Tour de France Wetten 2026: Märkte, Anbieter und Kosten im Überblick
Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Die Tour de France ist das größte Radsportereignis des Jahres und für Wettanbieter in Deutschland rund drei Wochen lang das Schwerpunktprogramm. Die 2026er-Austragung lief vom 4. Juli bis zum 26. Juli 2026, Start in Barcelona, Ziel in Paris, 21 Etappen, 3.245 km, Gesamtsieger Tadej Pogačar vor Remco Evenepoel und Isaac del Toro. Wer heute nachlegt, schaut bereits auf die nächste Auflage. Wer aus Deutschland mitwetten will, hat es mit einer kleinen, klar abgegrenzten Auswahl an Veranstaltern zu tun: Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) führt in ihrer Whitelist nur Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis, und jede der zehn in diesem Vergleich besprochenen Marken ist dort mit einer .de-Domain verzeichnet. Das ändert nichts daran, dass die Quote jedes Marktes einen Buchmachermarge enthält, die Wettsteuer in Deutschland erhoben wird und das Standardeinzahlungslimit 1.000 € pro Monat beträgt. Dieser Überblick ordnet die Anbieter, die Wettarten und die Mechanik hinter dem, was eine Quote wirklich kostet.
Was Tour de France Wetten in Deutschland sind
Eine Wette auf die Tour de France ist eine Sportwette auf den Ausgang eines Sportereignisses – nach § 4 Abs. 3 GlüStV erst ab 18 Jahren, nach § 6a GlüStV mit vollständiger Identitätsprüfung und einem Konto je Anbieter. Vor der Verifizierung gilt eine 72-Stunden-Frist mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlung. Wer das alles hinter sich hat, kann auf Etappensieger, Gesamtsieger, Trikotwertungen oder kombinierte Märkte setzen, sofern der Anbieter den Markt im Programm führt. Was die GGL für Wetten erlaubt, steht in § 21 GlüStV: feststehende Quoten auf das Ergebnis eines Ereignisses oder eines Teils davon, einzeln oder kombiniert, und nur das, was die Behörde zugelassen hat.

Die Tour de France als Wettgegenstand unterscheidet sich von Ballspielen in einigen Punkten. Statt eines Spielplans gibt es einen Etappenplan mit Flachetappen, Bergetappen, Zeitfahren und Ruhetagendern, jeder Tag ein neuer Markt, jeder Rennverlauf ein neuer Input für Livewetten. Wer auf den Gesamtsieger setzt, wettet auf eine Addition von Zeiten über drei Wochen – die Tour folgt seit 1967 der Regel, dass die letzte Etappe an einem Sonntag endet, die Gesamtwertung also erst nach der Schlussetappe feststeht. Wer auf das grüne oder gepunktete Trikot wettet, wettet auf eine eigene Punkte- oder Bergwertung. Wer Etappen spielt, spielt 21 Einzelereignisse, jedes mit eigenem Quotenbild und eigenen Live-Märkten.
Drei Spezifika der Rundfahrt schlagen direkt auf die Wette durch. Erstens: Die Formkurve eines Fahrers über drei Wochen weicht vom Tageseindruck ab, was Langzeitwetten auf den Gesamtsieger tückisch macht. Zweitens: Ausreißer-Etappen mit Fluchtgruppen verzerren das Quotenbild, weil Buchmacher die Favoriten nicht zu kurz anbieten wollen und Außenseitern ungewöhnlich hohe Quoten geben. Drittens: Das Teamformat mit acht Fahrern seit 2018 (vorher neun) hat die Taktik verändert, was Quoten auf Mannschaftswertungen betrifft.
Geschichte und Format der Rundfahrt
Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern. Seit 1992 ist die Amaury Sport Organisation (ASO) Veranstalter. Die Streckenlänge pendelt um die 3500 km – die kürzeste Tour 1903 war 2428 km lang, die längste 1926 mit 5745 km. Die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet, jedes Team tritt mit acht Fahrern an. Die Trikots stehen für vier Wertungen: gelb für die Gesamtwertung, grün für die Punktewertung, gepunktet für die Bergwertung, weiß für die Nachwuchswertung. Die Gesamtwertung basiert auf addierten Zeiten, die Schlussetappe endet seit 1967 an einem Sonntag. Rekordsieger mit je fünf Gesamtsiegen sind Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar (2020, 2021, 2024, 2025, 2026).
Was sich aus dem Etappenplan ergibt
Der Etappenplan bestimmt das Wettprogramm. Eine Bergetappe in den Alpen eröffnet andere Märkte als ein Flachstück im Baskenland oder das Schlusszeitfahren. Wer auf Etappensieger setzt, achtet auf das Profil; wer auf den Gesamtsieger setzt, achtet auf das gesamte Etappenprofil und die Zeitfahrkilometer. Für Livewetten gilt: Innerhalb einer laufenden Etappe sind nach GGL-Praxis nur Wetten auf das Gesamtergebnis oder auf das nächste Teilereignis erlaubt, sofern solche Ereignisse im Sport selten sind – bei Radrennen zählt der nächste Etappensieg als seltenes Ereignis, womit Etappen-Livewetten zulässig bleiben.
Rechtslage und Whitelist in Deutschland
In Deutschland dürfen Sportwetten nur von Anbietern mit Erlaubnis der GGL angenommen werden, § 4 Abs. 1 GlüStV. Wer ohne diese Erlaubnis Wetten an deutsche Kunden vermittelt, betreibt unerlaubtes Glücksspiel und riskiert nach § 284 StGB eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe; Werbung kann nach § 284 StGB mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet werden, die Teilnahme als Spieler nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten – wobei Strafverfolgung gegen einzelne Spieler in der Praxis nicht etabliert ist. Die einzige verlässliche Prüfung ist die Whitelist der GGL nach § 9 Abs. 8 GlüStV.

Der Snapshot der Whitelist vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge: 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon auch mit Pferdewetten, drei weitere nur mit Pferdewettenerlaubnis. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – eine .de-Endung allein beweist allerdings keine Erlaubnis, nur der Eintrag in der Whitelist tut das. Eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV); die Whitelist zeigt nur das Erlaubnisdatum, kein Enddatum. Maßgeblich ist die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist – eine Casino- oder Pokererlaubnis desselben Halters erlaubt keine Sportwetten und umgekehrt.
Was Offshore-Anbieter von Whitelist-Anbietern trennt
Ein Anbieter mit Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta darf aus deutscher Sicht keine Sportwetten an deutsche Kunden vermitteln; diese Lizenzen haben in Deutschland keine Relevanz. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten – etwa unter dem Namen „Platincasino“ – gewarnt. Offshore hat konkret drei Folgen: keinen Anschluss an OASIS (die bundesweite Sperrdatei), keinen Anschluss an LUGAS (die Limit- und Aktivitätsdatei) und keinen deutschen Rechtsweg im Streitfall. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt – ein Musterfall lief über den BGH (Az. I ZR 90/23, Vorlage am 25. Juli 2024) und den EuGH, wo Generalanwalt Nicholas Emiliou am 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich hielt, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen; eine Ausnahme gilt, wenn die Behörde zugesichert hat, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Was der EuGH entscheidet, steht noch aus. Wichtig: Eine Rückzahlung ist damit niemandem versprochen.
Was die Whitelist-Erlaubnis konkret bedeutet
Eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV erlaubt das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet. Der Anbieter muss Identitätsprüfung, Einzahlungslimit, Sperrdatei-Anbindung, insolvenzgeschützte Spielergelder und Zahlungen nur vom eigenen Konto des Spielers gewährleisten. Auszahlungen erfolgen nach offiziellem Ende des Ereignisses; bei Kontoschließung wird das Restguthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7 GlüStV). Wer bei einem Whitelist-Anbieter spielt, bekommt diese Aufsicht; wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, bekommt sie nicht.
Spielerschutz: Budget, Sperre und 1.000-€-Limit
Die deutsche Regulierung setzt beim Spielerschutz vier Hebel an, die jeder beachten sollte, der drei Wochen lang Etappen mitwettet.
Erstens: das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV. Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf für einen Spieler ein höheres Limit setzen (bis 10.000 €, in einer zweiten Stufe 10.000–30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler), aber nur gegen nachgewiesene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit – eine Selbsterklärung genügt nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Offshore-Anbieter sind an LUGAS nicht angeschlossen; dort können Limits anders aussehen, was kein Vorteil ist, sondern fehlende Aufsicht.
Zweitens: OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV. Die bundesweite Sperrdatei wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstausschließung dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr.
Drittens: der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV. Er löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore: kein Panikbutton, keine Sperrdatei.
Viertens: paralleles Spiel nach § 6h GlüStV. Über LUGAS wird verhindert, dass ein Spieler zur selben Zeit bei mehreren Anbietern aktiv ist. Für das Tour-Wetten heißt das: Wer abends die Etappe verfolgt und bei Anbieter A wettet, kann nicht parallel bei Anbieter B live setzen.
Warum das bei der Tour de France besonders zählt
Drei Wochen, 21 Etappen, dazu Zeitfahren und Bergetappen – die Tour ist die längste zusammenhängende Wettphase des Radsportkalenders. Wer nicht im Vorhinein plant, läuft Gefahr, am Ende der zweiten Woche das Limit zu reißen oder in Nachwetten auf Etappen zu rutschen, die längst entschieden sind. Die einfachste Selbstdisziplin: Vor der ersten Etappe das Monatslimit setzen, einen festen Etappen-Einsatz definieren und Livewetten auf das Zeitfenster einer Etappe begrenzen. Das ist keine Empfehlung, es ist Mechanik, die die Rolle nicht in jedem Fall schützt, aber sie macht das Verhalten sichtbar.
Wettarten, Quoten und der Buchmachermarge
Eine Quote drückt aus, was der Anbieter im Erfolgsfall pro eingesetztem Euro auszahlt – als Dezimalzahl mit Komma, in Deutschland üblich 2,10 statt 2.10. Auszahlung ist Einsatz × Quote, der Nettogewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Das gilt für Einzelwetten, bei Kombiwetten multiplizieren sich die Quoten der Auswahlen zur Gesamtquote. Eine Wette von 10 € auf Quote 2,10 zahlt 21 € zurück, der Nettogewinn ist 11 €. Bei einer Kombiwette mit Quoten 1,80, 1,95 und 2,05 wird die Gesamtquote 1,80 × 1,95 × 2,05 ≈ 7,20; 10 € Einsatz zahlen 72 € zurück, der Nettogewinn ist 62 € – sofern alle drei Auswahlen treffen.
Was die Marge in der Quote macht
Hinter jeder Quote steckt die Marge des Anbieters – der Anteil, den er von jedem gesetzten Euro einbehält. Die Auszahlungsquote (auch Quotenschlüssel) ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes; die Marge ist 100 % minus Auszahlungsquote. Beispiel: Ein Markt mit zwei Ausgängen zu je 1,90 hätte eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 0,952 (95,2 %) und damit eine Marge von rund 4,8 %. Bei 1,85 / 1,85 wäre die Auszahlungsquote 1 ÷ (2 ÷ 1,85) ≈ 0,925, die Marge rund 7,5 %. Bei drei Ausgängen – etwa einem Etappensiegmarkt mit drei Favoriten – verschiebt sich das Bild: 1 ÷ (1/3,50 + 1/3,50 + 1/3,50) ≈ 0,857, Marge rund 14,3 %. Das ist die Mechanik, kein Vorwurf: Wer auf einen Außenseiter setzt, akzeptiert eine niedrigere Auszahlungsquote, weil die Auszahlung im Erfolgsfall hoch ist. Der Clou für den Leser: Die Marge ist über Märkte hinweg verschieden, und ein Vergleich von Anbietern bei identischem Markt zeigt den besseren Anbieter für genau diesen Markt. Eine pauschale Aussage „Anbieter X hat die besten Quoten“ deckt nicht alle Märkte ab.
Wie viel Marge am Ende übrig bleibt, hängt vom Marktformat ab. Drei-Wege-Märkte (1/X/2 beim Fußball, drei favorisierte Etappensieger) tragen mehr Marge als Zwei-Wege-Märkte (Kopf-an-Kopf-Duell, Over/Under auf Punktewertung). Spezialmärkte – Head-to-Head zwischen zwei Fahrern, Mannschaftswertung, Trikotsicherung in Etappe X – können noch höhermargig sein, weil weniger Wettvolumen den Preis weniger diszipliniert. Wer auf Standardmärkte (Gesamtsieger, Etappensieger mit großer Auswahl) setzt, bekommt in der Regel die knappsten Margen.
Wettarten bei der Tour de France
Die Wettarten, die alle zehn hier besprochenen Anbieter im Programm haben, folgen einem gemeinsamen Muster:
- Gesamtsieger: Wette auf den Fahrer, der nach der Schlussetappe in Paris die geringste Gesamtzeit hat. Die Quote wird vor der ersten Etappe festgelegt und reagiert auf den Rennverlauf; eine Wette nach der elften Etappe trägt das Risiko, dass der Favorit bereits eingebrochen ist oder dominiert.
- Etappensieger: Wette auf den Tagessieger einer einzelnen Etappe. Diese Märkte werden am Vorabend oder am Morgen der Etappe quotiert; bei Berg- und Zeitfahren sind die Felder kleiner, die Außenseiterquoten höher.
- Trikotwertungen: Vier Wertungen laufen über die ganze Tour, mit eigenen Quoten auf den Träger des gelben, grünen, gepunkteten und weißen Trikots nach der Schlussetappe. Das grüne Trikot ist eine Punktewertung mit Zwischensprints, das gepunktete Trikot eine Bergwertung mit Bergwertungspunkten, das weiße eine Nachwuchswertung nach Zeit für Fahrer unter 26 Jahren.
- Kopf-an-Kopf und Spezialmärkte: Wette, welcher von zwei Fahrern vorne liegt, ob ein Fahrer eine bestimmte Etappe übersteht (DNF = Did Not Finish), ob ein Favorit eine bestimmte Platzierung erreicht. Diese Märkte sind höhermargig und bei manchen Anbietern nur in der Etappenphase verfügbar.
- Livewetten während der Etappe: Wetten auf das laufende Rennen, die in einem engen Zeitfenster um die Etappe herum quotiert werden. Die GGL erlaubt Livewetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Gesamtergebnis oder auf das nächste seltene Teilereignis; bei Radrennen gilt der nächste Etappensieg als seltenes Ereignis.
Was die Wettsteuer angeht: Die Sportwettensteuer beträgt nach §§ 16–25 RennwLottG 5,3 % auf der Basis „Einsatz minus Steuer selbst“, was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht (5,3 / 105,3). Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler; ob und wie der Anbieter sie an den Kunden weitergibt, ist seine Entscheidung und steht in seinen AGB.
Tour de France 2026 als Wettrahmen
Die Austragung 2026 lief vom 4. bis 26. Juli 2026, Start in Barcelona, Ziel in Paris, 21 Etappen, 3.245 km Gesamtdistanz. Tadej Pogačar gewann seine fünfte Tour (2020, 2021, 2024, 2025, 2026) vor Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Isaac del Toro (UAE Team Emirates XRG). Mads Pedersen (Lidl-Trek) holte das grüne Trikot der Punktewertung, Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) das gepunktete der Bergwertung. Wer für die nächste Auflage plant, schaut auf den ASO-Etappenplan, sobald er im Herbst des Vorjahres veröffentlicht wird; feste Termine für den Grand Départ stehen typischerweise ein Jahr im Voraus.
Wer 2027 wetten will, sollte heute wissen: Die Buchmacher reagieren mit Vorlauf auf den Etappenplan. Gesamtsieger-Quoten werden oft Wochen vor dem Grand Départ veröffentlicht, Etappensieger erst am Vorabend. Bei den meisten Anbietern liegen die Quoten für die nächste Tour ab Ende des Vorjahres offen; sie passen sich dem Formverlauf der Fahrer in den Frühjahrsklassikern an (Paris-Nizza, Critérium du Dauphiné, Tour de Suisse).
Welche Märkte die Anbieter typischerweise führen
Gesamtsieger, Etappensieger und Trikotwertungen sind Standard; bei großen Rundfahrten kommen Spezialmärkte hinzu – etwa „Pogačar gewinnt mindestens drei Etappen“, „Evenepoel gewinnt das Zeitfahren“, oder Head-to-Head-Duelle zweier Fahrer über die Tourwertung. Bei Anbietern mit Konfigurator oder Bet Builder können Etappenauswahlen desselben Tages zu einer Kombiwette verbunden werden. Cash Out – das vorzeitige Auswerten einer offenen Wette – wird von mehreren der hier besprochenen Anbietern angeboten; bei Betway erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert wird angezeigt und kann ganz oder teilweise ausgezahlt werden.
Anbieter im Vergleich: Tour de France Wetten in Deutschland
Die folgende Tabelle zeigt die zehn in diesem Vergleich besprochenen Wettanbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis. Stand der Whitelist ist der 2. Oktober 2026. Eine Spalte zur Konzern- oder Holdingstruktur ist bewusst nicht aufgenommen – für die Spielerentscheidung zählt die Marke, unter der gewettet wird, und die Domain, die in der Whitelist steht.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Betway | Erlaubt · Whitelist-Eintrag für Betway.de, Inhaber Betway Limited | 09.03.2021 |
| bwin | Erlaubt · Whitelist-Eintrag für Bwin.de, Inhaber bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Betano | Erlaubt · Whitelist-Eintrag für Betano.de, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| bet365 | Erlaubt · Whitelist-Eintrag für Bet365.de, Inhaber Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 |
| DAZN Bet | Erlaubt · Whitelist-Eintrag für DAZN Bet, Inhaber DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Winamax | Erlaubt · Whitelist-Eintrag für Winamax.de, Inhaber WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| Tiptorro | Erlaubt · Whitelist-Eintrag für Tiptorro.de, Inhaber Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| Bet3000 | Erlaubt · Whitelist-Eintrag für Bet3000.de, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| Wettarena | Erlaubt · Whitelist-Eintrag für Wettarena.de, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020 |
| Interwetten | Erlaubt · Whitelist-Eintrag für Interwetten.de, Inhaber Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
Was die Tabelle nicht zeigt: Welche der zehn Marken die knappste Marge im Gesamtsiegermarkt hat, welche am aggressivsten Etappen quotiert, welche Cash Out ohne Cap anbietet, welche einen Konfigurator für Etappen-Kombinationen hat. Das steht in den Abschnitten unten, und es ist der Teil, der die Wahl für die Tour entscheidet. Eine Lizenzgarantie haben alle zehn, der Unterschied liegt in Mechanik und Programm.
Betway
Betway ist in Deutschland mit der Marke Betway.de auf der Whitelist, Inhaber ist die Betway Limited mit Sitz in Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis datiert auf den 9. März 2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 23. Dezember 2022 erteilt. Cash Out ist im Programm: Unter „Meine Wetten“ erscheint ein grünes Symbol, sobald eine offene Wette ausgewertet werden kann; angezeigt wird der aktuelle Wert, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil davon. Bei Fußballspielen gibt es einen Wettkonfigurator, Konfigurator+ verbindet Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer Kombiwette. Für Radsportwetten ist die App übersichtlich, das Livewetten-Angebot konzentriert sich auf Etappensieger und die nächste Etappe. Wer auf Etappen-Livewetten während der Tour setzt, bekommt hier eine der stabileren Umsetzungen.
bwin
bwin gehört zur Entain-Gruppe und ist in Deutschland mit der bwin (Deutschland) Limited auf der Whitelist. Ersterlaubnis am 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis am 23. Dezember 2022. Die Marke ist im deutschen Sportwetten-Markt seit Jahren etabliert, das Wettprogramm ist breit, die Quoten sind im Mittelfeld. Für die Tour heißt das: Gesamtsieger-, Etappensieger- und Trikotwertungen sind Standardprogramm; Livewetten auf Etappen funktionieren, Cash Out ist verfügbar. Die Wettsteuer wird – wie bei den meisten Anbietern üblich – direkt von der Quote abgezogen, was die angezeigte Quote entsprechend senkt. Wer eine etablierte Marke mit vollständigem deutschem Programm sucht, ist hier richtig; wer auf eine besonders knappe Marge aus ist, sollte die Quoten vor der Tour direkt vergleichen.
Betano
Betano wird in Deutschland von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben, Whitelist-Eintrag seit 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wirbt im App Store mit Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Für Radsport ist das Live-Streaming nicht der Schwerpunkt – Radsportübertragungen laufen in Deutschland primär über andere Sender –, aber der Bet Builder funktioniert auf Etappenebene: Kombinationen aus Tagessieger, Trikotwertung der Etappe und Spezialmärkten derselben Etappe sind möglich. Wer auf Etappen-Kombiwetten steht, hat hier ein gutes Werkzeug.
bet365
bet365 ist in Deutschland mit der Hillside (Europe) ENC auf der Whitelist, Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Ersterlaubnis am 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. bet365 ist im deutschen Markt der Anbieter mit der breitesten Quotenabdeckung; für die Tour bedeutet das: Quoten auf nahezu jeden Fahrer im Peloton, Etappensiegermärkte bereits am Vorabend, Live-Quoten während der Etappe. Der Cash Out ist bei bet365 besonders granular – Teil-Auszahlung, Auto-Cash-Out und ein eigenes Wetten-Interface. Die Wettsteuer wird direkt von der Quote abgezogen; wer die Steuer nicht im Bruttoformat rechnen will, sollte eine Wette in den AGB prüfen. Für Vielwetter ist bet365 die Referenz, der Preis ist die Quotenmarge im Mittelfeld.
DAZN Bet
DAZN Bet ist die Sportwetten-Marke hinter dem Streaming-Dienst DAZN, betrieben von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta. Whitelist-Eintrag seit 22. August 2023. Das Wettprogramm ist neu im deutschen Markt, der Fokus liegt auf Sportarten mit DAZN-Übertragungsrechten – Fußball, US-Sport, Boxen. Radsport ist im Programm, aber nicht der Schwerpunkt; für Tour-de-France-Wetten heißt das: Gesamtsieger und Etappensieger sind quotiert, das Programm ist schmaler als bei den etablierten Anbietern. Wer DAZN ohnehin abonniert hat und während der Tour Übertragung und Wette kombinieren will, findet hier die Integration; wer das breiteste Radsport-Programm sucht, ist anderswo besser aufgehoben.
Winamax
Winamax ist die jüngere der hier besprochenen Marken, in Deutschland mit der WINAMAX (Société anonyme) auf der Whitelist, Ersterlaubnis am 29. Juni 2021, Folgeerlaubnis am 8. Dezember 2022. Winamax bewirbt im Footer „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und beruft sich dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) vom 1. April bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Was das für die Tour bedeutet: Winamax weist die Wettsteuer nicht in der Quote aus, sondern trägt sie selbst – die angezeigte Quote ist die Bruttoquote. Die Aussage zu den „besten Quoten“ deckt Fußball, Tennis und Handball ab; für Radrennen ist sie nicht in derselben Weise belegt. Wer auf eine möglichst hohe Bruttoquote aus ist, findet hier eine andere Steuerlogik; wer eine etablierte Marke mit langer deutscher Historie sucht, schaut auf bwin oder bet365.
Tiptorro
Tiptorro wird in Deutschland von der Torro Tec Limited betrieben, Whitelist-Eintrag seit 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. Die App bewirbt sich im App Store als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Tiptorro positioniert sich im deutschen Markt mit einer Mischung aus Quotenschwerpunkt Fußball und einem kleineren Programm für Radsport; die Tour ist quotiert, aber nicht das Hauptprogramm. Wer einen Anbieter mit klar deutschem Auftritt und überschaubarem Programm sucht, ist hier richtig.
Bet3000
Bet3000 wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited betrieben, Whitelist-Eintrag seit 22. April 2026 – das ist die jüngste Ersterlaubnis der hier besprochenen Anbieter. Der Anbieter ist im deutschen Sportwetten-Markt stationär verwurzelt, mit Wettshops in mehreren Bundesländern; die Online-Plattform ist die digitale Ergänzung. Das Programm für Radsport ist im Aufbau; Gesamtsieger und Etappensieger sind quotiert, Livewetten während Etappen sind verfügbar, Cash Out ist im Programm. Wer einen Anbieter mit Wettshop-Hintergrund und einer jungen Online-Plattform sucht, schaut hier.
Wettarena
Wettarena wird ebenfalls von der I.B.C. Sportsbetting Limited betrieben, derselbe Inhaber wie Bet3000, aber unter eigener Marke und mit eigener Whitelist-Domain. Ersterlaubnis am 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022. Wettarena bewirbt sich als Zweitmarke der I.B.C. mit Schwerpunkt auf Online-Wetten; das Programm ist mit dem von Bet3000 vergleichbar, die Marke zielt auf ein anderes Kundensegment. Für Tour-Wetten gilt: Wettarena ist quotiert, das Programm ist solide, der Unterschied zu Bet3000 liegt in der Markenansprache und gelegentlich in Sonderaktionen.
Interwetten
Interwetten ist die älteste der hier besprochenen Online-Marken, gegründet 1990 in Österreich, in Deutschland mit der Interwetten Gaming Limited auf der Whitelist, Sitz in Sliema, Malta. Ersterlaubnis am 2. November 2020, Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. Interwetten positioniert sich mit „0% Wettsteuer“ – die Steuer wird vom Anbieter getragen, die angezeigte Quote ist die Bruttoquote. Das Programm ist breit, Radsport ist Standard, Livewetten auf Etappen sind verfügbar. Wer eine möglichst hohe Bruttoquote sucht und einen Anbieter mit langer Marktpräsenz will, hat hier eine zweite Option neben Winamax.
Was die Whitelist-Erlaubnis für die Wahl konkret bedeutet
Alle zehn Anbieter sind legal, an OASIS und LUGAS angeschlossen, und zahlen die Wettsteuer. Der wesentliche Unterschied in der Spielerfahrung liegt an drei Stellen: am Quotenbild (Marge), an der Mechanik von Cash Out und Konfigurator, und an der Frage, ob die Wettsteuer in der Quote steckt oder separat ausgewiesen wird. Wer auf Etappen-Livewetten mit Cash Out setzt, achtet auf die Granularität; wer Kombiwetten baut, achtet auf den Konfigurator; wer auf Bruttoquoten aus ist, achtet auf die Steuerlogik. Was die Tabelle nicht zeigen kann: Wie sich die Quoten der zehn Anbieter bei der nächsten Tour tatsächlich unterscheiden. Das muss der Spieler vor seiner Wette selbst vergleichen – auf jeder Marke, mit dem gleichen Markt, zur gleichen Zeit.
Häufige Fragen
Wo kann aus Deutschland auf die Tour de France gewettet werden und welche Anbieter sind erlaubt?
In Deutschland dürfen nur Anbieter mit Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder Sportwetten anbieten, geprüft über die Whitelist zum Stand 2. Oktober 2026. Für die Tour de France sind das unter anderem Betway, bwin, Betano, bet365, DAZN Bet, Winamax, Tiptorro, Bet3000, Wettarena und Interwetten, alle mit deutschem Whitelist-Eintrag.
Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Gesamtsieger, Etappensieger oder Trikotwertungen?
Standard sind Gesamtsieger, Etappensieger und Trikotwertungen (gelb, grün, gepunktet, weiß). Hinzu kommen Spezialmärkte wie Kopf-an-Kopf-Duelle, Etappenausgang mit DNF/NC-Quote und Kombinationen. Cash Out und Konfigurator sind nicht überall verfügbar; bei Betway erscheint Cash Out als grünes Symbol unter „Meine Wetten“, Betano bietet einen Bet Builder für Etappenkombinationen.
Wie wird die Auszahlung aus Einsatz und Quote berechnet, etwa bei einer Wette auf den Gesamtsieger?
Auszahlung ist Einsatz × Quote, der Nettogewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Bei Quote 4,50 und 10 € Einsatz zahlt die Wette 45 € zurück, der Nettogewinn ist 35 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote; 1,80 × 1,95 × 2,05 ≈ 7,20, 10 € Einsatz zahlen 72 € zurück, sofern alle Auswahlen treffen. Die Wettsteuer ist hier nicht eingerechnet.
Was ist bei Livewetten während einer Etappe erlaubt, und was nicht?
Während einer laufenden Etappe sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV und GGL-Praxis nur Wetten auf das Gesamtergebnis oder auf das nächste seltene Teilereignis zulässig. Bei Radrennen zählt der nächste Etappensieg als seltenes Ereignis, womit Etappen-Livewetten erlaubt sind. Wetten auf übernächste Etappen während der laufenden Etappe sind nicht zulässig; Cash Out ist eine Operator-Mechanik, keine GGL-Vorgabe.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer auf Quote und Auszahlung aus?
Die Wettsteuer beträgt 5,3 % auf „Einsatz minus Steuer selbst“, rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet; ob und wie der Anbieter sie an den Kunden weitergibt, ist seine Entscheidung. Manche Anbieter (etwa Winamax und Interwetten) werben mit „0% Wettsteuer“ und tragen sie selbst, andere ziehen sie direkt von der Quote ab. Welche Logik der Anbieter fährt, steht in den AGB.
Wie gilt das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € über alle Wettanbieter hinweg?
Das Limit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt 1.000 € pro Kalendermonat über alle Whitelist-Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen; ein höheres Limit bis 10.000 € ist nur gegen nachgewiesene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit möglich. Offshore-Anbieter sind an LUGAS nicht angeschlossen, weshalb ihr Limit formal unbeschränkt ist – was kein Vorteil, sondern fehlende Aufsicht ist.
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Inhalt erstellt vom Team «laenderspielwetten.com»
