Wettquoten Europameisterschaft 2026: Was die Quoten wirklich sagen
Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026

In diesem Jahr findet keine Fußball-Europameisterschaft statt. Die letzte EM wurde 2024 in Deutschland ausgetragen, die nächste beginnt am 9. Juni 2028 in Cardiff. Wer Wettquoten für eine Europameisterschaft sucht, blickt also entweder zurück auf abgeschlossene Märkte oder nach vorn auf die sich füllenden Langzeitquoten der EM 2028. Beide lesen sich unterschiedlich, beide enthalten die Marge des Anbieters, und beide sind in Deutschland nur bei Anbietern erlaubt, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen. Hier erfahren Sie, wie Turnierquoten entstehen, was hinter „besten Quoten“ und „0 % Wettsteuer“ steckt, wie Livewetten bei Turnierspielen eingeschränkt sind und welche Anbieter in Deutschland für Turnierwetten zugelassen sind.
Was die EM 2024 und 2028 für die Quoten bedeuten
Die EM 2024 liegt hinter uns, die EM 2028 hat noch keinen Anpfiff. Für Wettquoten heißt das: Die Quoten auf das Turnier 2024 sind abgerechnet, die Quoten auf das Turnier 2028 entstehen gerade, mit jedem Spiel der WM-Play-offs, jeder Verletzung, jedem Kader, den ein Nationaltrainer bekannt gibt. Wer eine Quote für den Europameister 2028 liest, liest eine Wette, deren Ergebnis erst in rund zwei Jahren feststeht — und deren Quote sich vorher mehrfach bewegt.
Spanien gewann das EM-Finale 2024 am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion mit 2:1 gegen England und holte damit den vierten Titel des Landes. Insgesamt 51 Spiele wurden zwischen dem 14. Juni und dem 14. Juli 2024 ausgetragen, verteilt auf zehn Austragungsorte in Deutschland, mit einer Gesamtzuschauerzahl von 2.681.288. Sechs Spieler erzielten je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz. Solche Zahlen fließen in Langzeitquoten ein — die Torgefahr eines Musiala oder Kane schlägt sich ebenso nieder wie die Endspiel-Erfahrung Spaniens.
Die EM 2028 findet ebenfalls mit 24 Nationen statt, mit Austragungsorten in England, Schottland, Wales und Irland. Das Turnier beginnt am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale folgt am 9. Juli 2028 im Londoner Wembley-Stadion. Der Spielmodus umfasst sechs Vierergruppen, gefolgt von einer K.-o.-Phase: Achtelfinale (24. bis 27. Juni), Viertelfinale (30. Juni und 1. Juli), Halbfinale (4. und 5. Juli) und das Endspiel. Ein Spiel um Platz drei gibt es nicht. Die Qualifikation läuft über zwölf Gruppen; die zwölf Gruppensieger sowie die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt. Die Auslosung findet am 6. Dezember 2026 in Belfast statt — ein wichtiger Termin für alle, die erste Langzeitwetten auf das Turnier platzieren möchten.
Rekordtorschütze der EM-Geschichte bleibt Cristiano Ronaldo mit 14 Toren. Spanien führt mit vier Titeln vor Deutschland (1972, 1980, 1996). Die erste EM-Endrunde wurde 1960 ausgetragen; seit 2016 spielen 24 Mannschaften, von 1996 bis 2012 waren es 16. Diese Historie gehört zum Stoff, aus dem Buchmacher ihre Vorfeld-Quoten bauen — ein etablierter Favorit bekommt eine kürzere Quote als ein Außenseiter, und die Differenz ist die Marge des Anbieters.
Die Grundlagen: Wie eine Wettquote entsteht
Eine Quote ist keine Vorhersage. Sie ist eine Behauptung des Anbieters darüber, wie wahrscheinlich ein Ergebnis ist, plus der Anteil, den der Anbieter behalten will. Eine Quote von 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden und 3,60 für Auswärtssieg liest sich für den Leser wie ein Tipp. Tatsächlich ist sie ein Zahlenwerk, in dem der Anbieter festlegt, wie viel von jedem eingesetzten Euro er als Marge einbehält.

Die Rechnung dahinter: Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote ist 1 geteilt durch die Quote. Aus 2,10 ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit von etwa 47,6 %, aus 3,40 etwa 29,4 %, aus 3,60 etwa 27,8 %. Summiert ergeben diese drei Wahrscheinlichkeiten rund 104,9 % — die fehlenden 4,9 Prozentpunkte sind die Marge des Buchmachers, der Anteil, den er auf diesem Markt im Schnitt behält. Wer 100 € verteilt auf alle drei Ergebnisse setzt, erhält bei diesem Beispiel im Erwartungswert etwa 95,1 € zurück; der Anbieter nimmt 4,9 €.
Solche Margen sind in Fußballmärkten üblich und liegen bei Turnierspielen oft zwischen 3 % und 6 %. Je näher die Quoten an der „wahren“ Wahrscheinlichkeit liegen, desto besser für den Wettenden. Eine Wette mit 2,10 hat einen Erwartungswert, der nur dann positiv wird, wenn die tatsächliche Gewinnwahrscheinlichkeit über 47,6 % liegt. Der Anbieter behauptet mit seiner Quote, dass sie darunter liegt — und nimmt die Marge gleich mit.
Wettanbieter werben mit „Top-Quoten“, „besten Quoten“ oder „0 % Wettsteuer“. Hinter jedem dieser Sätze steht ein Stück Mechanik: Eine Top-Quote bezieht sich fast immer auf eine einzelne Partie und ein einzelnes Spiel, nicht auf das gesamte Programm. Eine Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 01.04.2025 und 30.08.2025 ergab für einen Anbieter, dass er bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag — das klingt nach Dominanz und ist ein Drittel der Spiele. Die Wettsteuer von 5,3 % wird vom Anbieter getragen, wenn er sie nicht an den Kunden weitergibt; „0 % Wettsteuer“ heißt, dass der Anbieter auf seinen Gewinn verzichtet, nicht dass es die Steuer nicht gibt.
Die Auszahlungsquote eines Marktes ist 1 minus die Marge. Bei 4,9 % Marge zahlt der Markt 95,1 % der Einsätze als Gewinne zurück — im statistischen Mittel über alle Spiele. Diese Zahl verändert sich, sobald sich die Quoten bewegen: Schon eine Verringerung der Heimsieg-Quote von 2,10 auf 2,05 erhöht die Auszahlungsquote dieses Marktes.
Langzeitquoten lesen: Europameister, Gruppensieger, Torschützenkönig
Langzeitquoten auf den Europameister 2028 stehen Monate vor dem Turnierbeginn. Bei einem Turnierstart am 9. Juni 2028 beginnen viele Anbieter ihre Langzeitmärkte nach der Qualifikationsauslosung am 6. Dezember 2026, einige sogar früher. Wer heute in eine Quote auf Spanien, England oder Frankreich investiert, wettet auf eine Mannschaft, die noch nicht einmal qualifiziert sein muss.
Das hat Folgen für den Preis der Quote. Spanien als Titelverteidiger und vierfacher Europameister wird eine niedrigere Quote bekommen als ein Außenseiter — sagen wir 5,00 statt 25,00. Die implizite Wahrscheinlichkeit eines 5,00-Favoriten liegt bei 20 %, eines 25,00-Außenseiters bei 4 %. In beiden Fällen ist die Marge des Anbieters eingepreist; sie liegt bei Langzeitmärkten oft höher als bei Einzelpartien, weil der Buchmacher das Risiko über lange Zeit trägt.
Drei Dinge verändern eine Langzeitquote: Verletzungen, Form und Gruppenphase. Fällt ein Spieler aus, der in der Vorsaison 15 Tore erzielt hat, wandert die Quote für den Torschützenkönig nach oben. Verliert ein Favorit sein Auftaktspiel, sinkt die Quote auf den Titel — obwohl die Mannschaft rechnerisch noch weiterkommen kann. Eine hohe Quote heißt nicht „chancenlos“, sie heißt „der Anbieter bewertet das Risiko so“. Wer bei einer Quote von 25,00 auf einen Außenseiter setzt, setzt gegen die implizite Wahrscheinlichkeit des Anbieters, nicht auf ein „sicheres Ergebnis“.
Wetten auf den Gruppensieger sind tagesnäher. Sobald die Qualifikationsgruppen ausgelost sind, zeigen die Anbieter Quoten für jede Gruppe. Diese Quoten reagieren auf jeden Spieltag, jede Verletzung, jeden Trainerwechsel. Wer die Quote lesen will, sieht am Ende des Tages eine neue Zahl — und die Marge des Anbieters, die sich mit jeder Anpassung verändert.
Die Marge verstehen: Was der Buchmacher wirklich nimmt
Die Marge eines Marktes ist der stille Gewinn des Buchmachers. Sie steht in keiner Werbung, sie steht in der Quote — und sie ist der Grund, warum ein Anbieter auf Dauer Geld verdient, auch wenn er einzelne Wetten verliert.
Ein Beispiel aus dem Drei-Wege-Markt eines Fußballspiels: Quote 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden, 3,60 für Auswärtssieg. Die impliziten Wahrscheinlichkeiten addieren sich zu 1 / 2,10 + 1 / 3,40 + 1 / 3,60 = 0,476 + 0,294 + 0,278 = 1,048. Multipliziert mit 100 ergibt das 104,8 %. Die Marge dieses Marktes liegt bei rund 4,8 %, die Auszahlungsquote bei rund 95,2 %.
Eine andere Konstellation kann enger ausfallen. Bei Quoten von 1,95 / 3,60 / 4,20 ergibt sich eine Summe von 1 / 1,95 + 1 / 3,60 + 1 / 4,20 = 0,513 + 0,278 + 0,238 = 1,029 — eine Marge von nur 2,9 %. Das ist ein sehr enger Markt, oft bei Spitzenspielen mit hohem Umsatz. Bei Außenseiterpartien oder Nischenmärkten kann die Marge 8 % oder mehr betragen.
Wer über ein ganzes Turnier wettet, sieht die Marge als einen beständigen Abzug auf jeden Einsatz. Wer 1.000 € auf zehn verschiedene Märkte verteilt, gibt im Schnitt 30 € bis 60 € an die Marge ab — Geld, das der Anbieter einnimmt, ohne dass eine Wette gewonnen oder verloren werden muss. Es ist der Preis, den ein Wettender für die Infrastruktur zahlt: Quotenpflege, Wettannahme, Auszahlung, Lizenz, Personal. Es ist aber auch das, was eine Wette langfristig zu einem negativen Erwartungswertgeschäft macht — der Anbieter hat den besseren Durchschnitt, der Wettende die einzelne Chance.
Bonus und Gratiswette: Was eine Aktion wirklich kostet
Anbieter werben zur EM mit „Willkommensbonus“, „Gratiswette“, „risikofreier Wette“, „Quoten-Boost“. Jeder dieser Begriffe steht für eine konkrete Mechanik, jede Mechanik hat einen Preis. Wer die Aktion nicht liest, sieht nur den Werbe-Preis — und wundert sich später, warum das Geld noch auf dem Konto ist.
Eine Gratiswette ist ein Einsatz, dessen Gewinn ausgezahlt wird, dessen Einsatz aber in der Regel nicht zurückkommt. Setzt jemand eine Gratiswette über 10 € zu einer Quote von 4,00, gewinnt die Wette, bekommt der Kunde 30 € ausgezahlt — die 10 € Einsatz sind verfallen. Das ist der häufigste Fall und in den Geschäftsbedingungen so formuliert. Eine Gratiswette hat daher einen statistischen Wert, der unter dem Nominalwert liegt: Bei einer Quote von 4,00 mit einer Auszahlungsquote von 95 % ist die Gratiswette rund 7,13 € wert, nicht 10 €. Bei niedrigeren Quoten sinkt der Wert entsprechend.
Ein Willkommensbonus ist meistens ein Einzahlungsbonus. Wer 100 € einzahlt und 100 % Bonus erhält, hat 200 € auf dem Wettkonto. Die Auszahlung des Bonus ist an Umsatzbedingungen geknüpft: Der Bonus muss in der Regel mehrfach zu einer Mindestquote umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Eine typische Bedingung ist „5x Bonus zu Mindestquote 1,50“ — das bedeutet, 500 € Umsatz, davon jeder Schein mit Quote 1,50 oder höher. Wer mit kleineren Einsätzen spielt, braucht dafür viele einzelne Wetten.
Werbeaktionen für Sportwetten werben oft mit Begriffen, die an Versicherungen erinnern: „Bei Verlust gibt es den Einsatz zurück“. Die Rückzahlung erfolgt meist als Gratiswette und nicht in bar — das Marketing-Modell zielt darauf ab, den Spieler im System zu halten. Zudem trägt der Anbieter bei solchen Aktionen die Marge des Marktes und nicht das Wett-Risiko.
Quoten-Boosts sind Erhöhungen einer Quote auf ein einzelnes Ereignis. Ein Boost von 2,50 auf 6,00 sieht verlockend aus, kostet aber nichts extra — der Anbieter nimmt den Boost aus seiner Marge. Wer den Boost nutzt, wettet zu den Bedingungen des Anbieters, mit den üblichen Limits und Auszahlungsmodalitäten. Akkumulator-Versicherungen erstatten den Einsatz eines verlorenen Kombischeins, wenn ein Bein verloren geht — auch das ist eine Marketingmechanik, die eine Marge hat.
Was eine Aktion wirklich kostet, entscheidet sich an drei Stellen: die Mindestquote, die Frist und die erlaubten Märkte. Eine Aktion mit Mindestquote 1,80 ist teurer als eine mit 1,50, weil der Wettende mehr riskieren muss. Eine Frist von 7 Tagen ist knapp, eine von 30 Tagen ist normal. Erlaubte Märkte schränken ein — eine Aktion, die nur Kombiwetten zählt, ist nicht für Gelegenheitswetter gemacht.
Livewetten und Cash Out: Was bei laufendem Spiel erlaubt ist
Livewetten während eines EM-Spiels sind in Deutschland nur eingeschränkt erlaubt. Das Glücksspielstaatsvertrag regelt in § 21 Abs. 4, dass während eines laufenden Sportereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente gewettet werden darf — und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind.
Heißt konkret: Nächstes Tor im Fußball ist erlaubt. Nächster Satz im Tennis ist erlaubt. Nächster Punkt im Tennis ist nicht erlaubt. Nächster Korb im Basketball ist nicht erlaubt. Wetten auf Ereignisse, die alle paar Sekunden eintreten, sind in Deutschland gesetzlich ausgeschlossen. Damit fällt ein erheblicher Teil des Livewetten-Angebots internationaler Anbieter hier weg — auch bei lizenzierten Anbietern.
Ein Anbieter kann nach dem GGL-Programm nur die Wetten anbieten, die er bei der GGL angezeigt hat und die die GGL genehmigt hat. Wer bei einem lizenzierten Anbieter auf das nächste Eckball-Verhältnis wettet, hat entweder einen Anbieter ohne deutsche Lizenz oder einen, der gegen die Regeln verstößt.
Cash Out ist keine regulatorische Funktion, sondern eine freiwillige Leistung des Anbieters. Mit Cash Out kann der Kunde eine laufende Wette vorzeitig verkaufen und einen Betrag ausgezahlt bekommen, den der Anbieter festlegt. Der Anbieter berechnet den Cash-Out-Wert in der Regel auf Basis der aktuellen Quote und der Marge, die er ohnehin nimmt. Cash Out ist also kein Geschenk — der Anbieter nimmt seinen Schnitt, der Kunde bekommt den Zeitwert. Die Buchung erfolgt über das Wettkonto, der Betrag wird als Echtgeld gutgeschrieben und ist Teil des Wettkontosaldos.
Einige Anbieter zeigen Cash Out mit einem grünen Symbol unter „Meine Wetten“, ermöglichen volle oder teilweise Auszahlung. Was ein Anbieter anbietet, ist seine Sache; es gibt keine Garantie, dass Cash Out für jede Wette verfügbar ist, und der Wert kann sich während eines Spiels mehrfach ändern.
Mobile Wetten: Was App und Webseite trennt
Die Wett-App eines lizenzierten Anbieters ist die Webseite in einem anderen Format. Quoten, Märkte, Limits, Verifizierung und Sperrdatei sind dieselben — die App greift auf die gleichen Daten zu wie die Webseite. Wer eine App installiert, sollte darauf achten, dass sie aus dem offiziellen Apple App Store oder Google Play Store kommt und vom richtigen Anbieter stammt.
Eine im Apple App Store angebotene Sportwetten-App nennt in der Entwicklerbeschreibung Funktionen wie Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming. Live-Streaming ist eine Leistung, die der Anbieter für seine Kunden anbietet — in der Regel für ausgewählte Ligen und Turniere. Wer ein Konto hat und die Altersgrenze von 18 Jahren erfüllt, kann das Streaming im Browser oder in der App nutzen. Die App überträgt das Streaming über das Kundenkonto, der Anbieter prüft die Anmeldung.
Was die App nicht kann: Sie umgeht keine Beschränkung der Webseite. Wer in der Webseite keine Livewetten auf das nächste Eckball-Verhältnis bekommt, bekommt sie in der App auch nicht. Wer auf der Webseite ein gesperrtes Konto hat, weil OASIS einen Eintrag gesetzt hat, hat in der App dasselbe gesperrte Konto. Die App ist eine Bequemlichkeit, kein Schlupfloch.
Eine Sportwetten-App ist nicht zuletzt ein zweiter Anmeldeweg. Die Anbieter verlangen eine einmalige Verifizierung über die Webseite, danach ist die Anmeldung über die App möglich — aber das Konto bleibt dasselbe, die Limits dieselben, die Historie dieselbe. Wer parallel auf zwei Geräten wettet, wettet nicht heimlich, sondern sichtbar — und das Aktivitätsdatei LUGAS erkennt paralleles Spiel ohnehin.
Spielerschutz: Einzahlungslimit, OASIS und Hilfsangebote
Die deutsche Regulierung setzt den Spielerschutz an drei Stellen: das Einzahlungslimit, die Sperrdatei OASIS und das Aktivitätsdatei LUGAS. Wer bei einem lizenzierten Anbieter spielt, ist in alle drei eingebunden — und kann sich nicht durch Wechsel des Anbieters entziehen.
Das Einzahlungslimit beträgt nach § 6c Abs. 1 GlüStV standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter. Das Limit wird über die LUGAS Limitdatei durchgesetzt: Jede Einzahlung wird gegen das zentrale Limit geprüft. Wer 800 € bei Anbieter A eingezahlt hat, kann nur noch 200 € im laufenden Monat bei Anbieter B einzahlen. Ein Anbieter darf das Limit für einen Kunden auf bis zu 10.000 € erhöhen, sofern der Kunde seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist — eine Selbstauskunft reicht nicht. Die Erhöhung gilt ab Antrag, die Senkung sofort, die Erhöhung mit sieben Tagen Verzögerung.
OASIS ist die zentrale Sperrdatei (§§ 8, 8a GlüStV). Sie wird bei Registrierung und Anmeldung geprüft. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Kunde eine Frist setzt — sonst mindestens ein Jahr. Eine Fremdsperre, also eine Sperre durch Dritte, ist ebenfalls möglich. Wer in OASIS ist, kann sich bei keinem lizenzierten Anbieter anmelden, und kein Anbieter kann eine Sperre umgehen.
Das Aktivitätsdatei LUGAS (§ 6h) erkennt, ob ein Kunde parallel bei mehreren Anbietern spielt. Paralleles Spiel ist verboten. Wer parallel wettet, wird in der Aktivitätsdatei markiert; der zweite Anbieter kann die Anmeldung ablehnen.
Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine 24-Stunden-Sperre aus, die sofort gilt. Sie ist eine kurze Atempause, keine langfristige Sperre — wer eine längere Pause braucht, geht über OASIS.
Hilfsangebote bei problematischem Wettverhalten gibt es in Deutschland über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), über die Anbieter selbst und über die Glücksspielbehörde der Länder. Die BZgA-Website führt Beratungsangebote und Selbsttests. Die Anbieter sind verpflichtet, Hinweise und Kontaktadressen auf ihrer Seite zu schalten.
Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Lizenz spielt, ist an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen. Eine Sperre im einen Anbieter hindert nicht die Anmeldung beim anderen. Eine 1.000-€-Grenze bei Anbieter A setzt sich nicht bei Anbieter B fort. Das klingt nach Freiheit, ist aber der Punkt, an dem die deutsche Regulierung aufhört zu schützen.
Wettsteuer: Wer sie zahlt und wer sie ausweist
Die Wettsteuer auf Sportwetten ist in §§ 16 bis 25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Rechnerisch sind das etwa 5,03 % des eingesetzten Betrags (5,3 / 105,3 × 100). Schuldner der Steuer ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende (§ 19).
Was das praktisch heißt: Der Anbieter führt die Steuer an das Finanzamt ab. Er kann sie auf zwei Arten tragen: Er behält sie ein und kürzt die Quote, oder er verlangt sie vom Kunden als Steuerzuschlag auf den Einsatz. Welche Variante ein Anbieter wählt, steht in seinen Geschäftsbedingungen. „0 % Wettsteuer“ heißt, dass der Anbieter die Steuer selbst trägt und nicht an den Kunden weitergibt. „5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags)“ heißt, dass der Kunde die Steuer zusätzlich zahlt — entweder vom Einsatz oder vom Gewinn, je nach Ausgestaltung. Beides ist zulässig.
Die Wettsteuer wird auf den Bruttoeinsatz erhoben, also auf den Betrag, den der Kunde setzt. Bei einer Quote von 2,10 und einem Einsatz von 100 € erhält der Kunde bei einem Gewinn 210 € ausgezahlt. Zahlt der Kunde die Wettsteuer, schmälert das den Gewinn: 210 € abzüglich 5,03 € = 204,97 €. Trägt der Anbieter die Steuer, schmälert das seine Marge.
Die Steuer gilt auch für Anbieter ohne deutsche Lizenz, sofern sie in Deutschland steuerlich erfasst sind. Die Zahlung der Wettsteuer ist allerdings kein Beleg für eine deutsche Erlaubnis — ein Anbieter kann Steuern zahlen, ohne lizenziert zu sein. Eine Lizenz zeigt nur die Whitelist.
Rechtslage: GGL, Whitelist und illegale Angebote
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) ist die Aufsichtsbehörde für Sportwetten in Deutschland. Sie erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV und führt die Whitelist nach § 9 Abs. 8. Die Whitelist ist die einzige Stelle, an der geprüft werden kann, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat.

Die Whitelist wird regelmäßig aktualisiert. Der Stand vom 02.10.2026 weist 30 Einträge aus: 27 Veranstalter mit einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei Veranstalter nur für Pferdewetten. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre, eine Folgeerlaubnis verlängert. Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung — kein Enddatum. Wer ein Enddatum braucht, muss beim Anbieter nachfragen.
Wer in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis Sportwetten anbietet, betreibt nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Geltung. Die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt — namentlich vor „Platincasino“ und vergleichbaren Marken, die in Deutschland ohne Erlaubnis aktiv sind. Die Folgen für den Anbieter sind spürbar: Untersagungsverfügungen, Zahlungsblockaden, Netzsperren nach § 9 GlüStV, und strafrechtliche Verfolgung wegen Organisation oder Werbung nach §§ 284, 285 StGB.
Was das für den Wettenden bedeutet: Eine Wette bei einem Anbieter ohne deutsche Lizenz ist nach § 285 StGB formal eine Ordnungswidrigkeit, die mit Geldbuße bis zu sechs Monaten geahndet werden kann. In der Praxis verfolgt die Staatsanwaltschaft einzelne Spieler nicht; sie konzentriert sich auf die Anbieter. Das entlastet den Spieler aber nicht zivilrechtlich: Mehrere Gerichte — zuletzt der Bundesgerichtshof mit Vorlage an den EuGH vom 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) — haben die Rückzahlungspflicht unlizenzierter Anbieter bejaht oder offen gelassen. Die Schlussanträge des EuGH-Generalanwalts Nicholas Emiliou vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) halten es grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen, sofern die Behörde nicht zugesichert hat, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Kein Wettkunde kann sich darauf verlassen — die Rückzahlung ist Sache des Einzelfalls und der Gerichte.
Wer bei einem lizenzierten Anbieter wettet, hat dagegen klare Verhältnisse: Die Wette ist nach deutschem Recht erlaubt, der Anbieter unterliegt der Aufsicht der GGL, der Spieler ist in OASIS und LUGAS eingebunden, Limits und Sperren greifen, und das Geld liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto.
Die zehn lizenzierten Anbieter im Überblick
Die folgenden zehn Anbieter führen eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV. Die Liste folgt keiner Rangfolge und stellt keine Empfehlung dar. Jede Karte trägt das Datum der Ersterlaubnis und das Datum der Folgeerlaubnis, soweit die Whitelist eines nennt.
| Anbieter | Whitelist-Status | Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Betano | Erlaubt (Whitelist) | 19.02.2021 |
| Betway | Erlaubt (Whitelist) | 09.03.2021 |
| bwin | Erlaubt (Whitelist) | 09.10.2020 |
| DAZN Bet | Erlaubt (Whitelist) | 22.08.2023 |
| NEO.bet | Erlaubt (Whitelist) | 09.10.2020 |
| bpremium | Erlaubt (Whitelist) | 09.10.2020 |
| bet365 | Erlaubt (Whitelist) | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Erlaubt (Whitelist) | 02.11.2020 |
| Winamax | Erlaubt (Whitelist) | 29.06.2021 |
| Bet3000 | Erlaubt (Whitelist) | 22.04.2026 |
Die Daten sind der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Stand 02.10.2026, entnommen. Eine Whitelist-Erlaubnis bedeutet nicht, dass ein Anbieter das beste Quoten-Niveau hat — sie bedeutet, dass der Anbieter in Deutschland legal Sportwetten anbieten darf. Welche Quote er anbietet, ist seine Sache.
Betano (Betano.de)
Betano wird in Deutschland von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben, einer Gesellschaft mit Sitz in Malta. Die GGL-Erlaubnis für Sportwetten besteht seit dem 19.02.2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 16.12.2022 erteilt. Die im Apple App Store verfügbare App „Betano Sportwetten und Slots“ wird von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten und trägt in der Beschreibung Funktionen wie Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Der Anbieter spricht damit insbesondere Fußballfans an, die Live-Streams und Kombinationen aus mehreren Märkten eines Spiels schätzen. Wer auf eine Quote ausweicht, die andere Anbieter nicht haben, findet hier erweiterte Märkte; wer deutsche Regulierung und Live-Streaming aus einer Hand sucht, ist bei Betano richtig.
Betway (Betway.de)
Betway wird in Deutschland von der Betway Limited betrieben. Die GGL-Erlaubnis besteht seit dem 09.03.2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 23.12.2022 erteilt. Die App „Betway Sports Live Sportwetten“ führt in ihrer Beschreibung den Cash-Out mit grünem Symbol unter „Meine Wetten“ auf — volle oder teilweise Auszahlung ist möglich. Daneben nennt die App einen Wettkonfigurator für Fußballspiele und einen Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Wer ein einheitliches Sportwetten- und Casino-Erlebnis sucht und Cash Out als Standard-Funktion erwartet, ist hier gut aufgehoben. Wer eine breitere Auswahl an Wettkonfiguratoren erwartet, findet in der App mehrere Stufen.
bwin (Bwin.de)
bwin wird in Deutschland von der bwin (Deutschland) Limited betrieben, mit Sitz in Gzira, Malta. Seit dem 09.10.2020 liegt eine GGL-Erlaubnis vor, die 2022 durch eine Folgeerlaubnis ergänzt wurde. bwin gehört zu den etablierten Marken im deutschen Sportwettenmarkt und ist seit Jahrzehnten mit dem Sportwetten-Geschäft verbunden. Der Anbieter deckt ein breites Programm ab: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker zählen zu den Standard-Sportarten. Wer auf Marken-Vertrauen und ein vollständiges Sportprogramm Wert legt, ist bei bwin richtig; wer besonders enge Quotenmargen sucht, sollte das aktuelle Niveau prüfen — der Anbieter wirbt nicht vorrangig mit dem niedrigsten Margin.
DAZN Bet
DAZN Bet wird in Deutschland von der DZBT Operations Limited betrieben, mit Sitz in Zebbug, Malta. Die GGL-Erlaubnis besteht seit dem 22.08.2023 — der Anbieter ist damit der jüngste unter den etablierten Marken im Whitelist-Sample. DAZN steht seit Jahren für Sport-Streaming, und die Sportwetten-Marke baut auf dieser Bekanntheit auf. Wer ein DAZN-Abo hat und Sportwetten aus einer Hand bedienen will, findet hier eine Schnittstelle; wer DAZN nicht nutzt, hat keinen Vorteil gegenüber den anderen Anbietern.
NEO.bet
NEO.bet wird in Deutschland von der Greenvest Betting Limited betrieben. Die GGL-Erlaubnis datiert vom 09.10.2020, eine Folgeerlaubnis besteht seit 2022. NEO.bet positioniert sich als junges Angebot mit moderner Oberfläche und niedrigem Margin. Wer eine schlanke, schnelle Plattform schätzt und mit wenigen Klicks zur Wette kommen will, ist hier richtig. Wer ein riesiges Livewetten-Programm erwartet, findet bei anderen Anbietern mehr Tiefe.
bpremium (Bpremium.de)
bpremium wird in Deutschland von der Ladbrokes (Deutschland) Limited betrieben, mit Sitz in Gzira, Malta, eingetragen unter der Registernummer C92799. Die GGL-Erlaubnis besteht seit dem 09.10.2020, eine Folgeerlaubnis liegt seit 2022 vor. Die Geschäftsbedingungen sind mit Stand 03.04.2023 datiert. Der Anbieter trägt die Marke Ladbrokes im Hintergrund, eine der ältesten Wettmarken Europas. Wer eine Marke mit langer Historie sucht und ein solides Standardprogramm schätzt, ist hier richtig; wer ein besonders innovatives Livewetten-Erlebnis erwartet, findet anderswo mehr Funktionen.
bet365 (Bet365.de)
bet365 wird in Deutschland von der Hillside (Europe) ENC betrieben, mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die GGL-Erlaubnis ist seit dem 09.10.2020 aktiv, mit einer Folgeerlaubnis aus 2022. bet365 ist international eine der größten Sportwetten-Marken und deckt ein entsprechend breites Programm ab: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker sind Standard. Wer ein vollständiges Programm und ein hohes Wettvolumen sucht, ist bei bet365 richtig — die Marke gehört zu den ersten Adressen für Livewetten und Live-Streaming. Wer eine möglichst kleine, schlanke Plattform schätzt, kann sich von der Tiefe erschlagen fühlen.
bet-at-home (Bet-at-home.de)
bet-at-home wird in Deutschland von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben. Die GGL-Erlaubnis besteht seit dem 02.11.2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 22.12.2022 erteilt; eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besteht seit dem 28.12.2022. Der Anbieter ist in Deutschland und Österreich seit Jahrzehnten etabliert und trägt einen klassischen Markenkern. Wer eine bewährte Marke mit Standard-Programm sucht, ist hier richtig; wer besonders tiefe Märkte erwartet, sollte das aktuelle Programm prüfen.
Winamax (Winamax.de)
Winamax wird in Deutschland von der WINAMAX (Société anonyme) betrieben. Die GGL-Erlaubnis besteht seit dem 29.06.2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 08.12.2022 erteilt. Winamax bewirbt im Footer seiner Website „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und bezieht sich dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 01.04.2025 und 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Winamax bietet mit Winamax TV Live-Streams von La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von der NBA und der NFL. Wer 0 % Wettsteuer und Live-Streams aus einer Hand sucht, ist bei Winamax richtig. Wer auf einen Anbieter mit Spielersperre über OASIS angewiesen ist, kann sich ebenfalls anmelden — Winamax ist Teil der Whitelist.
Bet3000 (Bet3000.de)
Bet3000 wird in Deutschland von der I.B.C. Sportsbetting Limited betrieben, mit Sitz in Sliema, Malta. Die GGL-Erlaubnis besteht seit dem 22.04.2026 — der Anbieter ist damit der jüngste Neueintrag in der Whitelist. Bet3000 ist in stationären Wettbüros in Deutschland seit Jahrzehnten präsent und trägt diesen Hintergrund in das Online-Angebot. Wer den Wettbüro-Hintergrund kennt und eine Marke aus dem stationären Geschäft sucht, ist hier richtig; wer ein reines Online-Erlebnis mit besonders tiefen Live-Märkten erwartet, findet bei den etablierten Online-Marken mehr Tiefe.
Sportwetten ohne deutsche Lizenz: Warum die Whitelist entscheidend ist
Wer in Deutschland auf eine Europameisterschaft wetten will, braucht einen Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan gilt in Deutschland nicht — und die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt. „Platincasino“ wurde namentlich genannt; die Behörde sprach von „erfolgreichem Schlag gegen illegales Glücksspiel in Milliardenhöhe“.
Drei Dinge unterscheiden lizenzierte von unlizenzierten Anbietern: der Anschluss an OASIS und LUGAS, die Zahlungsmethoden und die Rechtsdurchsetzung. OASIS sperrt lizenzierte Anbieter übergreifend — wer in einem Anbieter gesperrt ist, kommt auch beim anderen nicht rein. LUGAS summiert das Einzahlungslimit anbieterübergreifend — wer 800 € bei Anbieter A eingezahlt hat, kann nur 200 € im Monat bei Anbieter B einzahlen. Bei einem unlizenzierten Anbieter gilt weder das eine noch das andere.
Zahlungsmethoden sind bei lizenzierten Anbietern auf Zahlungskonten im eigenen Namen beschränkt (§ 6b Abs. 4 GlüStV). Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen — der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus den lizenzierten Angeboten heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache; eine Lizenz allein garantiert keine bestimmte Zahlungsmarke.
Die Rechtsdurchsetzung ist der dritte Punkt. Ein lizenzierter Anbieter kann vor deutschen Gerichten verklagt werden, sein Treuhandkonto ist insolvenzgeschützt, und die Auszahlung des Restguthabens erfolgt bei Kontoschließung innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei (§ 6b Abs. 6-7). Bei einem unlizenzierten Anbieter ist all das nicht gesichert.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verweist auf ihrer Website auf Hilfsangebote und Sperrmöglichkeiten; eine Anmeldung bei einem unlizenzierten Anbieter fällt durch dieses Netz.
Häufig gestellte Fragen zur Europameisterschaft und den Wettquoten
Findet in diesem Jahr eine Fußball-Europameisterschaft statt und wann ist die nächste?
In diesem Jahr findet keine Fußball-Europameisterschaft statt. Nach der EM 2024, die Spanien im Finale gegen England gewann, liegt der Fokus nun auf dem Turnier 2028. Diese EM wird ab dem 9. Juni 2028 in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen, wobei das Endspiel am 9. Juli 2028 in London stattfindet. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen für dieses Turnier ist für den 6. Dezember 2026 in Belfast angesetzt. Wer heute Wettquoten zur EM sucht, findet meist Archivdaten zur EM 2024 oder erste Langzeitquoten für das kommende Turnier.
Wo wird die EM 2028 ausgetragen und wie sieht der Turnierplan aus?
Das Turnier im Jahr 2028 findet in England, Schottland, Wales und Irland statt und umfasst 24 Mannschaften. Der Zeitplan beginnt mit dem Eröffnungsspiel am 9. Juni in Cardiff; das Finale ist für den 9. Juli im Wembley-Stadion angesetzt. Der Modus umfasst sechs Gruppen, gefolgt von Achtelfinale (Ende Juni), Viertelfinale (Anfang Juli), Halbfinale (4./5. Juli) und Finale. Ein Spiel um den dritten Platz ist nicht vorgesehen. Die Qualifikation erfolgt über zwölf Gruppen; Gruppensieger und die besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt.
Wie lassen sich Langzeitquoten auf den Europameister lesen?
Eine Langzeitquote ist eine Wette auf ein Ereignis, das in weiter Zukunft liegt — beim Europameister 2028 sind es rund zwei Jahre vom jetzigen Zeitpunkt bis zum Finale. Die Quote besteht aus zwei Teilen: der Einschätzung des Anbieters zur Wahrscheinlichkeit des Ereignisses und seiner Marge. Eine Quote von 5,00 auf einen Favoriten bedeutet, dass der Anbieter die Chance auf rund 20 % schätzt, abzüglich seiner Marge. Die Quote verändert sich mit jeder Verletzung, jedem Spiel der Qualifikation und jedem Trainerwechsel. Eine hohe Quote heißt nicht „sicherer Gewinn“, sondern „der Anbieter bewertet das Risiko so“. Wer auf einen Außenseiter zu 25,00 setzt, setzt gegen die implizite Wahrscheinlichkeit des Anbieters — nicht auf einen „sicheren Ausgang“.
Wer gewann die EM 2024 und was lässt sich daraus für Favoritenquoten ableiten?
Spanien gewann die EM 2024 am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion mit 2:1 gegen England und holte den vierten Titel des Landes. Damit ist Spanien Rekordsieger der EM-Geschichte. Deutschland gewann die EM dreimal (1972, 1980, 1996). Für Favoritenquoten heißt das: Spanien geht als Titelverteidiger in jede neue EM mit einer niedrigeren Quote an den Start als die meisten anderen Mannschaften — die historische Bilanz schlägt sich im Preis nieder. Die Form und der Kader zur Zeit der Auslosung sind entscheidender als die Historie: Ein verletzungsfreier, eingespielter Kader schlägt einen starbesetzten Kader mit vielen Ausfällen.
Welche Livewetten sind bei Turnierspielen in Deutschland erlaubt?
In Deutschland sind Livewetten während eines laufenden Sportereignisses nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt — und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ist erlaubt, nächster Satz im Tennis ist erlaubt. Nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball ist nicht erlaubt. Welche Wetten ein Anbieter konkret anbietet, steht in seinem genehmigten Wettprogramm. Cash Out ist keine regulatorische Funktion, sondern eine freiwillige Leistung des Anbieters.
Woran lässt sich erkennen, ob ein Anbieter für die EM eine deutsche Erlaubnis hat?
Die einzige verlässliche Quelle ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Die Whitelist wird regelmäßig aktualisiert und listet jeden Anbieter mit Domain, Betreiber und Datum der Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist keine Lizenz; eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Geltung. Wer auf der Whitelist steht, hat eine deutsche Erlaubnis für Sportwetten — und ist an OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat angeschlossen. Wer nicht auf der Whitelist steht, betreibt in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV.
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