French Open Wetten 2026
Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026

Das Sandplatzturnier in Paris ist Geschichte, sobald der Spielplan steht: 24. Mai bis 7. Juni 2026 liefen die French Open 2026, Finale der Herren am 7. Juni, Finale der Damen am 6. Juni. Wer jetzt überlegt, eine Wette zu platzieren, hat es nicht mehr mit einer offenen Auslosung zu tun, sondern mit einem Referenzereignis, das jede Buchmacherbilanz und jede Quotenstudie der nächsten Monate mitprägt. Dieser Artikel betrachtet die French Open 2026 als Bezugspunkt: was gespielt wurde, wie die Wettmärkte funktionierten, wer in Deutschland eine Erlaubnis hat und welche Konsequenz aus den Regeln folgt.
Was die French Open als Wettturnier ausmacht
Sand, fünf Gewinnsätze bei den Herren, zwei bei den Damen, Tiebreak bis sieben und ab dem Entscheidungssatz der Match-Tiebreak bis zehn – diese Mechanik entscheidet, wie Buchmacher ihre Märkte zuschneiden. Ein Satz dauert auf Sand länger als auf Hartplatz, Aufschlag-Games werden häufiger gebrochen, Favoriten verlieren Sätze, ohne das Match zu verlieren. Daraus entstehen drei Eigenschaften, die jede Wette auf Roland Garros prägen.

Erstens: ein langer Satz verschiebt das Tempo. Auf Sand wird seltener in drei Sätzen entschieden als auf Rasen oder Hartplatz, das Herrenfeld geht tendenziell weiter in die Runden. Wer auf einen klaren Außenseiter-Tip in Runde eins setzt, muss einplanen, dass ein fünf-Satz-Match die Form über zwei Tage streuen kann – Aufschlagverlust, Wetterpause, Schmerzpause.
Zweitens: Handicap und Satzwette leben von diesem Tempo. Weil Favoriten häufiger einen Satz abgeben als in Wimbledon, sind Handicap-Linien (-3,5 Games, -1,5 Sätze) und Satzwetten (Satz 1, Satz 2) liquider als anderswo – mehr Liquidität heißt in der Regel engere Margen, weil sich das Risiko auf beide Seiten verteilt. Auf hartplatz-dominierten Turnieren sieht die Verteilung anders aus.
Drittens: der Tiebreak im Entscheidungssatz. Seit März 2022 spielen alle vier Grand-Slam-Turniere den dritten Satz der Damen und den fünften der Herren als Match-Tiebreak bis zehn mit zwei Punkten Vorsprung. Diese Regel hat zwei wettrelevante Effekte: Livewetten auf „nächsten Punkt“ werden unattraktiv, weil der Tiebreak strukturiert abläuft, und Wettmärkte auf Gesamtzahl Games oder Handicap werden berechenbarer – ein Match-Tiebreak fügt 12 oder 13 Games hinzu, exakt planbar.
Dass Nadal die Herrenkonkurrenz 14-mal gewann und Chris Evert siebenmal die Damen, ist die Historie, die jedes Wettprogramm im Footer mitführt. Sie prägt die Quote nicht direkt, aber sie prägt das Bild der Spieler, auf die Quote gesetzt wird.
Die French Open 2026 als Referenz
Vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 wurde auf den Sandplätzen im Stade Roland Garros gespielt. Im Herreneinzel gewann Alexander Zverev (Deutschland) im Finale gegen Flavio Cobolli (Italien), im Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Das Gesamtpreisgeld lag bei 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber 2025; die Einzelsieger erhielten jeweils 2.800.000 €.
Diese Zahlen sind die Punkte, an denen jeder Vergleich ansetzt. Wer für 2027 plant, schaut nicht auf die Quoten von 2026, sondern auf den Verlauf: Wer kam mit welchem Vorlauf in welche Runde, wer ging über die volle Distanz, wer gab auf. Die Wettmärkte für 2027 bauen auf den Lehren aus 2026 auf – die Spielerprofile, die Sandform im Frühjahr, die Head-to-Heads auf dem Belag.
Was 2026 nicht zeigt, ist die Auszahlungspraxis. Wer vor dem Turnier eine Siegwette platziert hat, weiß: die Auszahlung erfolgt erst nach dem offiziellen Ende des Events, nicht während der Finalwoche. Das ist eine eigene Mechanik, die mit der Quote selbst nichts zu tun hat.
Rechtslage in Deutschland: nur die Whitelist zählt
In Deutschland darf Sportwetten im Internet nur anbieten, wer eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder hat. Die Erlaubnis beruht auf § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (in Kraft seit 1. Juli 2021), die Aufsicht liegt bei der GGL in Halle (Saale). Die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige Test, ob ein Anbieter eine Erlaubnis hat.

Der Stand vom 02.10.2026 listet 30 Einträge – 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, drei nur Pferdewetten. Jede Domain auf der Liste ist eine .de-Domain – aber eine .de-Domain allein beweist nichts. Eine in Malta oder Curaçao ausgestellte Lizenz hat in Deutschland keine Relevanz, das Angebot solcher Anbieter an Endkundinnen und Endkunden in Deutschland ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt.
Eine Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1 GlüStV). Die Whitelist zeigt nur das Ausstellungsdatum, kein Enddatum – wer ein Enddatum nennt, erfindet es.
Für die Wette auf die French Open bedeutet das: wer bei einem Anbieter ohne Whitelist-Sportwetten-Erlaubnis setzt, bewegt sich außerhalb des erlaubten Markts. Folgen: keine Anbindung an OASIS, keine Anbindung an die LUGAS-Limitdatei, keine eigene Spielersperre über deutsche Stellen, keine Auszahlungsgarantie nach § 6b Abs. 6-7, im Streitfall kein deutsches Gerichtsverfahren. Die GGL spricht in solchen Fällen von unerlaubtem Glücksspiel und kann über § 9 GlüStV Zahlungs- und Netzsperren anordnen.
Ob die Wette vor einem deutschen Gericht zurückgefordert werden kann, ist derzeit offen. Der BGH hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) es grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Beides ist keine Garantie, dass eine einzelne Wette erstattet wird, sondern ein laufendes Verfahren, das die rechtliche Lage verschiebt.
Was eine deutsche Erlaubnis konkret bedeutet
Eine Erlaubnis bringt fünf konkrete Pflichten mit sich, die jede Wette auf die French Open unmittelbar berühren.
Vollständige Identitätsprüfung. Jeder Anbieter führt eine Kontoerlaubnis mit vollständiger Verifizierung (§ 6a GlüStV). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter maximal 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen zulassen – ein Übergangsfenster, das auf den French-Open-Spielplan zugeschnitten keine Rolle spielt.
Monatliches Einzahlungslimit von 1.000 €. Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die zentrale LUGAS-Limitdatei (§ 6c Abs. 1). Eine Anbieter darf für einzelne Spielende ein höheres Limit setzen – bis 10.000 € generell und 10.000 bis 30.000 € für maximal ein Prozent seiner aktiven Spielenden –, aber nur gegen nachweisbaren wirtschaftlichen Hintergrund, eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung frühestens nach sieben Tagen. Für French-Open-Wetten heißt das: wer im Mai und Juni viel Live setzt, läuft ins Limit und muss zwischen Anbietern verteilen, was bei parallel laufendem Schutzen über die Aktivitätsdatei sofort sichtbar wird.
OASIS-Sperrsystem. Jeder Anbieter prüft bei Registrierung und Login die OASIS-Spielersperrdatei (§§ 8, 8a GlüStV). Wer sich selbst sperrt, gibt mindestens drei Monate Sperrdauer an, ansonsten gilt mindestens ein Jahr. Eine Selbstsperre erstreckt sich auf alle angeschlossenen Anbieter.
Panikbutton. Eine Sofort-Sperre für 24 Stunden lässt sich jederzeit über den Button im Spielerkonto auslösen (§ 6i Abs. 3). Sie ist keine Selbstanalyse, sondern eine harte Pause, die für eine Übernachtung reicht.
Zahlung nur auf eigene Konten. Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto zulässig, das auf den Namen des Spielenden lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Produkte – sind ausgeschlossen. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Was das für die Wette bedeutet: wer French-Open-Wetten platziert, hinterlässt eine vollständige Spur in der LUGAS-Datei, ist in OASIS prüfbar und zahlt nur über ein eigenes Konto ein. Anonym zu spielen ist auf einer Whitelist-Domain nicht möglich.
Verantwortliches Wetten: was die Regeln leisten und was nicht
Die deutsche Regulierung verbindet drei Schutzebenen – Eigenkontrolle (Selbstlimit über das Spielerkonto), Anbieterkontrolle (vollständige Verifizierung, Parallel-Spiel-Verbot über die Aktivitätsdatei) und externe Kontrolle (OASIS). Auf den ersten Blick deckt das die zentralen Risiken ab: zu hoher Einsatz, parallel bei mehreren Anbietern, Selbstausschluss bei Problemen.
Auf den zweiten Blick hat jede Ebene eine Lücke, die im Spielalltag auffällt.
Die monatliche 1.000-Euro-Grenze ist eine Einzahlungsgrenze, kein Verlustlimit. Wer mit 1.000 € einzahlt und konsequent auf Quote 1,30 setzt, verliert statistisch nur einen Bruchteil seiner Einzahlung pro Wette – und kann viele Wetten platzieren, bevor das Geld aufgebraucht ist. Wer umgekehrt auf Quote 4,00 setzt und das gesamte Monatslimit in eine Handvoll Wetten steckt, ist nach drei verlorenen Wetten durch. Das Limit schützt vor Tempo-Verlusten, nicht vor Punktverlusten.
OASIS verhindert, dass gesperrte Personen weiterspielen. Es verhindert nicht, dass jemand sich im Affekt selbst sperrt, nach Ablauf der drei Monate wieder anmeldet, innerhalb von Stunden höhere Limits beantragt und in der Woche darauf das Doppelte verliert. Eine Sperre ist eine Pause, keine Therapie.
Der Panikbutton ist 24 Stunden, nicht 24 Tage. Wer nachts um drei auf den Button drückt, ist morgens um sechs nicht mehr gesperrt. Das ist Absicht – der Button ist für den Moment, nicht für die Krise. In einer echten Krise ist die OASIS-Selbstsperre der Weg.
Das ist nicht das Versagen der Regulierung – es ist die Grenze dessen, was Regeln leisten können. Wer auf Roland Garros setzt und merkt, dass die Wette zur Pflicht wird, hat in der Selbstsperre das wirksamste Mittel. Wer noch nicht so weit ist, sollte sich zumindest an die festen Werte halten: Einzahlungslimit nutzen, Wettschein vor dem Klick prüfen, Parallel-Spiel vermeiden.
Wettarten, Quoten und das, was sie wirklich bedeuten
Auf den French Open treffen im Wettschein drei Hauptmärkte aufeinander: Siegwette, Satzwette und Handicap. Sie sind die Grundlage jeder Livewette und jeder Kombinationswette, die Buchmacher auf Roland Garros anbieten.
Siegwette: Match-Winner und Turniersieger
Die Siegwette ist die einfachste Form: Wer gewinnt das Match? Beim Turniersieger-Markt wird die Quote auf den späteren Champion gesetzt – vor oder während des Turniers. Diese Quote hat zwei Komponenten, die in der angezeigten Zahl verschwinden: die Wahrscheinlichkeit, dass der Spieler oder die Spielerin tatsächlich gewinnt, und die Marge des Buchmachers. Beide Komponenten werden addiert und als einzelne Dezimalquote ausgegeben.
Was das in der Praxis heißt: Eine faire Quote auf einen Spieler mit 50 Prozent echter Gewinnchance wäre 2,00. Zeigt der Buchmacher 1,85, ist das nicht „falsch“ oder „unfair“, sondern eine faire Quote minus Marge. Wer die echte Wahrscheinlichkeit schätzt und mit der angebotenen Quote vergleicht, sieht, ob sein Modell einen Wert identifiziert – aber das Modell braucht eigene Datenpunkte, nicht nur die Buchmacherquote.
Das gilt für jedes Match und jedes Turnier, auch für die French Open. Die Quoten, die vor Turnierbeginn gesetzt werden, sind besonders margenhaltig, weil das Feld groß ist und Buchmacher das Risiko auf viele Spielende verteilen müssen.
Satzwette und Satz Handicap
Sandplatzspiele sind länger als Hartplatzspiele. Diese Eigenschaft ist der Schlüssel zum Verständnis von Satzwetten und Satz-Handicap.
Die Satzwette fragt: Wer gewinnt Satz eins, Satz zwei, den dritten Satz der Damen oder den fünften Satz der Herren? Die Quote reflektiert die Form der Spieler auf Sand, den Aufschlagvorteil im jeweiligen Satz und die Tagesverfassung.
Ein Handicap geht einen Schritt weiter: Wer gewinnt mit mindestens zwei Sätzen Unterschied? Bei den Herren wäre das -1,5 Sätze Handicap, ein klarer Favorit müsste 3:0 oder 3:1 gewinnen, damit die Wette hält. Bei den Damen ist -1,5 Sätze schon 2:0.
Die Marge auf Handicap-Linien ist tendenziell enger als auf Sieger-Quoten, weil das Risiko klarer verteilt ist – Buchmacher können das Risiko auf beide Seiten verteilen und so weniger Vorsicht einpreisen. Das ist kein Naturgesetz, sondern eine Tendenz, die sich je nach Anbieter und Belag unterscheidet.
Wie Marge und Auszahlungsquote zusammenhängen
Jede Quote, die ein Buchmacher anzeigt, trägt eine Marge in sich. Auf einem Zwei-Wege-Markt – etwa „gewinnt Spieler A oder Spieler B?“ – lässt sich die Marge direkt berechnen.
Ein Beispiel: beide Spieler stehen bei Quote 1,90. Die faire Auszahlung wäre 1,90 – 1 = 0,90 pro eingesetztem Euro, wenn die echte Gewinnchance 50 Prozent wäre. Tatsächlich teilt der Buchmacher den Markt in zwei Hälften und behält einen Anteil.
Die Auszahlungsquote berechnet sich als 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ) über alle Ausgänge eines Marktes. Bei zwei Ausgängen mit Quote 1,90 wäre das: 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,9500. Die Auszahlungsquote liegt also bei rund 95 Prozent, die Marge entsprechend bei rund fünf Prozent.
Auf einem Drei-Wege-Markt – Spieler A, Spieler B, Aufgabe – wäre die Rechnung komplexer und die Marge tendenziell höher, weil das Risiko auf drei Ausgänge verteilt ist. Auf einem Sieger-Markt mit zwölf Spielenden vor Turnierbeginn liegt die Marge noch höher, oft im Bereich von acht bis zwölf Prozent – jeder zusätzliche Ausgang verteilt das Risiko, kostet aber Liquidität und Buchmacher nehmen mehr Vorsicht.
Für die French Open heißt das: je spezifischer die Wette, desto höher tendenziell die Marge. Sieger des Turniers vor Turnierbeginn ist der margenhaltigste Markt, Matchwinner zur Spielzeit einer Endrunde der margenärmste.
Die Konsequenz einer „fairen“ Quote
Was bedeutet eine Quote von 1,85 für die Wettenden? Sie bedeutet, dass der Einsatz im Erfolgsfall mit 1,85 multipliziert ausgezahlt wird – bei einem Einsatz von 10 € sind das 18,50 € Rückzahlung, davon 8,50 € Nettogewinn. Was die Quote NICHT bedeutet: dass die Chance auf den Gewinn 54 Prozent beträgt (1 ÷ 1,85 = 0,5405). Das wäre nur dann der Fall, wenn der Buchmacher keine Marge einrechnen würde – was kein seriöser Anbieter tut.
Wer auf 1,85 setzt, gewinnt nicht in 54 Prozent der Fälle. Die echte Gewinnchance ist niedriger – typischerweise im Bereich von 48 bis 52 Prozent, abhängig davon, wie der Buchmacher die Marge verteilt. Der Unterschied ist die Marge.
Was die Sportwettensteuer mit der Quote macht
Die deutsche Sportwettensteuer (§§ 16-25 RennwLottG) beträgt 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ – das sind effektiv 5,3 ÷ 105,3 ≈ 5,03 % des eingesetzten Betrags. Die Steuer wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spielenden (§ 19).
Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, ist seine Entscheidung. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Bruttoeinsatz ab – ein Einsatz von 10 € wird zu 9,50 €, die Quote bleibt unverändert, der Bruttogewinn sinkt. Andere Anbieter ziehen die Steuer vom Gewinn ab – der Einsatz bleibt 10 €, aber von einem Auszahlungsbetrag von 18,50 € werden etwa 0,48 € Steuer abgezogen. Eine dritte Variante ist die werbliche Aussage „0 % Wettsteuer“ – was nichts anderes bedeutet, als dass der Anbieter die Steuer aus eigener Tasche trägt und nicht an die Spielenden weitergibt.
Winamax bewirbt diese Variante und beruft sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Studie ist bezahlt und von Winamax in Auftrag gegeben, der Werbecharakter ist offensichtlich – aber die Steuerbefreiung für Spielende ist real.
Wer die Steuer in seine Entscheidung einbezieht, sollte prüfen, wie der Anbieter sie handhabt. Bei einer Quote von 1,90 und einem Einsatz von 100 € beträgt die Auszahlung 190 €. Zieht der Anbieter die Steuer vom Einsatz ab, sinkt der Einsatz auf 94,97 €, die Auszahlung auf 180,44 € (94,97 × 1,90). Zieht der Anbieter die Steuer vom Gewinn ab, bleibt der Einsatz bei 100 €, aber vom Gewinn von 90 € werden etwa 4,53 € abgezogen, die Auszahlung liegt bei 185,47 €. Trägt der Anbieter die Steuer, zahlt der Spielende 100 € ein und erhält 190 € zurück.
Was Livewetten in Deutschland dürfen und was nicht
Die deutsche Regulierung unterscheidet strikt zwischen Pre-Match-Wetten und Live-Wetten. § 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt Live-Wetten während eines laufenden Events nur auf das Gesamtergebnis oder auf „das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente“ – und das nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind.
Auf Tennis übertragen heißt das: Wetten auf den Gewinn des nächsten Satzes sind in Deutschland erlaubt. Wetten auf den Gewinn des nächsten Punktes, des nächsten Aufschlag-Games oder des nächsten Tiebreak-Punktes sind nicht erlaubt, weil der einzelne Punkt zu häufig vorkommt. Der Match-Tiebreak ab dem dritten Satz der Damen oder dem fünften Satz der Herren wird als ein „Punkt“ behandelt – Live-Wetten auf den Ausgang des Tiebreak sind daher ebenfalls unzulässig, weil der Tiebreak selbst aus vielen Punkten besteht.
Was das operativ bedeutet: Buchmacher mit deutscher Erlaubnis bieten während eines Matches nur sehr eingeschränkte Live-Märkte an. Wer das volle Live-Programm eines internationalen Anbieters kennt – nächstes Spiel, nächster Punkt, exakter Spielstand – bekommt auf einer Whitelist-Domain nur einen Bruchteil davon zu sehen. Das ist die direkte Konsequenz aus § 21 Abs. 4.
Was nicht erlaubt ist, wird von den Anbietern auch nicht angeboten – das ist die Geschäftsgrundlage. Wer auf einer Whitelist-Domain auf „nächster Punkt“ setzt, wird kein Angebot finden.
Was passiert bei Aufgabe oder Abbruch
Was geschieht mit einer bereits platzierten Wette, wenn ein Spieler aufgibt oder ein Match wegen Regens abgebrochen wird? Das ist eine der häufigsten Fragen im Tennis-Wettalltag und hat zwei Antworten.
Innerhalb eines Matches: gibt ein Spieler auf, wird die Wette in der Regel zugunsten des anderen Spielers ausgewertet – das ist die häufigste Regel der großen Anbieter und steht in den AGB jedes lizenzierten Anbieters. Bei Satzwetten hängt das Hochfahren vom Zeitpunkt der Aufgabe ab: wer nach dem ersten Satz aufgibt, verliert den ersten Satz in der Wette, der zweite Satz wird nicht ausgewertet.
Bei Abbruch durch äußere Umstände – Regen, Dunkelheit – wird das Match in der Regel am nächsten Tag fortgesetzt. Die Wette bleibt offen, bis das Match offiziell beendet ist. Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende, nicht zwischen den Tagen.
Für die French Open gilt zusätzlich: das Dach über dem Centre Court Philippe-Chatrier und dem Court Suzanne-Lenglen erlaubt es, Matches auch bei Regen fertig zu spielen. Bei Spielen auf den Außenplätzen kann ein Regenschauer das Match über Nacht unterbrechen – die Wette bleibt in diesem Fall offen und wird nach Fortsetzung regulär ausgewertet.
Was ein Anbieter auf Roland Garros leisten muss
Wer als Buchmacher auf den French Open eine nennenswerte Rolle spielen will, muss vier Dinge zusammenbringen: ein vollständiges Wettprogramm über alle Runden, von der Qualifikation bis zu den Finals; Live-Wetten im Rahmen des Zulässigen, also Satzgewinne und nicht Punkte; Auszahlung in angemessener Zeit, sobald das Match offiziell beendet ist; und einen Kundenservice, der bei strittigen Auswertungen erreichbar ist.
Die Qualifikation läuft mehrere Tage vor dem Hauptturnier. Wer auf Qualifikanten setzen will – im Dameneinzel 2026 erreichte Maja Chwalińska als Qualifikantin das Finale –, braucht Quoten, die vor der Qualifikation verfügbar sind. Die meisten großen Anbieter listen die Qualifikationsspiele mit deutlich weniger Tiefe als das Hauptfeld, manche schließen die Qualifikation ganz aus dem Wettprogramm aus.
Das Hauptturnier läuft über zwei Wochen. Wer auf das Turnier wettet – auf den Sieger, auf den Finalisten, auf das Halbfinale –, muss eine Quote über mehrere Wochen halten. Die Quoten ändern sich mit jeder Runde, weil neue Informationen über Form und Gesundheit der Spieler vorliegen.
Live-Wetten sind während des Matches verfügbar, aber nur auf das Gesamtergebnis oder den nächsten Satz. Das ist eine kleinere Auswahl, als die Werbung der Anbieter vermuten lässt. Wer mit einem Anbieter plant, der nur Pre-Market-Wetten anbietet, sollte sich dessen bewusst sein.
Die Auszahlung nach dem offiziellen Ende des Matches kann je nach Anbieter zwischen Minuten und Stunden variieren. Bei Kombinationswetten, die erst mit dem letzten Match des Wochenendes aufgelöst werden, kann die Auszahlung bis Montag dauern.
Vergleich: Wer hat die Erlaubnis und was er bringt
Die folgende Tabelle zeigt die Anbieter, die am 02.10.2026 auf der GGL-Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden, in der Reihenfolge der Planvorgabe. Sie ist kein Ranking und keine Empfehlung. Sie zeigt, wer die formale Voraussetzung erfüllt, eine Wette auf die French Open anzubieten, welche Gesellschaft hinter der Domain steht und seit wann die Erlaubnis gilt.
| Anbieter | Whitelist-Status | Inhaber laut Whitelist | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| Interwetten | Whitelist-Eintrag | Interwetten Gaming Limited, Malta | 02.11.2020 |
| ODDSET | Whitelist-Eintrag | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Sportingbet | Whitelist-Eintrag | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Whitelist-Eintrag | Torro Tec Limited, Malta | 30.06.2021 |
| AdmiralBet | Whitelist-Eintrag | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Winamax | Whitelist-Eintrag | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| bet-at-home | Whitelist-Eintrag | Bet-at-home.com Internet Limited, Malta | 02.11.2020 |
| DAZN Bet | Whitelist-Eintrag | DZBT Operations Limited, Malta | 22.08.2023 |
| 888sport | Whitelist-Eintrag | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| NEO.bet | Whitelist-Eintrag | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
Eine Folgeerlaubnis wurde bei allen genannten Inhabern erteilt (Daten finden sich in der Whitelist), sie ist hier aus Platzgründen nicht in einer eigenen Spalte geführt. Die Whitelist enthält keine End-daten; wer ein solches Datum in den Anbietertext schreibt, erfindet es. Die Erlaubnis nach § 4c Abs. 1 GlüStV läuft fünf Jahre ab Erteilung – eine Rechnung, die Anbieter in ihrer eigenen Kommunikation pflegen, die aber für die Frage, ob der Anbieter heute erlaubt ist, keine Rolle spielt.
Was die Tabelle nicht zeigt: das Wettprogramm im Detail. Wer auf welche Märkte setzen kann – Turniersieger vor Turnierbeginn, Matchwinner zur Spielzeit, Live-Satzgewinne – hängt vom Anbieter ab. Auch die Art, wie die Sportwettensteuer gehandhabt wird, ist anbieterspezifisch.
Interwetten
Interwetten ist seit dem 02.11.2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist, eine Folgeerlaubnis wurde am 27.12.2022 erteilt. Der Inhaber ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Malta. Interwetten gehört zu den Etablierten im deutschsprachigen Markt und war bereits vor der GGL-Regulierung aktiv. Für French-Open-Wetten bietet Interwetten ein typisches Tennis-Programm mit Sieger- und Satzwetten, Handicap-Linien und Livewetten im Rahmen des Zulässigen. Die Marge auf den Hauptmärkten bewegt sich im branchenüblichen Bereich; spezifische Werte sind nur auf dem Wettschein sichtbar.
ODDSET
ODDSET wird vom Regierungspräsidium Darmstadt beaufsichtigt – genauer: die Erlaubnis wurde am 15.12.2022 durch das Regierungspräsidium Darmstadt erteilt, die Aufsicht führt die GGL. Inhaber ist die ODDSET Sportwetten GmbH. ODDSET war über Jahrzehnte vor allem als stationäres Angebot der Lotto-Gesellschaften bekannt, das Online-Angebot kam später. Für die French Open bedeutet das eine gewisse Konservativität im Wettprogramm – das Angebot konzentriert sich auf die klassischen Märkte, ausgefallene Spezialwetten sind seltener als bei spezialisierten Online-Anbietern. Wer eine unaufgeregte Plattform mit deutscher Verwurzelung sucht, ist hier richtig.
Sportingbet
Sportingbet listet im Wettprogramm einen „Konfigurator+“ und Live-Wetten, die Sportarten umfassen Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Für die French Open steht damit das volle Tennis-Programm zur Verfügung – Sieger, Handicap, Satzwetten und Live-Wetten auf den nächsten Satz im Rahmen der GGL-Vorgaben. Der Konfigurator erlaubt es, mehrere Märkte desselben Matches zu kombinieren. Erste Erlaubnis seit 09.10.2020, Folgeerlaubnis am 21.12.2022. Inhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited.
Tiptorro
Tiptorro gehört zur Tipico-Gruppe, die deutsche App wird im App Store von der Torro Tec Limited (Malta) angeboten. Tiptorro beschreibt sich als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder“. Erste Erlaubnis seit 30.06.2021, Folgeerlaubnis am 27.12.2022. Die Plattform richtet sich an Spielende, die das Tipico-Ökosystem mit seinen Limits und Funktionen bereits kennen. Mit Blick auf Roland Garros ist das Wettprogramm breit aufgestellt.
AdmiralBet
AdmiralBet wird von der Greentube Betting Malta Limited betrieben, die Erlaubnis besteht seit 09.10.2020 mit Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für die French Open ist AdmiralBet einer der Anbieter mit längerer Historie im österreichisch-deutschen Markt. Die Plattform bietet das übliche Tennis-Programm; für Spielende, die Wert auf eine österreichische Verwurzelung legen, ist das ein vertrautes Umfeld.
Winamax
Winamax bewirbt im Footer seiner Website „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Diese Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 01.04.2025 und 30.08.2025, in der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Studie ist von Winamax beauftragt, aber die zugrunde liegenden Daten sind nachvollziehbar. Winamax bietet mit Winamax TV Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie, MLS, den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie NBA und NFL. Für die French Open heißt das: wer French Open wetten will und gleichzeitig die Matches im Stream sehen will, bekommt beides aus einer Hand. Die Steuerbefreiung ist ein klarer Vorteil auf den ersten Blick, muss aber gegen die Quoten der Mitbewerber abgewogen werden. Erste Erlaubnis seit 29.06.2021, Folgeerlaubnis am 08.12.2022. Inhaber ist die WINAMAX (Société anonyme).
DAZN Bet
DAZN Bet wird von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Malta betrieben, die Erlaubnis besteht seit 22.08.2023. Die Plattform ist mit dem DAZN-Streaming-Angebot verbunden – wer ohnehin ein DAZN-Abo hat, kann Sportwetten und Streaming zusammen nutzen. Für die French Open bedeutet das ein vollständiges Programm über die zwei Turnierwochen, mit der Möglichkeit, Matches im Stream zu sehen, ohne die Plattform zu wechseln. DAZN Bet ist im Vergleich zu den anderen Anbietern die jüngste Erlaubnis – entsprechend weniger Marktdaten zur Steuer- und Quotenpraxis.
bet-at-home
bet-at-home wird von der Bet-at-home.com Internet Limited mit Sitz in Malta betrieben, die Erlaubnis besteht seit 02.11.2020 mit einer Folgeerlaubnis am 22.12.2022. Der Anbieter gehört zu den etablierten europäischen Marken, ist in Deutschland aber ruhiger aufgestellt als in Österreich. Das Wettprogramm für Roland Garros deckt die Standardmärkte ab, was vielen Nutzern entgegenkommt.
888sport
888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die deutsche Erlaubnis wird von der 888 Germany Limited gehalten, erste Erlaubnis seit 30.06.2021, Folgeerlaubnis am 15.12.2022. 888sport ist im britisch-irischen Markt stark aufgestellt, in Deutschland ist die Plattform entsprechend international ausgerichtet. Das Tennis-Angebot für das Turnier umfasst die gängigen Märkte in einer klaren Struktur.
NEO.bet
NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben, die Erlaubnis besteht seit 09.10.2020 mit einer Folgeerlaubnis am 22.12.2022. NEO.bet gehört zu den kleineren Anbietern im deutschen Markt, setzt aber auf ein vollständiges Tennis-Programm und Live-Wetten im Rahmen des Zulässigen. Für die French Open ist NEO.bet eine Möglichkeit für Spielende, die einen weniger überlaufenen Anbieter suchen – das Wettprogramm ist schmaler, aber für die wesentlichen Märkte ausreichend.
Wie man auf den French Open sinnvoll wettet
Eine Wette auf Roland Garros folgt vier Schritten, die unabhängig vom Anbieter gleich aussehen.
Schritt eins: Anbieter prüfen. Steht die Domain auf der GGL-Whitelist? Wenn nein, ist die Wette in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel. Wenn ja, ist der Inhaber der Erlaubnis bekannt – Whitelist-Eintrag zeigt Datum und Gesellschaft.
Schritt zwei: Wettprogramm prüfen. Stehen die French Open im Wettprogramm? Welche Märkte werden angeboten – Turniersieger, Matchwinner, Satzwetten, Handicap? Welche Live-Märkte sind verfügbar – nächster Satz erlaubt, nächster Punkt nicht? Welche Märkte werden für die Qualifikationsrunde angeboten?
Schritt drei: Quoten vergleichen. Welche Quote bietet Anbieter A auf Spieler X, welche Anbieter B? Der Unterschied liegt oft im Bereich von 0,05 bis 0,10 – auf den ersten Blick wenig, auf eine Saison gerechnet aber substanziell. Wer über mehrere Anbieter hinweg vergleicht, sieht die Marge des Marktes und die Tendenz, ob der Anbieter zu einem Spieler „tendiert“.
Schritt vier: Wette platzieren und Auszahlung abwarten. Die Auszahlung erfolgt nach dem offiziellen Ende des Events – bei einem Match in der ersten Runde am Tag selbst, bei einer Turniersieger-Wette erst nach dem Finale. Wer vor dem Turnier eine Kombination über mehrere Matches setzt, muss bis zur Auflösung des letzten Spiels warten.
Diese vier Schritte setzen voraus, dass das eigene Spielbudget festgelegt ist und die LUGAS-Limitdatei im Hintergrund mitläuft. Wer parallel bei mehreren Anbietern spielt, ist durch die Aktivitätsdatei sichtbar – das ist Absicht der Regulierung und kein Datenschutzproblem.
Häufige Fragen zu den French Open
Wer gewann die French Open 2026 im Herren- und im Dameneinzel?
Das Herreneinzel entschied Alexander Zverev (Deutschland) im Finale gegen Flavio Cobolli (Italien) für sich. Im Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Beide Endspiele fanden im Stade Roland Garros in Paris statt, die Herren am 7. Juni 2026, die Damen am 6. Juni 2026.
Wie unterscheiden sich Siegwetten, Satzwetten und Handicapwetten bei Tennisturnieren?
Die Siegwette fragt nach dem Gewinner des Matches oder des Turniers. Die Satzwette fragt nach dem Gewinner eines bestimmten Satzes. Die Handicapwette verschiebt das Ergebnis künstlich: bei den Herren muss ein Favorit mit -1,5 Sätzen Handicap 3:0 oder 3:1 gewinnen, damit die Wette hält. Auf Sand sind Handicap-Linien liquider als auf schnelleren Belägen, weil Matches tendenziell länger dauern.
Welche Livewetten sind während eines Tennismatches in Deutschland erlaubt?
In Deutschland sind während eines laufenden Tennis-Matches nur Wetten auf das Gesamtergebnis und auf den Gewinn des nächsten Satzes zulässig – § 21 Abs. 4 GlüStV lässt Live-Wetten auf „das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente“ zu, aber nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Wetten auf den nächsten Punkt, das nächste Aufschlag-Game oder den nächsten Tiebreak-Punkt sind auf lizenzierten Plattformen nicht verfügbar.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Siegwette aus Einsatz und Quote, und wie wirkt die Sportwettensteuer?
Die Auszahlung einer Siegwette ist Einsatz × Quote. Bei einem Einsatz von 10 € und einer Quote von 1,85 sind das 18,50 € Rückzahlung, davon 8,50 € Nettogewinn. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf Einsatz minus Steuer – effektiv etwa 5,03 % des Bruttoeinsatzes. Ob der Anbieter die Steuer vom Einsatz, vom Gewinn oder gar nicht abzieht, hängt vom Anbieter ab. „0 % Wettsteuer“ bedeutet, dass der Anbieter die Steuer selbst trägt.
Woran ist auf der GGL-Whitelist zu erkennen, ob ein Anbieter für Tennis eine deutsche Erlaubnis hat?
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder listet jeden Anbieter mit einer Sportwetten-Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV auf – mit Domain, Inhaber und Datum der Erteilung. Eine Domain auf der Whitelist bedeutet: Tennis-Wetten sind im Rahmen der Erlaubnis zulässig. Eine Domain nicht auf der Whitelist bedeutet: kein legaler Markt in Deutschland. Whitelist-Einträge für Slots, Poker oder Casino sagen nichts über die Sportwetten-Erlaubnis aus – es sind getrennte Erlaubnisse.
Was geschieht mit einer Wette, wenn ein Spieler aufgibt oder ein Match abgebrochen wird?
Gibt ein Spieler auf, wird die Match-Wette in der Regel zugunsten des anderen Spielers ausgewertet, sofern die AGB des Anbieters keine andere Regelung vorsehen. Satzwetten werden nach dem Zeitpunkt der Aufgabe bewertet – Sätze vor der Aufgabe sind ausgewertet, der angefangene Satz wird storniert. Wird ein Match durch äußere Umstände – Regen, Dunkelheit – unterbrochen, bleibt die Wette offen und wird nach offizieller Fortsetzung regulär ausgewertet. Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Events.
Tennis – laenderspielwetten.com
Inhalt erstellt vom Team «laenderspielwetten.com»
