Tour de France Wettanbieter 2026: zehn lizenzierte Anbieter im Vergleich

Updated Oktober 2026
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Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026

Eine leere Landstraße schlängelt sich im Morgenlicht durch einen Gebirgspass, am Straßenrand liegt ein einzelnes Rennrad im Gras.
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris statt und umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km.

Die Tour de France 2026 ist gefahren. Tadej Pogačar steht mit seinem fünften Gesamtsieg in einer Reihe mit Anquetil, Merckx, Hinault und Indurain, 21 Etappen, Start in Barcelona, Ziel in Paris, 3.245 km. Wer auf das nächste Rennen hinarbeitet, muss vorher klären, wo er überhaupt wetten darf — und was er dort bekommt. Dieser Vergleich geht genau diesen Weg: zuerst die Rechtslage, dann die Wettarten, dann zehn lizenzierte Anbieter im Überblick.

Rechtslage: warum die GGL‑Whitelist das einzige ist, was zählt

Wer in Deutschland Sportwetten anbietet, braucht eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV. Ausgestellt wird sie von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, kurz GGL, mit Sitz in Halle (Saale). Die GGL führt eine öffentliche Liste, die sogenannte Whitelist (§ 9 Abs. 8 GlüStV). Nur wer dort mit einer Sportwetten‑Erlaubnis für eine .de‑Domain steht, darf hierzulande legal wetten lassen. Der Snapshot vom 2. Oktober 2026 listet 27 Inhaber einer Sportwetten‑Erlaubnis — zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten — sowie drei weitere nur für Pferdewetten. Eine .de‑Domain allein beweist noch gar nichts.

Ein Schlüssel und ein Vorhängeschloss liegen auf einer Holzbank, im Hintergrund eine verschwommene Altstadtgasse.
Für bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Was in der Whitelist steht, ist das Datum der Ersterlaubnis und gegebenenfalls einer Folgeerlaubnis. Die Whitelist führt kein Enddatum, weil die erste Erlaubnis nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre läuft und dann verlängert werden muss — das aktuelle Datum steht immer in der Liste selbst. Was die Whitelist nicht zeigt: die Erlaubnis gilt nur für die Domain, die dort genannt ist. Eine Casino‑ oder Slot‑Erlaubnis eines Halters ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln und deckt keine Sportwetten ab.

Was darf überhaupt gewettet werden? § 21 Abs. 1 GlüStV erlaubt feste Quoten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse im Ereignis, einzeln oder in Kombination. Livewetten (§ 21 Abs. 4) sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubt — also beim Fußball das nächste Tor, beim Tennis der nächste Satz; der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball ist im Zuge der GGL‑Praxis nicht erlaubt. Was gar nicht geht: Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten, Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sowie Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse. Der Glücksspielvertrag kennt für Sportwetten keinen gesetzlichen Einsatz‑Deckel.

Was das für den Leser bedeutet: Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist‑Eintrag spielt, spielt unerlaubt. Wer auf einer .de‑Seite spielt, die nicht in der Whitelist steht, ebenso. Anbieter mit Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta haben in Deutschland keine Geltung — die GGL hat im September 2026 noch einmal ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt. Strafrechtlich steht das Veranstalten unerlaubten Glücksspiels nach § 284 StGB, das Bewerben nach § 285 StGB; die Teilnahme ist ebenfalls unter Strafe gestellt. Verfolgung einzelner Spieler ist in der Praxis nicht belegt — weder eine Freibrief‑Aussage noch ein Drama.

Zivilrechtlich sieht es für Spieler unerlaubter Anbieter inzwischen härter aus: Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht — ein Kläger verlangt von Tipico über 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C‑530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich gehalten, dass Anbieter ohne deutsche Erlaubnis verlorene Einsätze zurückzahlen müssen, mit einer Ausnahme für Fälle, in denen die Behörden zugesichert haben, die Erlaubnispflicht vorübergehend nicht durchzusetzen. Was das im Einzelfall heißt, wird der EuGH entscheiden — ein Anspruch auf Rückzahlung ist damit nicht versprochen.

Spielerschutz: was die Whitelist‑Anbieter an Regeln mitbringen

Wer bei einem Whitelist‑Anbieter spielt, bekommt den deutschen Schutzrahmen mitgeliefert. Wer bei einem Offshore‑Anbieter spielt, bekommt ihn nicht.

Ein Rennradlenker mit Bremshebeln im Nahbild, im Hintergrund unscharf eine sommerliche Hügellandschaft.
Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern.

Teilnehmen darf nur, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Pro Anbieter ist nur ein Konto zugelassen, mit vollständiger Verifizierung; ohne Verifizierung darf ein Anbieter nach § 6a maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € spielen lassen, ohne Auszahlung. Das zentrale Einzahlungslimit beträgt nach § 6c Abs. 1 GlüStV 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg — durchgesetzt über die LUGAS‑Limitdatei. Anbieter dürfen für einzelne Spieler höhere Limits setzen, bis 10.000 € generell und bis 30.000 € für höchstens ein Prozent ihrer aktiven Spieler, aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit — eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen.

Paralleles Spiel ist nach § 6h GlüStV verboten — überwacht über die LUGAS‑Aktivitätsdatei. OASIS (§§ 8, 8a) ist das bundesweite Sperrsystem: Anbieter prüfen es bei Registrierung und Login. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24‑Stunden‑Sperre aus. Offshore‑Anbieter sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen.

Zahlungen laufen nach § 6b Abs. 4 ausschließlich von einem Zahlungskonto, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut besteht, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel sind tabu — das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid‑Lösungen aus dem lizenzierten Markt heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, sagt nur der Anbieter selbst. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7).

Was also für den Spieler folgt: Bei einem Whitelist‑Anbieter sind die Sicherungen eingebaut, aber das 1.000‑€‑Standardlimit pro Monat ist die Norm, nicht die Ausnahme. Wer höhere Limits braucht, muss sie nachweisen — und beim ersten Anbieter nicht sofort, sondern nach Einrichtung und wirtschaftlicher Prüfung. Livewetten sind eingeschränkt: nur Endergebnis oder nächste Großkomponente. Wer auf eine bestimmte Spielweise innerhalb eines Spiels wetten will, stößt an die Grenzen von § 21 Abs. 4. Wer parallel bei zwei Anbietern spielen will, spielt illegal.

Wettarten bei der Tour de France: was der Buchmacher überhaupt anbietet

Die Tour ist kein Fußballspiel mit festem Spielplan — sie ist eine dreiwöchige Rundfahrt mit 21 Etappen und wechselnden Wertungen. Daraus ergeben sich andere Wettmärkte als im klassischen Ballsport. Wer auf das Gelbe Trikot setzt, wettet auf das addierte Zeitergebnis aller Fahrer über drei Wochen; wer auf eine Etappe setzt, wettet auf ein einzelnes Rennen von meist 100 bis 200 km Länge; wer auf das Grüne Trikot setzt, wettet auf die Punktewertung im Massensprint; wer auf das Gepunktete Trikot setzt, wettet auf die Bergwertung über die kategorisierten Anstiege.

Gesamtsieg. Die Königsdisziplin. Die Quote steht oft Monate vor dem Grand Départ fest und bewegt sich mit jeder Etappe. Wer vor dem Rennen wettet, dessen Wette wird während des Rennens nicht ausgewertet — und wer während des Rennens auf den Gesamtsieg wettet, der wettet de facto auf den Rest der Rundfahrt, denn die Zeiten addieren sich kumuliert. Bei der Tour 2026 stand Pogačar bei vielen Anbietern vor dem Start ganz oben; im Ziel stand er wieder ganz oben — nur eben mit fünf Sternen statt vier.

Etappensieg. Hier wird das Feld neu gemischt, Tag für Tag. Eine schwere Bergetappe ist ihr eigenes Rennen; ein flaches Teilstück ist Sprint‑Terrain. Etappenquoten schwanken stärker als die Gesamtquote, weil das Teilnehmerfeld pro Etappe unterschiedlich aussieht — Ausreißer, Helfer, Kapitäne. Wer auf Etappen wettet, wettet 21‑mal unabhängig, und jede Etappe wird ausgewertet, sobald die Ziellinie in dem jeweiligen Teilstück erreicht ist.

Trikotwertungen. Das Grüne Trikot wird im Sprint vergeben, an den Fahrer mit den meisten Punkten aus den Etappenankünften und den ausgewählten Zwischensprints. Das Gepunktete Trikot geht an den Bergbesten — wer die meisten Punkte an den kategorisierten Anstiegen sammelt. Das Weiße Trikot steht für die Nachwuchswertung der Fahrer unter 26 Jahren. Diese drei Wertungen sind eigenständige Wettmärkte, laufen aber parallel zum Gesamtklassement — und sind daher tagesaktuelle Wetten auf die Form des Tages.

Duellwetten und Spezialmärkte. Wer gegen wen, wer im Zeitfahren vorn, wer verliert am meisten Zeit im ersten Anstieg, wer gewinnt die erste Etappe, wer gewinnt die letzte, wer trägt das Gelbe Trikot in Paris — solche Märkte bieten die meisten Anbieter an, manche als Einzelwette, manche in Kombination.

Was im Radsport fehlt: ein klassischer 1X2‑Markt. Rennen kennen keinen Heimsieg und keinen Auswärtssieg; sie kennen einen Sieger. Wer auf die Quote 1,90/1,90 als Beispielmarkt schaut, der schaut auf eine Zwei‑Wege‑Wette wie Kopf oder Zahl — und genau das ist der Markt, an dem sich die Marge am einfachsten zeigen lässt.

Wettquoten, Auszahlung und Buchmacher-Marge

Eine Wette ist eine Vereinbarung über einen Multiplikator. Wer 10 € auf eine Quote von 4,50 setzt, bekommt bei Sieg 45 € ausgezahlt; der Nettogewinn ist 35 €, denn der Einsatz wurde zurückgegeben. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine zu einer Gesamtquote, und der Einsatz wird einmal gesetzt, nicht 21‑mal. Das ist die Seite des Spielers: klar, vorhersehbar, dokumentiert.

Die andere Seite ist die Marge des Buchmachers. Jede Quote trägt sie in sich. Beispielmarkt, nur zur Veranschaulichung: ein Zwei‑Wege‑Markt mit beiden Seiten bei 1,90. Wer 1 € auf jede Seite setzt, bekommt bei einem Sieg 1,90 € zurück — und der Buchmacher behält 0,10 €. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95, also 95 %. Die Marge ist 100 % − 95 % = 5 %. Fünf Cent von jedem Euro, der auf diesem Markt gewettet wird, bleiben beim Buchmacher.

Diese fünf Prozent sind die Buchmacher‑Marge — nicht die Quote selbst. Wer Quoten vergleicht, vergleicht Auszahlungsquoten und damit Margen. Eine Quote von 1,90/1,90 ist 95 % Auszahlung; eine Quote von 1,85/1,85 ist 1 ÷ (1/1,85 + 1/1,85) = 1 ÷ 1,0811 ≈ 92,5 % Auszahlung und damit 7,5 % Marge. Bei großen Favoriten sinken die Auszahlungsquoten, weil die Buchmacher dort weniger Spielraum lassen; bei Außenseitern steigen sie, aber nur, weil der Multiplikator von Haus aus größer ist. Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Margen — vier Beine zu je 95 % Auszahlung ergeben 0,95⁴ ≈ 81,5 % Auszahlung der Gesamtkombi.

Bei der Tour de France heißt das: Wer auf Etappen wettet, wettet in Märkten, in denen die Auszahlungsquote je nach Buchmacher und Markt zwischen grob 90 und 96 % liegt. Wer auf den Gesamtsieg wettet, hat in der Regel etwas knappere Quoten, weil die Favoriten klarer sind. Wer Kombinationen baut, gibt pro Bein ein paar Prozentpunkte ab. Wer Live auf die nächste Komponente wettet, akzeptiert eine andere Quote als vor dem Start — der Mechanismus bleibt, der Preis ändert sich.

Sportwettensteuer: 5,3 % und ihre steuerliche Logik

Die Sportwettensteuer ist in §§ 16–25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18) — also nicht 5,3 % vom Bruttoeinsatz, sondern ein Netto‑Steuersatz. Auf einen Einsatz von 100 € entfallen 100 × 5,3 / 105,3 = 5,03 € Steuer. Wer den Bruttobetrag nimmt und 5,3 % rechnet, liegt falsch; wer den Nettobetrag nimmt und 5,3 % rechnet, liegt richtig. Die Steuer ist Sache des Veranstalters (§ 19), nicht des Spielers — aber wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Sache. Manche ziehen sie vom Einsatz ab, manche vom Gewinn, manche übernehmen sie für den Spieler. Was der einzelne Anbieter tut, steht in dessen AGB.

Wichtig in diesem Zusammenhang: Die Wettsteuer ist kein Lizenz‑Marker. Auch ein nicht lizenzierter Anbieter kann Wettsteuer abführen — zahlen beweist nicht erlaubt sein. Die Lizenz steht in der Whitelist.

Tour de France 2026: was im Juli wirklich passiert ist

Die 113. Austragung der Tour de France lief vom 4. bis 26. Juli 2026, Start in Barcelona, Ziel in Paris, 21 Etappen, 3.245 km. Der Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO); die erste Austragung startete am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern auf Initiative der Sportzeitung „L’Auto“. Die Teams bestehen seit 2018 aus acht Fahrern, die 18 UCI‑WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet.

Das Ergebnis 2026: Tadej Pogačar (UAE Team Emirates‑XRG) gewann die Gesamtwertung vor Remco Evenepoel (Red Bull‑Bora‑hansgrohe) und Isaac del Toro (UAE Team Emirates XRG). Mads Pedersen (Lidl‑Trek) holte das Grüne Trikot der Punktewertung, Richard Carapaz (EF Education‑EasyPost) das Gepunktete der Bergwertung. Pogačars fünfter Gesamtsieg bringt ihn auf eine Stufe mit Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain — fünf Männer, fünf Mal die Runde nach Hause gefahren.

Was heißt das für Wetten, die jetzt noch offen sind? Praktisch nichts. Eine Wette auf den Gesamtsieg der Tour 2026 ist ausgewertet, sobald Pogačar in Paris über die Linie gefahren ist. Eine Wette auf Etappensiege ist ausgewertet, sobald die jeweilige Etappe ihr Ziel erreicht hat. Wer noch einen offenen Wettschein aus dem Juli hat, ist längst ausbezahlt — oder er hätte es sein sollen. Was jetzt zählt, ist die nächste Tour, deren Termin in einem Jahr liegt und deren Strecke noch nicht feststeht.

Was einen guten Tour‑de‑France‑Wettanbieter ausmacht

Wer einen Anbieter für die Frankreich‑Rundfahrt wählt, schaut auf vier Dinge, die sich nicht alle auf einer Seite finden. Die Lizenz steht am Anfang, weil ohne sie alles andere rechtlich wertlos ist. Dann das Rad‑Programm: Welche Wertungen werden angeboten, wie tief sind die Etappenmärkte, gibt es Head‑to‑Head‑Duelle und Spezialwetten. Dann die Quote, und zwar nicht als einzelner Wert, sondern als Auszahlungsquote über mehrere Märkte hinweg — eine 1,90 ist nicht besser als eine 1,95, wenn die Marge darunter 6 % statt 5 % beträgt. Dann die Live‑Funktion: Bietet der Anbieter Etappen‑Livewetten an, und zwar nur die nach § 21 Abs. 4 erlaubten, also Endergebnis und nächste Großkomponente.

Dazu kommen die Bedingungen, die nicht in der Werbung stehen: Wie wird die Wettsteuer behandelt, ist die Verifizierung vollständig durchgezogen, gibt es einen Konfigurator, der Märkte kombiniert, funktioniert Cash Out, falls angeboten, ohne versteckte Abschläge. Was die Anbieter selbst tun, steht in deren AGB und auf deren Seiten — und genau dort muss man nachlesen, was ein Prospektversprechen wirklich abdeckt.

Die zehn lizenzierten Anbieter im Überblick

Alle zehn Anbieter in dieser Übersicht stehen mit einer Sportwetten‑Erlaubnis auf der GGL‑Whitelist (Stand 2. Oktober 2026). Was hier zu jedem steht, kommt aus der Whitelist selbst und aus den Eigenangaben der Anbieter — Domains und Adressen sind für die Prüfung gedacht, nicht zum Abdruck.

ODDSET

ODDSET gehört zur Oddset Sportwetten GmbH; das Regierungspräsidium Darmstadt hat die Erlaubnis am 15.12.2022 erteilt, die GGL ist Aufsichtsbehörde. ODDSET ist die traditionsreiche Marke hinter den deutschen Annahmestellen und ist auch online bei ODDSET erreichbar. Wer den klassischen Annahmestellen‑Look schätzt, findet ihn hier — und wer eine vollständig verifizierte Whitelist‑Umgebung sucht, ebenfalls. Das Radsport‑Programm ist solide, ohne dass es aus dem Rahmen fällt: Etappen, Gesamtsieg, die drei Trikotwertungen.

Vorteil: vollständig im deutschen stationären und Online‑Vertrieb etabliert, vollständige Whitelist‑Abdeckung, Aufsicht durch die GGL. Nachteil: das Programm ist nicht so tief wie bei reinen Online‑Anbietern — Spezialmärkte über das Standardrepertoire hinaus sind rarer.

Verdikt: Wer das Sicherheitsnetz der ODDSET‑Historie schätzt und einen Anbieter mit deutscher Verwurzelung sucht, ist hier richtig. Wer die breiteste Marktpalette will, findet sie anderswo.

Tiptorro

Tiptorro wird von der Torro Tec Limited aus Malta verantwortet und tritt auf der Whitelist als Tiptorro in Erscheinung; die Ersterlaubnis datiert auf den 30.06.2021, die Folgeerlaubnis auf den 27.12.2022. Die Marke Tiptorro gehört zum Verbund der Tipico‑Gruppe — was den operativen Hintergrund angeht, ist das ein größerer Anbieter als die Whitelist‑Eintragung vermuten lässt.

Vorteil: Tiptorro steht auf der Whitelist und ist operativ an einen großen europäischen Anbieter angebunden — was beim Zahlungs‑Routen‑Setup und beim Marktangebot Vorteile bringt. Nachteil: wer eine klare Trennung vom Tipico‑Markenverbund sucht, findet sie hier nicht.

Verdikt: Wer einen Whitelist‑Anbieter mit der Reichweite eines großen europäischen Verbunds sucht, ist hier richtig. Wer den Markenverbund kritisch sieht, sollte vergleichen.

Winamax

Winamax wird von der WINAMAX (Société anonyme) verantwortet; Ersterlaubnis 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022. Winamax bewirbt im Footer seiner Seite „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und bezieht sich dabei auf eine Odoxa‑Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball im Zeitraum 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Was das für den Radsport bedeutet, ist eine eigene Frage — die Studie deckt explizit nicht die Tour ab.

Vorteil: Wettsteuer‑Modell mit Übernahme für den Spieler, Quotenbild in den drei genannten Sportarten nach Eigenangabe überdurchschnittlich. Nachteil: die Eigenangabe ist keine Audit‑Bestätigung, und der Radsport ist in der beworbenen Studie nicht enthalten.

Verdikt: Wer Wettsteuer‑Übernahme schätzt und in den drei genannten Sportarten unterwegs ist, bekommt hier ein attraktives Modell. Wer auf Radsport schaut, sollte das Quotenbild selbst prüfen — die Studie ist keine Garantie für Tour‑Quoten.

VBet

VBet wird von der SCGO Limited aus St. Julian’s, Malta, verantwortet; die GGL‑Erlaubnis für VBet ist seit dem 5. Dezember 2023 verzeichnet. VBet führt ein Radsport‑Programm mit Etappen‑ und Gesamtsieg‑Märkten und ist im deutschsprachigen Markt noch nicht so bekannt wie die Platzhirsche.

Vorteil: Whitelist‑Status, solide Marktstruktur für Radsport‑Kernmärkte. Nachteil: kürzere Whitelist‑Historie als die langjährigen Anbieter, was bei manchem Spieler eine Rolle spielt.

Verdikt: Wer einen Whitelist‑Anbieter mit klarem Radsport‑Programm sucht und der Marke die Chance gibt, sich zu beweisen, ist hier richtig. Wer die längste Whitelist‑Historie will, findet sie bei den älteren Erlaubnissen.

Sportingbet

Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited verantwortet; Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022. Das Wettangebot umfasst einen „Konfigurator+“ sowie Livewetten und reicht von Fußball über Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts bis Snooker. Radsport ist im Standardprogramm dabei, mit Etappen‑ und Wertungsmärkten.

Vorteil: Konfigurator+ für Mehrfachauswahlen über Partien hinweg, breite Sportartenpalette mit Live‑Funktion. Nachteil: keine tour‑spezifische Sonderstellung gegenüber anderen Radsport‑Anbietern.

Verdikt: Wer Konfigurator+ schätzt und einen Anbieter mit breiter Live‑Palette sucht, ist hier richtig. Wer den Schwerpunkt exklusiv auf Radsport legt, vergleicht mit den radsport‑spezifischeren Profilen.

Betano

Betano wird von der Betkick Sportsbetting Limited verantwortet; Ersterlaubnis 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ bewirbt Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live‑Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis‑Grand‑Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Radsport ist Teil des Wettprogramms, mit Etappen‑ und Gesamtsieg‑Märkten.

Vorteil: Bet Builder und Live‑Streaming in einem breiten Portfolio, Cash‑Out‑Funktion. Nachteil: Das beworbene Live‑Streaming‑Portfolio nennt Radsport nicht explizit — wer auf Tour‑Live‑Streams setzt, prüft vor dem Rennen, was Betano tatsächlich überträgt.

Verdikt: Wer Bet Builder und Cash Out schätzt und einen Anbieter mit großer Streaming‑Palette sucht, ist hier richtig. Wer explizit Radsport‑Streaming will, fragt vor dem Rennen nach.

NEO.bet

NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited verantwortet; Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022. NEO.bet ist im deutschen Markt als kompakter Online‑Anbieter positioniert mit Whitelist‑Status.

Vorteil: kompakte Benutzeroberfläche, Whitelist‑Status, solide Radsport‑Abdeckung. Nachteil: kleinerer Markenauftritt als die großen Verbund‑Anbieter.

Verdikt: Wer einen geradlinigen Anbieter ohne überfrachtetes Zusatzangebot sucht, ist hier richtig. Wer auf eine besonders tiefe radsport‑spezifische Marktstruktur setzt, vergleicht mit den Radsport‑stärker profilierten Marken.

Betway

Betway wird von der Betway Limited verantwortet; Ersterlaubnis 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022. Beim Betway‑Cash‑Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele; der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.

Vorteil: dokumentierte Cash‑Out‑Funktion mit Anzeige des aktuellen Werts vor Auszahlung. Nachteil: der Wettkonfigurator ist in der Eigenangabe explizit für Fußballspiele beschrieben — für Radsport ist die Konfigurator‑Verfügbarkeit nicht zugesichert.

Verdikt: Wer Cash Out mit klar dokumentierter Bedienung schätzt, ist hier richtig. Wer den Konfigurator gezielt für Radsport‑Kombinationen sucht, fragt vor dem Rennen nach.

Bet3000

Bet3000 wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited aus Sliema, Malta, verantwortet; die Ersterlaubnis ist seit dem 22. April 2026 verzeichnet — damit ist Bet3000 der jüngste Whitelist‑Zugang in dieser Übersicht. Der Markenauftritt in der Glücksspielbehörde‑Liste entspricht der stationären Präsenz in deutschen Wettbüros.

Vorteil: Whitelist‑Status seit April 2026, klassisches Wettbüro‑Profil kombiniert mit Online‑Angebot. Nachteil: kürzeste Whitelist‑Historie der hier gelisteten Anbieter, was bei der Markenvertrauensbildung eine Rolle spielt.

Verdikt: Wer den jüngsten Whitelist‑Zugang mit klassischer Wettbüro‑Herkunft sucht und der Marke die Chance auf Marktbehauptung gibt, ist hier richtig. Wer eine längere Whitelist‑Historie vorzieht, wählt unter den älteren Erlaubnissen.

Interwetten

Interwetten wird von der Interwetten Gaming Limited aus Sliema, Malta, verantwortet; Ersterlaubnis 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022. Interwetten ist eine der länger etablierten europäischen Online‑Wettmarken und in Deutschland mit Whitelist‑Status auf Interwetten aktiv.

Vorteil: lange europäische Marken‑Historie kombiniert mit deutschem Whitelist‑Status. Nachteil: keine radsport‑spezifische Sonderstellung in den verfügbaren Quellen.

Verdikt: Wer einen Whitelist‑Anbieter mit langer europäischer Geschichte sucht, ist hier richtig. Wer radsport‑spezifische Tiefe will, vergleicht mit radsport‑stärker profilierten Marken.

Whitelist‑Status auf einen Blick

Die folgende Tabelle fasst zusammen, was die Whitelist für die zehn Anbieter festhält. Die Whitelist führt das Datum der Ersterlaubnis und der Folgeerlaubnis; sie führt kein Enddatum, weil die erste Erlaubnis nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre läuft und das aktuelle Datum immer der Whitelist selbst zu entnehmen ist. Alle Angaben sind Stand 2. Oktober 2026.

Anbieter GGL‑Whitelist‑Status Inhaber laut Whitelist Erlaubnis seit
ODDSET Whitelist‑Eintrag, Sportwetten Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022
Tiptorro Whitelist‑Eintrag, Sportwetten Torro Tec Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022
Winamax Whitelist‑Eintrag, Sportwetten WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022
VBet Whitelist‑Eintrag, Sportwetten SCGO Limited 05.12.2023
Sportingbet Whitelist‑Eintrag, Sportwetten Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
Betano Whitelist‑Eintrag, Sportwetten Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022
NEO.bet Whitelist‑Eintrag, Sportwetten Greenvest Betting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
Betway Whitelist‑Eintrag, Sportwetten Betway Limited 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022
Bet3000 Whitelist‑Eintrag, Sportwetten I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
Interwetten Whitelist‑Eintrag, Sportwetten Interwetten Gaming Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022

Was die Tabelle nicht zeigt: die Erlaubnis gilt nur für die jeweils genannte .de‑Domain. Eine Casino‑ oder Poker‑Erlaubnis desselben Halters deckt keine Sportwetten ab. Wer auf einer anderen Domain desselben Mutterkonzerns spielt, ist nicht automatisch im Whitelist‑Schutz — der Schutz folgt der Domain, nicht dem Konzern.

Werbelogik und ihre Grenzen

Der Glücksspielstaatsvertrag kennt keine Klausel, die einen Sportwetten‑Bonus in Höhe, Umsatz oder Mindestquote deckelt. Was ein Anbieter anbietet, ist seine Sache, dokumentiert in dessen AGB. Werbliche Verbote gibt es trotzdem: nach § 5 Abs. 3 Satz 1 GlüStV gilt ein Werbeverbot zwischen 6 und 21 Uhr, aber das betrifft Slots, Online‑Poker und Online‑Casino — nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live‑Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate‑Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Was die Anbieter daraus machen, ist unterschiedlich — aber die Regeln gelten für alle Whitelist‑Anbieter gleich.

Werbung mit „0 % Wettsteuer“ ist erlaubt, sofern sie stimmt — Winamax wirbt genau damit und bezieht sich auf eine eigene Studie. Werbung mit „besten Quoten“ ist Marketing‑Sprache, kein zertifizierter Titel. Werbung mit „risikofreier Wette“ ist Marketing‑Sprache für eine Gratiswette, deren Einsatz bei einem Gewinn in der Regel nicht zurückgezahlt wird — was das in Euro heißt, hängt von der Quote und der Marge des Marktes ab, auf den die Gratiswette gesetzt wird.

Häufige Fragen

Legal wetten lässt sich nur bei einem Anbieter, der mit einer Sportwetten‑Erlaubnis auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht. Die Liste trägt das Datum der Ersterlaubnis und einer etwaigen Folgeerlaubnis und kein Enddatum; die Erlaubnis gilt nur für die jeweils eingetragene .de‑Domain. Whitelist‑Stand 2. Oktober 2026 listet 27 solcher Inhaber.

Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Gesamtsieg, Etappensieg oder Trikotwertung?

Bei einer Rundfahrt wird auf den Gesamtsieg, den Etappensieg und die Trikotwertungen gewettet — das Gelbe Trikot für die Gesamtwertung, das Grüne für die Punktewertung, das Gepunktete für die Bergwertung und das Weiße für die Nachwuchswertung. Dazu kommen Duellwetten, Spezialmärkte und Livewetten auf das Endergebnis oder die nächste Großkomponente.

Wann fand die Tour de France 2026 statt, und lässt sich darauf noch wetten?

Die Tour de France 2026 lief vom 4.–26. Juli 2026, Start in Barcelona, Ziel in Paris, 21 Etappen, 3.245 km. Sie ist ausgewertet — Gesamtsieg Tadej Pogačar, Grünes Trikot Mads Pedersen, Gepunktetes Trikot Richard Carapaz. Wetten auf diese Austragung sind geschlossen; die nächste Tour folgt in einem Jahr.

Welche Livewetten sind während einer laufenden Etappe nach dem Glücksspielvertrag zulässig?

Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf eine seltene Großkomponente erlaubt — beim Radsport in der Praxis die nächste Zielankunft einer Etappe. Wetten auf kleine Komponenten oder den nächsten Punkt in einer Wertung sind im Zuge der GGL‑Praxis nicht erlaubt.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Gesamtsieg‑Wette aus Einsatz und Quote, und was bedeutet die Marge?

Eine Wette zahlt bei Sieg das Produkt aus Einsatz und Quote aus. Beispiel: 10 € auf 4,50 ergeben 45 € Auszahlung, 35 € Nettogewinn. Die Marge des Buchmachers steckt in jeder Quote — bei einem Zwei‑Wege‑Markt mit 1,90/1,90 beträgt die Auszahlungsquote 95 % und die Marge 5 %; bei Kombiwetten multiplizieren sich die Margen der einzelnen Beine.

Wie wird die Sportwettensteuer von 5,3 % bei Radsportwetten berücksichtigt?

Die Wettsteuer beträgt 5,3 % des Einsatzes und wird nach §§ 17, 18 RennwLottG auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ berechnet — das ergibt auf 100 € etwa 5,03 €. Sie ist Sache des Veranstalters; manche Anbieter übernehmen sie für den Spieler, andere ziehen sie vom Einsatz oder vom Gewinn ab. Die genaue Behandlung nennt der Anbieter in seinen AGB.

Inhalt erstellt vom Team «laenderspielwetten.com»