es wird über die Limitdatei von LUGAS durchgesetzt. Wer das Limit anheben will, kann das bis 10.000 € mit einem Nachweis wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit tun, in seltenen Fällen bis 30.000 €, dann allerdings für höchstens 1 % der aktiven Kunden des Anbieters. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Anhebungen erst nach sieben Tagen. Wer bei mehreren Anbietern spielt, teilt sich das Limit – das ist kein Bonus, es ist eine Bremse.

Die Verifikation läuft nach § 6a GlüStV vollständig, mit Konto auf den eigenen Namen und einem Zahlungskonto, das ebenfalls auf den eigenen Namen läuft, bei einem Institut, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Karten – sind damit ausgeschlossen. Vor der vollständigen Verifikation darf der Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung erlauben. Das ist die Schonfrist, kein Dauerzustand.

OASIS, das Spielersperrsystem, wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Beides gilt unabhängig davon, bei welchem Anbieter das Konto liegt. Parallel zu spielen – also gleichzeitig bei mehreren Anbietern aktiv zu wetten – ist nach § 6h GlüStV verboten, durchgesetzt über die LUGAS-Aktivitätsdatei.

Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Bei Kontoschließung ist das Restguthaben nach § 6b Abs. 6-7 GlüStV innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei auszuzahlen. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Das sind keine Werbeversprechen, sondern gesetzliche Pflichten.

Prognose und Strategie: Warum kein Tipp sicher ist

Eine Prognose auf ein Serie-A-Spiel entsteht aus drei Bausteinen: der Form, der Tabellenlage und der Quote. Form ist die Frage, wie der Verein in den letzten Wochen gespielt hat, mit oder ohne Ball, zu Hause und auswärts. Tabellenlage ist die Frage, was auf dem Spiel steht: Meisterschaft, Europacup, Abstiegskampf, oder einfach ein Mittelfeldspiel ohne Wert für die Saison. Quote ist die Frage, was der Markt für das wahrscheinlichste Ergebnis hält – und was er dafür zahlt.

Diese drei Bausteine ergeben zusammen eine Erwartung, nicht eine Vorhersage. Fußball bleibt Fußball, und ein Elfmeter in der 89. Minute kippt jedes Modell. Wer eine Wette platziert, wettet gegen die implizite Wahrscheinlichkeit, die in der Quote steckt, und gegen die Marge, die der Anbieter einkalkuliert hat. Wer auf Dauer gewinnen will, muss langfristig genug Wetten finden, deren Quote die eigene Wahrscheinlichkeit übersteigt – und muss die Marge mitdenken, die zwischen eigener Einschätzung und Auszahlung liegt.

Vier Punkte, die jede Strategie kennen sollte:

Erstens: Quoten sind kein Tipps, sie sind Preise. Eine Quote von 2,10 bedeutet, dass der Markt diesem Ergebnis eine Wahrscheinlichkeit von rund 47 % zumisst – das ist alles. Die Quote kann richtig liegen oder falsch; der Markt hat mehr Daten als der einzelne Spieler, irrt aber regelmäßig.

Zweitens: Heimvorteil ist real, aber nicht konstant. Die Serie A gilt als taktisch geprägt; Auswärtssiege sind häufiger als in vielen anderen Ligen. Wer jede Heimmannschaft mit pauschalem Bonus bewertet, verliert Geld.

Drittens: Verletzungen und Sperren verändern alles. Eine Wette, die am Montag sinnvoll aussah, kann am Freitagabend wertlos sein, wenn der wichtigste Stürmer ausfällt. Wer vor dem Spiel wettet, akzeptiert dieses Risiko. Wer live reagieren will, ist durch die engen Livewetten-Regeln eingeschränkt.

Viertens: Kombiwetten sind kein Trick, sie sind eine Wette auf die Korrelation mehrerer Unsicherheiten. Drei Einzelwetten mit Quoten von 1,80 ergeben eine Kombiquote von etwa 5,83, aber die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei eintreffen, sinkt von rund 56 % pro Einzelwette auf etwa 17 % im Kombi. Das ist nicht schlecht, wenn man eine These hat – aber es ist kein „sicherer“ Weg.

Wer auf den Meister wettet, setzt auf eine ganze Saison. Das ist eine andere Disziplin: Hier zählt Kaderbreite, Verletzungsglück, Trainerwechsel, Europacup-Belastung. Juventus hat 36 Titel, Inter 21, der AC Mailand 19 – die Spitze der italienischen Historie ist schmal und hart umkämpft. Wer auf den Torschützenkönig setzt, setzt auf einen Stürmer, der eine Saison lang gesund, ungesperrt und in Form bleibt – eine Lotterie mit mehr Bällen als die Ziehung am Samstagabend.

Wettquoten und ihre Mechanik: Was eine Quote über das Spiel verrät

Quoten sind die Sprache des Marktes. Wer sie lesen kann, sieht mehr als eine Zahl. Eine Heimsieg-Quote von 1,55 sagt: Der Anbieter hält den Heimsieg für sehr wahrscheinlich, der Markt erwartet eine klare Sache. Eine Auswärtssieg-Quote von 6,50 sagt: Das gibt es nur in Überraschungen. Eine Quote von 3,40 auf das Unentschieden sagt: Niemand traut sich, es auszuschließen.

Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote berechnet sich als 1 / Quote. Eine Quote von 2,10 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von rund 47,6 %, eine Quote von 3,40 entspricht 29,4 %. Diese Wahrscheinlichkeiten summieren sich auf über 100 %, weil die Marge des Anbieters eingepreist ist. Wer die eigene Einschätzung mit den impliziten Wahrscheinlichkeiten vergleicht, sieht, wo der Markt überschätzt oder unterschätzt.

Bei Langzeitwetten verschiebt sich das Bild. Eine Meisterquote von 4,50 auf einen Favoriten sagt nicht „der Favorit gewinnt mit 22 %“, sie sagt „der Anbieter schätzt die Chancen niedriger ein als 22 %, weil die Marge dazukommt“. Die tatsächliche Wahrscheinlichkeit ist noch einmal geringer, als die Quote vermuten lässt.

Saisonwetten haben zudem eine eigene Volatilität. Eine Quote, die im August bei 8,00 stand, kann im Dezember bei 1,50 stehen, wenn der Favorit davonzieht – oder bei 25,00, wenn er in eine Krise rutscht. Wer früh wettet, akzeptiert höhere Quoten und höhere Unsicherheit. Wer spät wettet, sieht klarer, zahlt aber weniger. Beides hat seine Logik, keines ist „besser“.

Cash Out, also das vorzeitige Auswerten einer offenen Wette, ist eine Funktion einzelner Anbieter, keine gesetzliche Pflicht. Wer Cash Out nutzt, verkauft dem Anbieter die Wette zu einem Preis, den der Anbieter selbst festlegt. Der Preis liegt meist unter dem fairen Wert – das ist die Marge auf das Cash-Out-Produkt. Es gibt keine GGL-Regel dazu, also hängt der Umgang mit Cash Out allein vom Anbieter ab.

Vergleich: Wettanbieter für die Serie A in Deutschland

Die folgende Tabelle zeigt die zehn Anbieter, die nach dem Stand der GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026 eine deutsche Erlaubnis für Sportwetten besitzen und in dieser Übersicht berücksichtigt werden. Aufgeführt sind Marke, Whitelist-Status, der Inhaber der Erlaubnis und das Datum, an dem die Sportwetten-Erlaubnis erteilt wurde. Die Whitelist zeigt das Datum der Erteilung, nicht das Datum des Endes – über die Laufzeit der Erlaubnis sagt die Liste selbst nichts.

Marke GGL-Whitelist-Status Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
bpremium gelistet Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020
LeoVegas gelistet LVSports Limited 21.10.2024
MERKUR BETS gelistet Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
Wettarena gelistet I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020
NEO.bet gelistet Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Tiptorro gelistet Torro Tec Limited 30.06.2021
Betano gelistet Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
Bet3000 gelistet I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
bet365 gelistet Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
AdmiralBet gelistet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020

Was die Tabelle nicht zeigt: Quotenniveau, Live-Angebot, Bonusstrukturen oder Auszahlungsgeschwindigkeit. Die Whitelist dokumentiert eine Erlaubnis, keine Marktqualität. Die folgenden Abschnitte gehen die Anbieter einzeln durch und ordnen ein, was die Whitelist nicht abbildet.

bpremium (Bpremium.de)

Die Whitelist führt Bpremium.de als Sportwetten-Angebot der Ladbrokes (Deutschland) Limited, mit Sitz in Gzira, Malta. Die Zulassung datiert auf den 9. Oktober 2020, ergänzt durch eine Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Die Marke gehört zur Ladbrokes-Gruppe und ist im deutschen Markt über das .de-Portal erreichbar.

Das Wettangebot umfasst die gängigen Fußballmärkte, darunter die Serie A mit Einzelwetten, Kombiwetten und Langzeitwetten auf den Meister. Die Quoten liegen im Mittelfeld, was sich vor allem auf den europäischen Top-Ligen zeigt, in denen die Marge tendenziell enger ist als in kleineren Märkten.

Für Wettfreunde, die einen Anbieter mit internationalem Hintergrund und deutschem Regelwerk suchen, ist bpremium eine solide Wahl. Wer die Spitzenquote sucht, sollte die Quoten mit einem zweiten Anbieter abgleichen.

LeoVegas (Leovegas.de)

Die Whitelist führt Leovegas.de als Angebot der LVSports Limited. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 21. Oktober 2024 erteilt – LeoVegas ist damit einer der jüngeren Einträge in der Whitelist, gemessen am Datum der Sportwetten-Erlaubnis. Die Marke ist in Skandinavien und Großbritannien stärker verankert als im deutschen Fußball.

Das Wettangebot im Fußball deckt die gängigen Märkte ab, wobei die Schwerpunkte eher bei europäischen Top-Ligen liegen. Die Serie A ist im Programm vertreten, das Livewetten-Angebot ist nach dem strengen deutschen Rahmen auf das Endergebnis und das nächste Tor beschränkt.

Für Wettfreunde, die einen Anbieter mit klarer mobiler Ausrichtung und skandinavischer Wurzel suchen, ist LeoVegas eine Option. Wer eine breite italienische Wett-Tiefe sucht, sollte das Programm vor der Anmeldung prüfen.

MERKUR BETS

Die Whitelist führt MERKUR BETS als Angebot der Merkur Bets Malta Limited, mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 6. November 2023 erteilt. Die Marke gehört zur Gauselmann-Gruppe, die in Deutschland vor allem durch Spielhallen und das Merkur-Symbol bekannt ist.

Das Wettprogramm konzentriert sich stark auf den deutschen Markt, mit Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga als Schwerpunkten. Die Serie A ist als europäische Top-Liga im Programm, das Angebot an italienischen Unterligen kann im Vergleich zu spezialisierten Anbietern schmaler ausfallen. Die stationäre Verwurzelung der Marke spiegelt sich in einer zurückhaltenden Online-Strategie.

Für Wettfreunde, die einen seriös-auftretenden Anbieter aus dem deutschen Glücksspielumfeld suchen, ist MERKUR BETS eine naheliegende Wahl. Wer ein tiefes italienisches Programm erwartet, sollte vorab in das Wettprogramm schauen.

Wettarena (Wettarena.de)

Die Whitelist führt Wettarena.de als Angebot der I.B.C. Sportsbetting Limited, mit Sitz in Sliema, Malta. Das Erlaubnisdatum ist der 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Damit gehört Wettarena zur ersten Welle der Whitelist-Einträge.

Das Wettangebot ist breit, mit den üblichen europäischen Fußball-Ligen als Schwerpunkt. Die Serie A ist im Standardprogramm enthalten, auch in den tieferen Rängen. Auffällig ist die Verbindung zu Bet3000, das über denselben Inhaber läuft – ein gemeinsamer Quotenpool ist wahrscheinlich.

Für Wettfreunde, die einen etablierten Anbieter mit langer Whitelist-Historie suchen, ist Wettarena eine Option. Wer einen Anbieter mit eigenständigem Markenauftritt sucht, sollte beachten, dass die operative Seite mit Bet3000 geteilt wird.

NEO.bet

Die Whitelist führt NEO.bet als Angebot der Greenvest Betting Limited. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 22. Dezember 2022. NEO.bet positioniert sich im deutschen Markt als Anbieter mit Fokus auf Fußball und einer nüchternen Aufmachung.

Das Wettprogramm im Fußball ist solide, mit Bundesliga als Schwerpunkt und den europäischen Top-Ligen im Standardrepertoire. Die Serie A ist enthalten, das Angebot an Spezialmärkten kann je nach Saison variieren. Die Quoten liegen eher im Mittelfeld als an der Spitze.

Für Wettfreunde, die einen deutschen Fußball-Anbieter mit geradlinigem Auftritt suchen, ist NEO.bet eine passende Wahl. Wer ein Quoten-Schwergewicht sucht, wird anderswo fündig.

Tiptorro (Tiptorro.de)

Die Whitelist führt Tiptorro.de als Angebot der Torro Tec Limited, mit Sitz in Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 30. Juni 2021 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. Tiptorro ist die deutsche Marke der Tipico-Gruppe, die in Österreich und Deutschland zu den bekanntesten Anbietern gehört.

Das Wettangebot im Fußball ist breit, mit Bundesliga und europäischen Top-Ligen als Schwerpunkt. Die Serie A ist im Programm enthalten, oft mit einer Auswahl an Handicap- und Torwetten. Die Quoten sind in den europäischen Top-Ligen üblicherweise konkurrenzfähig.

Für Wettfreunde, die einen etablierten Anbieter mit deutschem Marktauftritt suchen, ist Tiptorro eine naheliegende Wahl. Wer einen unabhängigen Anbieter sucht, sollte die Konzernzugehörigkeit zur Tipico-Gruppe kennen.

Betano (Betano.de)

Die Whitelist führt Betano.de als Angebot der Betkick Sportsbetting Limited. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 19. Februar 2021 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022. Betano gehört zur Kaizen Gaming Gruppe, die auch in anderen europäischen Märkten aktiv ist. Die App-Beschreibung im Apple App Store nennt Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming – die Verfügbarkeit für deutsche Kunden hängt von der jeweiligen regulatorischen Zulässigkeit ab.

Das Wettprogramm im Fußball deckt die europäischen Top-Ligen breit ab, die Serie A gehört zum Standardrepertoire. Das Angebot an Spezialmärkten ist überdurchschnittlich, was Betano für Wettfreunde interessant macht, die über 1X2 hinaus wetten wollen. Die Quoten liegen im oberen Mittelfeld.

Für Wettfreunde, die ein breites Marktangebot mit Spezialwetten suchen, ist Betano eine starke Wahl. Wer die Quoten vergleicht, sollte das gegen die Schwergewichte des Marktes tun.

Bet3000 (Bet3000.de)

Die Whitelist führt Bet3000.de als Angebot der I.B.C. Sportsbetting Limited, mit Sitz in Sliema, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 22. April 2026 erteilt – Bet3000 ist damit einer der jüngsten Einträge in der Whitelist. Der operative Hintergrund ist mit Wettarena identisch.

Das Wettangebot ist breit, mit Bundesliga und europäischen Top-Ligen als Schwerpunkt. Die Serie A ist enthalten, das Programm an Spezialmärkten kann sich sehen lassen. Bet3000 ist historisch für eher aggressive Quoten bekannt, was den Anbieter für preisbewusste Wettfreunde interessant macht.

Für Wettfreunde, die einen Anbieter mit scharfen Quoten suchen, ist Bet3000 eine erste Adresse. Wer die Breite des Wettprogramms prüft, sollte das italienische Angebot vor der Anmeldung ansehen.

bet365 (Bet365.de)

Die Whitelist führt Bet365.de als Angebot der Hillside (Europe) ENC, mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. bet365 ist einer der größten Wettanbieter weltweit und im deutschen Markt seit der ersten Welle der Whitelist dabei.

Das Wettangebot im Fußball ist das breiteste im deutschen Markt, mit einer Fülle von Spezialmärkten, Handicap-Linien, Torwetten und Kombinationen. Die Serie A gehört zum Standardrepertoire, mit einer Tiefe, die nur wenige Anbieter erreichen. Das Livewetten-Angebot ist nach deutschem Recht auf das Endergebnis und das nächste Tor beschränkt – das ist eine regulatorische Bremse, kein anbieterseitiges Defizit.

Für Wettfreunde, die Tiefe im Programm und Verlässlichkeit in der Abwicklung suchen, ist bet365 die Referenz im Markt. Wer einen kleinen, spezialisierten Anbieter sucht, wird hier nicht fündig – das ist nicht der Anspruch der Marke.

AdmiralBet (Admiralbet.de)

Die Whitelist führt Admiralbet.de als Angebot der Greentube Betting Malta Limited. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 13. Dezember 2022 und eine weitere am 29. Juli 2024. AdmiralBet gehört zur Novomatic-Gruppe, die in Österreich und Deutschland mit Spielhallen und Sportwetten stark vertreten ist.

Das Wettangebot im Fußball ist solide, mit Bundesliga und europäischen Top-Ligen als Schwerpunkt. Die Serie A ist enthalten, das Angebot an Spezialmärkten ist eher durchschnittlich. Die Wurzeln in der Spielhallen-Welt spiegeln sich in einer bodenständigen Aufmachung wider.

Für Wettfreunde, die einen Anbieter aus dem österreichisch-deutschen Glücksspielumfeld suchen, ist AdmiralBet eine passende Wahl. Wer ein Quoten-Schwergewicht sucht, wird anderswo fündig.

Häufig gestellte Fragen

Welche Anbieter dürfen in Deutschland Wetten auf die Serie A anbieten, und wie lässt sich das auf der GGL-Whitelist prüfen?

In Deutschland dürfen nur Anbieter mit einer Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) Sportwetten anbieten, auch auf die Serie A. Die GGL führt eine öffentliche Whitelist, die für jeden Anbieter die Domain, den Erlaubnisinhaber und das Datum der Erteilung nennt. Wer auf der Whitelist steht, hat eine gültige Erlaubnis; wer nicht auf der Whitelist steht, hat keine. Die Liste wird auf der Website der GGL veröffentlicht.

Welche Wetten sind bei laufenden Spielen der Serie A als Livewette erlaubt?

Das deutsche Recht erlaubt Livewetten auf das Endergebnis und auf wenige, klar definierte Ereignisse während eines laufenden Spiels, etwa das nächste Tor im Fußball. Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis, den nächsten Korb im Basketball oder kleinteilige Ereignisse im Fußball sind nicht erlaubt. Das soll Livewetten manipulationsärmer machen und gilt unabhängig vom Anbieter.

Wie wird aus Einsatz und Quote die Auszahlung einer Wette auf ein Spiel der Serie A berechnet?

Die Auszahlung ist der Einsatz multipliziert mit der Quote, der Reingewinn ist der Einsatz multipliziert mit (Quote minus 1). Bei einer Quote von 2,10 und einem Einsatz von 100 € ergibt das eine Auszahlung von 210 € und einen Reingewinn von 110 €. Bei einer Kombiwette werden die Quoten der einzelnen Beine multipliziert, das gleiche Prinzip gilt.

Was bedeutet die Sportwettensteuer von 5,3 % für Quote und Auszahlung, und wer führt sie ab?

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“, effektiv rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler. Ob der Anbieter die Steuer vom Kunden einzieht – durch geringere Quoten, durch Abzug vom Gewinn oder gar nicht – steht in seinen AGB und ist von Anbieter zu Anbieter verschieden.

Wie wirkt sich das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € bei mehreren Wettkonten aus?

Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt über alle Anbieter hinweg, an die der Spieler ein Konto hat. Es wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Wer bei mehreren Anbietern spielt, teilt sich das Limit – wer also 600 € bei Anbieter A einzahlt, kann bei Anbieter B nur noch 400 € einzahlen. Eine Anhebung über 1.000 € hinaus ist nur mit Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit möglich.

Wie viele Vereine und Spieltage hat die Serie A, und was bedeutet das für Langzeitwetten auf Meister oder Abstieg?

Die Serie A spielt seit der Saison 2004/05 mit 20 Vereinen, jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel. Die Saison läuft von Ende August bis Ende Mai. Für Langzeitwetten heißt das: Eine Wette auf den Meister steht 38 Spieltage lang, eine Wette auf den Abstieg ebenso. Die Quoten verändern sich mit jedem Spieltag, je nach Tabellenentwicklung.

Inhalt erstellt vom Team «laenderspielwetten.com»